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Die Irrtümer des David Ricardo. Die Ursachen und Wirkungen des Außenhandels

Título: Die Irrtümer des David Ricardo. Die Ursachen und Wirkungen des Außenhandels

Trabajo de Seminario , 2008 , 27 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Jessica Turba (Autor)

Economía - Otros
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„Es gibt zwei wesentliche Gründe, weshalb Länder Außenhandel treiben. Beide tragen zu ihren Wohlfahrtsgewinnen bei“, schreiben die beiden Professoren Paul Krugman und Maurice Obstfeld in ihrem gemeinsamen Buch „Internationale Wirtschaft“. Zum einen handeln Länder miteinander, weil sie sich voneinander unterscheiden. Genau wie Menschen können auch Nationen oder Unternehmen Vorteile aus ihrer Verschiedenartigkeit ziehen, wenn jeder das herstellt, was er verhältnismäßig gut kann. Zum anderen handeln Länder miteinander, um sich der Kostenvorteile der Massenproduktion zu bedienen. Wenn jedes Land nur eine beschränkte Auswahl an Produkten herstellt, dann kann es diese im größeren Maßstab produzieren und somit die „economies of scale“ effizienter nutzen, als wenn es versuchen würde, alles selbst herzustellen. Gibt es also keine Verlierer der Globalisierung? Wird jeder, der Handel betreibt am Ende wohlhabender sein als zuvor?

Die Seminararbeit beschäftigt sich mit dieser Fragestellung. Dabei soll das erste Kapitel das Verständnis der Ursachen und Wirkungen des Außenhandels erhöhen, indem auf das Modell des David Ricardo näher eingegangen wird. Ricardo vertrat die Meinung, dass auf Grund des komparativen Vorteils zwischen Ländern es zu Handel und Freihandelsgewinnen kommen müsse. Einen Irrtum nennt Gabor Steingart diese Theorie in seinem Buch „Weltkrieg um Wohlstand“. Er versucht vor einem Irrtum zu warnen, „der auch dann noch ein Irrtum bleibt, wenn er groß in Mode ist. Es gilt die Regel vom unbedingten Muss des Freihandels zu widerlegen“. Im darauf folgenden Kapitel soll demnach versucht werden die Aussagen Ricardos und Steingarts kritisch unter die Lupe zu nehmen und gegeneinander abzuwägen. Zum Schluss werden empirische Belege für und wider Ricardos Ausführungen beschrieben, bevor die Seminararbeit mit einem Fazit über die Eigenschaften von Modellen im Allgemeinen abgeschlossen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Ricardo-Modell (RM)

2.1 Leben und Werk Ricardos

2.2 Grundlagen des RM

3 Drei Argumente gegen das Ricardo-Modell

3.1 „Ricardos Modell aber kennt keine Dynamik“

3.2 „Sie betrachten die ganze Welt als ein Land“

3.3 „Er sah nur Gewinner“

4 Empirische Belege wider und für Ricardo

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die theoretischen Grundlagen des Ricardo-Modells im Kontext der aktuellen Globalisierungsdebatte, wobei sie insbesondere die Gegenargumente von Gabor Steingart analysiert und mittels wirtschaftswissenschaftlicher Modelle und empirischer Daten bewertet.

  • Analyse des klassischen Ricardo-Modells und seiner zentralen Annahmen zum komparativen Vorteil.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der fehlenden Dynamik in der Theorie.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Kapitalmobilität und internationalen Handelsströmen.
  • Empirische Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Außenhandel und Wohlstandsentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3.1 „Ricardos Modell aber kennt keine Dynamik“

Gabor Steingart zeigt in seinem Buch „Weltkrieg um Wohlstand“ drei Argumente gegen das RM auf. „Erstens: Der Weinexporteur Portugal, der seine Tuchproduktion zugunsten des Weinanbaus aufgibt und damit besser fährt, als wenn er beides herstellt, verstößt gegen seine ureigensten Interessen.“ Steingart schreibt, dass Portugal, wie jedes andere Land auch, auf die nächst höhere Stufe der Wirtschaft klettern möchte, indem es Industrieprodukte herstellt und Dienstleistungen anbietet. Denn nur wo Außergewöhnliches geboten werde, locken auch außergewöhnliche Handelsgewinne.

Als Gegenargument für diese These kann angeführt werden, dass es Ricardos Stärke war gerade komplexe Zusammenhänge vereinfacht darzustellen. Selbstverständlich besteht die Welt aus mehr als nur zwei Ländern, selbstverständlich produzieren England und Portugal mehr als nur zwei Güter – denn von Wein und Tuch allein kann niemand leben, selbstverständlich entwickelt jede Nation sich im Laufe der Zeit weiter. Das RM kann trotzdem als Grundlage zum Verständnis der Außenwirtschaft dienen.

Als erstes wird hier der Beweis geführt, dass ein Land nicht unbedingt in eine Spezialisierungsfalle tappen muss, nur weil seine Regierung sich an die von Ricardo empfohlene Arbeitsteilung hält. Was spricht dagegen Wein zum Beispiel in Spezialmaschinen und Computer zu verwandeln sowie Tuch in Hybridautos, Flachbildfernseher und moderne Passagier-Flugzeuge? Im Falle mehrerer Güter kann jedoch nur dann festgestellt werden, wer was produziert, wenn der relative Lohn bereits bekannt ist. Dazu wird hinter der relativen Nachfrage nach Erzeugnissen die dadurch implizierte Nachfrage nach Arbeit betrachtet. „Dabei handelt es sich nicht um eine direkte Nachfrage seitens der Verbraucher, sondern um eine abgeleitete Nachfrage, die sich aus Nachfrage nach den Gütern ergibt, die mittels der Arbeit des jeweiligen Landes hergestellt werden.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Motivation von Ländern zum Außenhandel ein und stellt den kritischen Vergleich zwischen den Theorien von David Ricardo und den Einwänden von Gabor Steingart dar.

2 Das Ricardo-Modell (RM): Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Modells und legt die theoretischen Grundlagen des komparativen Vorteils dar.

3 Drei Argumente gegen das Ricardo-Modell: Das Hauptkapitel setzt sich detailliert mit den Thesen Steingarts auseinander, die dem Modell fehlende Dynamik, eine falsche Sichtweise auf die Weltwirtschaft und eine einseitige Betrachtung der Gewinner vorwerfen.

4 Empirische Belege wider und für Ricardo: Hier werden historische Beispiele wie die Kontinentalsperre analysiert, um die praktischen Auswirkungen von Handelsblockaden und Protektionismus zu untersuchen.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz der Vereinfachungen im Ricardo-Modell die Grundannahmen über komparative Vorteile weiterhin eine nützliche und valide wissenschaftliche Analysemethode darstellen.

Schlüsselwörter

David Ricardo, Ricardo-Modell, Gabor Steingart, Außenhandel, komparativer Vorteil, Globalisierung, Wohlstand, Freihandel, Spezialisierung, Handelsbilanz, Humankapital, Protektionismus, Außenhandelssaldo, Arbeitsteilung, ökonomische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Prüfung der klassischen Außenhandelstheorie von David Ricardo im Lichte aktueller wirtschaftspolitischer Einwände.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Themen komparativer Vorteil, die Dynamik von Handelsbeziehungen, der Einfluss von Kapital auf nationale Wirtschaften sowie die Korrelation von Außenhandel und Wohlstand.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Kritik von Gabor Steingart am Ricardo-Modell zu validieren oder zu widerlegen und zu klären, ob das Modell trotz seiner statischen Annahmen zur Erklärung heutiger ökonomischer Prozesse taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Modellanalyse durchgeführt, die durch eine empirische Überprüfung anhand des Human Development Index (HDI) und statistischer Korrelationsanalysen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Grundlagen des Ricardo-Modells und eine dreiteilige Analyse der Gegenargumente bezüglich Dynamik, globaler Marktbetrachtung und Gewinnerverteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über die Begriffe Ricardo-Modell, komparativer Vorteil, Außenhandel und Globalisierung definieren.

Warum wird im Rahmen der Arbeit auf historische Beispiele wie die Napoleonische Kontinentalsperre zurückgegriffen?

Diese historischen Beispiele dienen dazu, die Argumente gegen den Freihandel in einem realwirtschaftlichen Kontext auf ihre Tragfähigkeit hin zu prüfen.

Wie lautet die abschließende Bewertung der Autorin zum Ricardo-Modell?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Vereinfachungen des Modells eine bewusste wissenschaftliche Methode darstellen, die das Modell nicht entwerten, sondern als Analysewerkzeug nützlich machen.

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Detalles

Título
Die Irrtümer des David Ricardo. Die Ursachen und Wirkungen des Außenhandels
Universidad
University of Applied Sciences Stendal
Calificación
1
Autor
Jessica Turba (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
27
No. de catálogo
V131728
ISBN (Ebook)
9783668687318
ISBN (Libro)
9783668687325
Idioma
Alemán
Etiqueta
irrtümer david ricardo ursachen wirkungen außenhandels
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Turba (Autor), 2008, Die Irrtümer des David Ricardo. Die Ursachen und Wirkungen des Außenhandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131728
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