Zielsetzung dieser Arbeit war die Entwicklung eines eigenen Systems zur Messung der internationalen Unternehmensteuerbelastung mit liquiditätsbezogenen Ansatz im Vergleich zu bekannten Steuermessmodellen.
Im Ergebniss bestätigt, dass der PATK (C) relativ resistent gegen Bilanzstrukturänderungen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Bedeutung der Themenstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Theorieteil
2.1 Steuerbelastungsvergleich
2.1.1 Def. Steuerbelastungsvergleich
2.1.2 Inhalt von Steuerbelastungsvergleichen
2.1.3 Verschiedene Methoden von Steuerbelastungsvergleichen
2.1.3.1 Steuertarifvergleich
2.1.3.2 Volkswirtschaftlicher Tarifvergleich
2.1.3.3 Effektive Grenz- und Durchschnittsteuersätze
2.1.3.4 ETA
2.1.3.5 Zinsbereinigte Gewinnsteuer
2.2 Besteuerung einer Kapitalgesellschaft am Beispiel einer GmbH
2.2.1 Besteuerung in Deutschland
2.2.2 Besteuerung in Österreich
2.2.3 Besteuerung in der Schweiz
3. Hauptteil
3.1 Darstellung der IST Situation
3.1.1 Stärken Schwächen Profil
3.1.2 Ableiten der Probleme bisher bekannter Steuerbelastungsvergleiche
3.1.3 Sollkonzept
3.2. Durchführung eines quantitativen Steuerbelastungsvergleiches mit eigenem Konzept
3.2.1 Methodik der Steuerbelastungsvergleiche
3.2.2 Berechnung des Zahlungsüberschusses
3.2.3 Einbezogene Steuern
3.2.4 Bemessungsgrundlage und Berechnung der einzelnen Steuern
3.2.5 EATR
3.2.6 ETA orientierte Unternehmenssimulation
3.2.7 Unternehmen
3.2.8 Geschäftsvorfälle
3.2.9 Bilanz am Jahresende
3.2.10 Besteuerungszeitraum
3.2.11 Besschreibung der bereits erwähnten Szenarien
3.3 Darstellung der Ergebnisse
3.3.1 Szenario 1
3.3.2 Szenario 2
3.3.3 Szenario 3
3.3.4 Szenario 4
3.3.5 Bilanzstrukturabhängigkeit Länderübersicht
3.3.5.1 Deutschland - Anlageintensität
3.3.5.2 Deutschland - Eigenkapitalquote
3.3.5.3 10 Jahresvergleich
3.4 Alternativen
4. Resümee
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Kritische Würdigung
4.3 Diskussion latenter Probleme
4.4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das primäre Ziel, ein eigenständiges System zur Messung der internationalen Unternehmensbesteuerung auf Basis eines liquiditätsorientierten Ansatzes zu entwickeln, um die steuerlichen Handlungsspielräume in Deutschland, Österreich und der Schweiz vergleichbar zu machen.
- Quantitativer Vergleich der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften (GmbH)
- Einsatz von Modellunternehmen zur Simulation steuerlicher Szenarien
- Analyse der Bilanzstrukturabhängigkeit bei der Steuerbelastung
- Gegenüberstellung bewährter Methoden (EATR, ETA, PATK)
Auszug aus dem Buch
1.1 Bedeutung der Themenauswahl
Internationale Unternehmenssteuerbelastungsvergleiche sind trotz einer Harmonisierung der Steuertarife, auch bei Einbeziehung der Berechnungsvorschriften zur Ermittlung der Bemessungsgrundlagen, ein geeignetes Instrumentarium zur Unterstützung der Bewertung von unternehmerischen Handlungsalternativen. Zur Quantifizierung der Steuerbelastung eines Unternehmens können verschiedene Methoden angewendet werden, inwiefern die unterschiedlichen Methoden für das Unternehmen relevante Resultate aufzeigen, ist in der Literatur nicht ausreichend untersucht. Das System und die Vorgehensweise der Steuervergleiche kann bei Unternehmen verschiedener Branchen und mit unterschiedlicher Bilanzstruktur zu differenzierten Resultaten führen. Die Länderauswahl in dieser Untersuchung erfolgte nach territorialen Gesichtspunkten.
Die Aktualität der Unternehmensbesteuerung lässt sich anhand der Veränderungen und Veränderungsvorschläge die das Steuersystem betreffen, aufzeigen. So wurde in Österreich im Jahre 2005 die größte Steuerreform, seit bestehen der Republik gesetzlich verabschiedet. In Deutschland werden Steuersysteme entwickelt, die zu einer Entlastung der Unternehmenssteuer führen sollen, z. B. „Die einfach Steuer“ von Prof. em. Dr. Manfred Rose an der Universität Heidelberg oder die Entwicklung der „Zinsbereinigten Gewinnsteuer“ des RWI Essen und des Heidelberger Steuerkreises. Der Wettbewerb der einzelnen Länder um Unternehmensansiedlungen bzw. Standortvorteile kann mit quantitativen Mitteln wie Steuervergünstigungen oder Steuersenkungen geführt werden. Qualitative Wettbewerbsvorteile wie die Infrastruktur, die Nähe zu den Absatzmärkten oder zu den Rohstoffressourcen werden von Unternehmen bei der Entscheidungsfindung ebenfalls berücksichtigt. Der Wettbewerb um Standortvorteile unter Nachbarländer wie Deutschland, Österreich und der Schweiz ist durch die EU-Osterweiterung in eine neue Phase getreten. Die Senkung der Körperschaftsteuer auf 25 % und die Einführung der Gruppenbesteuerung auf Seiten Österreichs kann als Impuls verstanden werden, den Wettbewerb um Standortvorteile für sich zu entscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Steuerbelastungsvergleichen im internationalen Kontext sowie Definition der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.
2. Theorieteil: Theoretische Fundierung von Steuerbelastungsvergleichen inklusive der Erläuterung bestehender Methoden sowie der spezifischen steuerlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
3. Hauptteil: Detaillierte Darstellung des entwickelten Messkonzepts, Durchführung der quantitativen Simulation unter variierenden Szenarien und Analyse der Ergebnisse.
4. Resümee: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Modellvergleich, kritische Würdigung der Methodik sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der internationalen Unternehmensbesteuerung.
Schlüsselwörter
Unternehmensbesteuerung, Steuerbelastungsvergleich, Liquiditätsorientierung, EATR, ETA, PATK, Bilanzstruktur, Kapitalgesellschaft, GmbH, Standortvorteil, Steuerreform, Cash-Flow, Bemessungsgrundlage, Steuerbelastung, Simulation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines Systems zur Messung der internationalen Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, wobei der Fokus auf einem liquiditätsorientierten Ansatz liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentral sind der Vergleich der Unternehmensbesteuerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Bilanzstrukturen auf die Steuerlast von Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Schaffung eines eigenen Messsystems, das steuerliche Belastungen durch eine Simulation der Unternehmensaktivitäten und Zahlungsströme (Cash-Flow) transparenter macht.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Autorin nutzt deskriptive Analysen, Modellunternehmens-Simulationen und quantitativen Szenario-Vergleiche, basierend auf gängigen Kennzahlen wie EATR und dem eigens entwickelten PATK-System.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition eines Sollkonzepts, der detaillierten Berechnungsgrundlage der Steuern, der Durchführung der Unternehmenssimulation in verschiedenen Szenarien sowie der Interpretation der erzielten Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Unternehmensbesteuerung, Steuerbelastungsvergleich, Liquiditätsorientierung, PATK-System und internationale Steuerplanung definieren.
Wie unterscheidet sich die steuerliche Belastung in den drei Ländern?
Durch das Modell werden die Unterschiede bei Körperschaft- und Gewerbesteuern bzw. kantonalen Steuern sowie spezifische Regelungen wie die österreichische Lohnsummensteuer im Vergleich aufgezeigt.
Welchen Vorteil bietet das entwickelte PATK-System?
Das PATK-System ermöglicht eine schnelle Anpassung an verschiedene Unternehmenstypen und fokussiert sich auf die realen Zahlungsströme, was eine hohe Resistenz gegenüber Bilanzstrukturänderungen bietet.
Was zeigt der 10-Jahresvergleich der Szenarien?
Der Vergleich illustriert die langfristige Auswirkung der Besteuerung auf den Endwert eines Unternehmens, wobei Deutschland im Modellvergleich als Hochsteuerland für Kapitalgesellschaften identifiziert wird.
- Citation du texte
- Diplom Betriebswirt (FH) Patrick Winfried Köstner (Auteur), 2008, Entwicklung eines Systems zur Messung der internationalen Unternehmensbesteuerung , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131770