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Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie

Title: Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie

Term Paper , 2009 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Juana Golla (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Werden Gebärden primär von taubstummen Menschen zur Verständigung genutzt, können diese aber nicht nur als Ersatz der Lautsprache dienen, sondern auch als Anbahnungshilfe derjenigen. Im Folgenden wird darauf eingegangen, wie die eingeschränkte kindliche Lautsprachentwicklung durch logopädische Intervention mit dem Einsatz von Gebärden gefördert werden kann. Neben der Erläuterung der Zielgruppen wird erklärt, wie die Therapie sowohl mit körpereigenen Kommunikationsformen als auch externen Hilfsmitteln Gestaltung findet. Im Weiteren geht es darum, welche Auffassungen es zu Gebärden in unserer Gesellschaft gibt, sowie um die Frage, ob der Gebrauch dieser unterstützten Kommunikation wirklich förderlich ist, und welche Bedenken sich diesbezüglich anmelden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Definition Gebärde

2.2 Definition Gesten

3. Zielgruppen des Einsatzes von Gebärden

3.1 Fallbeschreibung eines Late Talkers(Vogt/Schreiber 2006, 183)

3.2 Ziele des Einsatzes von Gebärden in der SES- Therapie (nach Lell 2007, 6-13)

4. Der Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie- Vorgehensweise

4.1. Verschiedene Therapeutische Verfahren und Hilfsmittel

4.1.1 Beispiel eines therapeutischen Verfahrens: GuK (vgl. Wilken 2003)

5. Einstellung und Ansichten zu Gebärden in unserer Gesellschaft

6. Vorteile des Einsatzes von Gebärden in der SES-Therapie und Bedenken hierzu

6.1 Vorteile

6.2 Bedenken

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Gebärden als logopädische Interventionsmethode bei Kindern mit eingeschränkter Lautsprachentwicklung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unterstützte Kommunikation (UK) als Brücke zur Lautsprache fungieren kann, welche methodischen Ansätze existieren und wie die gesellschaftliche Wahrnehmung sowie die praktischen Herausforderungen dieser Therapieform zu bewerten sind.

  • Grundlagen der Unterstützten Kommunikation und Abgrenzung von Gesten
  • Differenzierung der Zielgruppen für den Gebärdeneinsatz
  • Methodische Vorgehensweise bei der therapeutischen Anbahnung von Gebärden
  • Vorstellung gängiger Konzepte wie GuK, MAKATON und PECS
  • Analyse der Vorteile und Bedenken hinsichtlich der Lautsprachentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Fallbeschreibung eines Late Talkers(Vogt/Schreiber 2006, 183)

Laut Sachse & Suchodoletz (2007, 120) verläuft der Lautspracherwerb bei etwa 13% der einsprachig mit Deutsch aufwachsenden Zweijährigen verzögert („Late Talker“). Aus dieser Gruppe resultieren dann zum Beispiel Kinder wie Johannes, bei dem eine SSES diagnostiziert wurde.

Der 2; 6 Jahre alte Johannes verwendete zu Beginn der Therapie einfache Wörter (beispielsweise „Ba“ für „Ball“) und wenige Vokalisationen. Das Sprachverständnis erschien unauffällig, der expressive Wortschatz stark eingeschränkt. Zudem berichteten die Eltern von Wutanfällen bei nicht-verstanden werden.

In der Therapie wurden Johannes fortlaufend neue Wörter lautsprachlich angeboten und mit Gebärden unterstützt. Er ließ sich gut auf die Gebärden ein und begann teilweise damit, diese mit Lauten zu begleiten. Im Therapieverlauf reduzierten sich Johannes Wutreaktionen, sein expressiver Wortschatz erweiterte sich. War der Gebrauch von Gebärden zunächst eine Hilfsmaßnahme, wurden sie später von ihm hauptsächlich als Anstoß bei Wortfindungsstörungen eingesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Nutzung von Gebärden als Ersatz- oder Anbahnungshilfe für die Lautsprache ein und stellt die zentrale Fragestellung nach der Wirksamkeit dieser Unterstützten Kommunikation vor.

2. Begriffserklärung: Hier werden die Fachbegriffe „Gebärde“ und „Geste“ definiert sowie deren jeweilige linguistische Merkmale und Funktionen im Kommunikationsprozess abgegrenzt.

3. Zielgruppen des Einsatzes von Gebärden: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Personengruppen, für die Unterstützte Kommunikation hilfreich ist, und erläutert deren spezifische Bedürfnisse sowie einen konkreten Fall eines Late Talkers.

4. Der Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie- Vorgehensweise: Es werden praxisnahe Therapiemethoden beschrieben, inklusive der Einbindung von Eltern und Bezugspersonen sowie der systematischen Anbahnung von Gebärden.

4.1. Verschiedene Therapeutische Verfahren und Hilfsmittel: Eine Übersicht verschiedener Ansätze wie PECS, TEACCH, GuK und MAKATON wird gegeben, die unterschiedliche visuelle und gestische Hilfen zur Sprachförderung nutzen.

4.1.1 Beispiel eines therapeutischen Verfahrens: GuK (vgl. Wilken 2003): Dieses Kapitel erläutert detailliert das von Etta Wilken entwickelte GuK-Material, das auf Bild- und Gebärdenkarten basiert, um gezielt den Wortschatz bei Kindern aufzubauen.

5. Einstellung und Ansichten zu Gebärden in unserer Gesellschaft: Die Ergebnisse einer Umfrage unter Laien zeigen deren Einschätzung zur Eindeutigkeit von Gebärden und deren Bereitschaft, diese zur Förderung ihrer Kinder zu erlernen.

6. Vorteile des Einsatzes von Gebärden in der SES-Therapie und Bedenken hierzu: Dieses Kapitel stellt positive Aspekte wie den Abbau von Frustration und die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung kritischen Bedenken gegenüber, etwa der Sorge, Gebärden könnten die Lautsprachentwicklung hemmen.

6.1 Vorteile: Hier werden die positiven Auswirkungen auf die Kommunikation, die Motivation des Kindes und die Unterstützung des Lautspracherwerbs hervorgehoben.

6.2 Bedenken: Es werden kritische Argumente diskutiert, wie die gesellschaftliche mangelnde Verbreitung von Gebärden, motorische Herausforderungen und die Abhängigkeit von qualifizierten Kommunikationspartnern.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Gebärden eine wertvolle Unterstützung in der SES-Therapie sind, deren Erfolg jedoch individuell vom Schweregrad und dem Engagement des Umfelds abhängt.

8. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Bücher, Internet-Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Unterstützte Kommunikation, Gebärden, Lautsprachentwicklung, SES-Therapie, Late Talker, GuK, MAKATON, Logopädie, Sprachförderung, Kommunikation, Inklusion, Elterntraining, visuelle Hilfsmittel, Down-Syndrom, Sprachentwicklungsstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Gebärden als unterstützendes Mittel in der logopädischen Therapie von Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die methodische Anbahnung von Gebärden, den Vergleich verschiedener Kommunikationskonzepte, die gesellschaftliche Wahrnehmung sowie Chancen und Risiken bei der Sprachförderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob der Einsatz von Gebärden tatsächlich die Lautsprachentwicklung fördert und wie die Integration in den Alltag und die Therapie gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte und Fallbeschreibungen sowie eine empirische Kurz-Umfrage unter 47 Probanden zur gesellschaftlichen Einstellung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst Definitionen, die Beschreibung der Zielgruppen, die Darstellung spezifischer Verfahren wie GuK und MAKATON sowie eine Abwägung der Vor- und Nachteile von Gebärden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Unterstützte Kommunikation, Logopädie, SES-Therapie, Gebärden, Sprachförderung und Late Talker.

Wie wirkt sich der Einsatz von Gebärden auf Kinder mit Down-Syndrom aus?

Gebärden dienen als Brücke, da sie bei diesen Kindern oft leichter und früher erlernbar sind als die rein verbale Lautsprache, was die Kommunikation und das Selbstvertrauen stärkt.

Gibt es motorische Hindernisse bei der Nutzung von Gebärden?

Ja, gerade bei Kindern mit zusätzlicher Körperbehinderung oder noch nicht vollständig entwickelter Feinmotorik können komplexe Handbewegungen eine Barriere darstellen.

Warum berichten Eltern manchmal von Wutanfällen bei Kindern mit Sprachproblemen?

Wutanfälle entstehen häufig aus der Frustration heraus, sich nicht verständlich machen zu können, was durch den Einsatz von Gebärden als Ausdrucksmittel reduziert werden kann.

Inwieweit werden Eltern in den Therapieprozess einbezogen?

Eltern werden durch Kurse und Materialien geschult, um die erlernten Gebärden im täglichen Alltag zu Hause kontinuierlich zu begleiten und so den Lernprozess zu festigen.

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Details

Title
Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie
Grade
1,7
Author
Juana Golla (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V131794
ISBN (eBook)
9783640379736
ISBN (Book)
9783640379453
Language
German
Tags
Einsatz Gebärden SES-Therapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juana Golla (Author), 2009, Einsatz von Gebärden in der SES-Therapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131794
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