Diese Arbeit befasst sich mit dem menschlichen Nerven- und Hormonsystem sowie mit dem Neurofeedback. Dabei werten die verschiedenen Systeme vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Das menschliche Nervensystem
1.1 Das somatische Nervensystem
1.2 Das vegetative Nervensystem
2 Das Hormonsystem
2.1 Die Hypophyse – Aufbau und Funktion
2.2 Oxytocin (OXT)
2.3 Vasopressin (ADH)
2.4 Somatotropin (STH)
2.5. Prolaktin (PRL)
3 Das Neurofeedback
3.1 Eine Definition
3.2 Ablauf des Neurofeedbacks
3.3 Neurofeedback-Verfahren
3.4 Anwendungsmöglichkeiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, grundlegende biologische Mechanismen des menschlichen Körpers in Bezug auf die Nerven- und Hormonsteuerung sowie deren Anwendung in therapeutischen Verfahren wie dem Neurofeedback darzustellen und zu erläutern.
- Anatomie und Funktionen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems
- Die biochemische Regulationsweise des endokrinen Systems durch zentrale Hormone
- Wirkungsweisen spezifischer Hypophysenhormone wie Oxytocin, Vasopressin, Somatotropin und Prolaktin
- Theoretische Grundlagen und methodische Abläufe der Neurofeedback-Therapie
- Klinische Wirksamkeit und Anwendungsspektrum des Neurofeedbacks bei neuropsychologischen Störungen
Auszug aus dem Buch
2.4 Somatotropin (STH)
Das Peptidhormon Somatotropin (STH) ist auch als das Wachstumshormon, “growth hormone“ (GH), “humane growth hormone“ (HGH) oder Somatotropes Hormon bekannt. Dieses Hormon hat im Gegensatz zu den anderen Hypophysenvorderlappenhormonen kein bestimmtes Zielorgan, sondern nimmt Einfluss auf viele Zellen im Körper. Zu seinen Funktionen zählen die Mobilisierung von Fettsäuren aus dem Fettgewebe (Lipolyse), die Steigerung des Blutzuckerspiegels und die Hemmung der Glukoseaufnahme in die Zellen.40
Insbesondere in den Phasen der Kindheit und der Jugend kommt dem Hormon hinsichtlich des Längenwachstums eine zentrale Bedeutung zu. Es wird vor allem im Entwicklungsalter des Menschen vermehrt gebildet und etwa bis zum Ende der Pubertätsphase sekretiert. Mit Einsetzen der Pubertät erfolgt die Bildung und Ausschüttung der Sexualhormone Östrogen bzw. Testosteron, welche sowohl den Wachstumsschub aktivieren als auch am Ende jener Phase zu einer Reduzierung des Hormones führen. Mit der Schließung der sogenannten „Wachstumsfuge“, der Epiphysenfuge, ist somit das Längenwachstum des Knochens finalisiert.41
Neben der Förderung des Wachstums von Knochen, Muskeln und Eingeweiden aktiviert das GH ebenso das notwendige Wachstum der Synthese von Proteinen. Ein Großteil jener Zellen der Hypophyse sind STH-produzierende Zellen (etwa 40%). Die Produktion des Hormons erfolgt in den sogenannten somatotropen, den Körper beeinflussenden Zellen des Hypophysenvorderlappen.42
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das menschliche Nervensystem: Dieses Kapitel erläutert die anatomische und funktionelle Gliederung des Nervensystems in das zentrale und periphere System, wobei insbesondere die Rolle des somatischen, vegetativen und enterischen Nervensystems hervorgehoben wird.
2 Das Hormonsystem: Nach einer Einführung in das endokrine Regulationssystem werden die Hypophyse sowie vier spezifische Hormone – Oxytocin, Vasopressin, Somatotropin und Prolaktin – hinsichtlich ihrer Entstehung, Funktion und klinischen Relevanz bei Über- oder Unterversorgung untersucht.
3 Das Neurofeedback: Der abschließende Teil widmet sich der wissenschaftlichen Trainingsmethode des Neurofeedbacks, beschreibt dessen technischen Ablauf, die zugrunde liegende EEG-Diagnostik, unterschiedliche Frequenzbandtrainings und die therapeutische Evidenz.
Schlüsselwörter
Biologische Psychologie, Nervensystem, Hormonsystem, Hypophyse, Oxytocin, Vasopressin, Somatotropin, Prolaktin, Neurofeedback, Elektroenzephalografie, Gehirnaktivität, ADHS, Biofeedback, Homöostase, Autonomes Nervensystem
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale biologische Grundlagen der Psychologie, konkret die Steuerungsprozesse des Nervensystems und des Hormonsystems sowie die Anwendung computergestützter Verfahren zur Selbstregulation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie des Nervensystems, der endokrinen Hormonproduktion durch die Hypophyse und den Prinzipien der Neurofeedback-Therapie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die fundierte Darstellung der Wirkmechanismen von Hormonen und die Erläuterung, wie Neurofeedback als therapeutisches Instrument zur Modifikation von Gehirnaktivitäten eingesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller psychologischer und biologischer Forschungsergebnisse und Studien, um die behandelten neurobiologischen und therapeutischen Konzepte zu untermauern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das somatische und vegetative Nervensystem, verschiedene Hypophysenhormone und ihre Funktionen sowie die technischen und methodischen Aspekte des Neurofeedback-Trainings detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Biologische Psychologie, das Hormonsystem, die Hypophyse sowie Neurofeedback und Elektroenzephalografie.
Welches Hormon ist für die Bindung in sozialen Beziehungen besonders relevant?
Das als „Kuschelhormon“ bekannte Oxytocin (OXT) spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen sowie bei der Geburt und dem Milchejektionsreflex.
Warum wird beim Neurofeedback das EEG-Signal genutzt?
Das EEG-Signal wird verwendet, um die Gehirnaktivität (Frequenz und Amplitude) in Echtzeit zu messen und dem Klienten eine Rückmeldung zu geben, damit dieser durch operante Konditionierung seine Gehirnwellen gezielt beeinflussen kann.
- Citation du texte
- Jannina Marek (Auteur), 2021, Das menschliche Nerven- und Hormonsystem. Begriffsabgrenzungen, Aufbau, Funktion und Neurofeedbackverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1318358