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Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit

Eine Gegenüberstellung von Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten" und Otto Karl Werckmeisters "Der Medusa-Effekt"

Titre: Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 38 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Doreen Fräßdorf (Auteur)

Art - Photographie et Film
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Résumé Extrait Résumé des informations

Susan Sontag und Otto Karl Werckmeister beschäftigen sich in ihren Publikationen "Das Leiden anderer betrachten" (2003) und "Der Medusa-Effekt" (2005) mit dem Zusammenhang von Fotografie und Politik bzw. Medien und der damit in Verbindung stehenden Zensur und Propaganda. In dieser Hausarbeit soll es um die Betrachtung des Verhältnisses der Masse zur Kunst und den Medien gehen. Das Thema der Kriegsfotografie und dessen Wiedergabe in den Medien sowie die Aufnahme des Gezeigten beim Rezipienten sollen hier im Mittelpunkt stehen.
Das Thema des ersten Teils meiner Arbeit ist Sontags Werk "Das Leiden anderer betrachten". Daher werde ich einen Inhaltsüberblick geben und anschließend das Wesentliche herausgreifen. Auch soll ein Bezug zu ihrer 25 Jahre zuvor erschienenen Essaysammlung Über Fotografie hergestellt werden, denn dort vertrat sie noch eine andere Auffassung, was die Wirkung der Fotografie auf den Betrachter angeht, als im Jahre 2003.
Anschließend möchte ich Otto K. Werckmeisters "Der Medusa-Effekt" schwerpunktartig wiedergeben, wobei ich mich auf seine Überlegungen zu den verschiedenen Bildersphären und dem Verhältnis von Politik und Fotografie beschränken werde.
Am Ende der Hausarbeit sollen ein Vergleich der Ansichten Sontags und Werckmeisters stehen sowie eine Betrachtung ihrer Lösungsvorschläge, um´die Kritik der visuellen Leichtgläubigkeit des Betrachters zu hinterfragen. Dabei werde ich besonders auf drei Aspekte, die sich in beiden Werken wiederfinden, eingehen: die Wahrheit von Bildern, das Verhältnis von Krieg und Medien sowie das Thema Zensur bzw. Propaganda. In diese Gegenüberstellung möchte ich noch weitere Untersuchungen und Meinungen zur (Kriegs-)Fotografie mit einbeziehen, um so ein umfassenderes Bild zur Thematik zu geben. Des Weiteren werde ich anhand von Beispielen aus der Kriegsfotografie und detaillierten Beschreibungen von Zensurmaßnahmen während Kriegszeiten, die in dieser Hausarbeit aufgegriffenen Aspekte untermauern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten

2.1. Inhaltsüberblick

2.2. Was ist Kriegsfotografie und welche Reaktionen ruft diese hervor?

2.3. Bezug zu Susan Sontags Über Fotografie

3. Otto Karl Werckmeister: Der Medusa-Effekt

3.1. Inhaltsüberblick

3.2. Informative und operative Bildersphäre

4. Gegenüberstellung der Positionen Sontags und Werckmeisters

4.1. Über die Wahrheit von Bildern

4.2. Der Krieg und die Medien

4.3. Zensur und Propaganda

5. Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit: „Lösungsvorschläge“ und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Krieg, Fotografie und den Massenmedien, indem sie die Positionen von Susan Sontag („Das Leiden anderer betrachten“) und Otto Karl Werckmeister („Der Medusa-Effekt“) gegenüberstellt und kritisch hinterfragt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die manipulierte oder gefilterte Wahrnehmung von Gewaltbildern zu schärfen und die Rolle des Betrachters im Kontext globaler politischer Ereignisse zu analysieren.

  • Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit bei der Kriegsdokumentation
  • Die konstruierte Wahrheit und Authentizität von Pressefotografien
  • Einflussnahme von Zensur und Propaganda auf die mediale Berichterstattung
  • Die Wechselwirkung zwischen operativen Bildersphären und öffentlichem Bewusstsein

Auszug aus dem Buch

Über die Wahrheit von Bildern

Susan Sontags Werk Das Leiden anderer betrachten kann als moralischer Aufruf verstanden werden, den Umgang mit Bildern zu überdenken. Der Betrachter soll kritisch prüfen, was er sieht. Untermauert wird diese Forderung anhand von Beispielen aus der Geschichte der Kriegsfotografie. So konstatiert Sontag, dass Bilder schon lange vor dem Zeitalter der Digitalfotografie und der Bildbearbeitungsprogramme, wie bspw. Photoshop, manipuliert wurden. Ein Gemälde oder eine Zeichnung gilt als Fälschung, wenn sich herausstellt, dass sie nicht vom Künstler stammt, dem sie zugeschrieben wurde. Ein Foto allerdings oder ein gefilmtes Dokument gilt als Fälschung, wenn sich herausstellt, dass es den Betrachter in Bezug auf das, was es zeigt, täuscht. Gemalte Bilder vom Kriegsgeschehen haben den Anspruch: solche Dinge sind geschehen. Im Gegensatz dazu erhebt ein Foto oder eine Filmaufnahme den Anspruch, genau das wiederzugeben, was sich vor dem Objektiv der Kamera abgespielt hat.

Daher haben Fotos, laut Sontag, auch eine Beweis-Funktion. An dieser Stelle sei auf den Autoren Anton Holzer verwiesen, welcher in Mit der Kamera bewaffnet schreibt, der Kriegsfotograf bürge für Zeugenschaft, „er gibt an, dass ein identifizierbarer Beobachter die Bilder gemacht hat, einer, der Rechenschaft ablegen kann über seine Bilder“. Werckmeister führt den „obligatorischen Zweifel an der Fotografie“ nicht auf die mimetische Unzulänglichkeit derselben zurück, sondern auf den unvermeidlich subjektiven Standpunkt des Fotografen. So auch Sontag, die schreibt, dass jedes Foto subjektiv ist, denn „Fotografieren heißt einen Ausschnitt wählen, und einen Ausschnitt wählen heißt Ausschließen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Verknüpfung von Fotografie, Politik und Krieg ein, indem sie zentrale Thesen von Benjamin, Sontag und Werckmeister vorstellt.

2. Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten: Hier wird Sontags Analyse der Kriegsfotografie, ihre geschichtliche Einordnung und die kritische Reflektion ihrer früheren Ansichten zur Wirkung von Bildern dargelegt.

3. Otto Karl Werckmeister: Der Medusa-Effekt: In diesem Kapitel werden Werckmeisters Konzepte der Bildersphären sowie die Rolle der Fotografie in einer technologisch geprägten, post-2001-Ära erläutert.

4. Gegenüberstellung der Positionen Sontags und Werckmeisters: Eine komparative Analyse, in der Aspekte der Bildwahrheit, die Rolle der Medien und Mechanismen der Zensur in beiden Werken gegenübergestellt werden.

5. Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit: „Lösungsvorschläge“ und Fazit: Das Fazit führt die Argumentationslinien zusammen und diskutiert mögliche Lösungsansätze für einen reflektierteren Umgang mit medialer Gewalt.

Schlüsselwörter

Kriegsfotografie, Susan Sontag, Otto Karl Werckmeister, visuelle Leichtgläubigkeit, Medienkritik, Zensur, Propaganda, Bildersphäre, Authentizität, Fotografie, Kriegsberichterstattung, Bildlegende, Bildgedächtnis, Schockwirkung, globale Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, wie Kriege durch Fotografien dargestellt werden und welche Rolle die Medien sowie der Betrachter in diesem Prozess spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit, die politische Manipulation durch Zensur und Propaganda sowie die philosophische Auseinandersetzung mit der Authentizität von Kriegsbildern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein Vergleich der Positionen von Susan Sontag und Otto Karl Werckmeister, um ein tieferes Verständnis für die Macht und die potenziellen Fehlinterpretationen von Bildern in der modernen Informationsgesellschaft zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die durch Fallbeispiele aus der Geschichte der Kriegsfotografie untermauert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Kriegsfotografie, unterscheidet zwischen informativen und operativen Bildersphären und diskutiert intensiv die Mechanismen der Zensur und den Einfluss der Medien auf die Wahrnehmung von Konflikten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kriegsfotografie, Medienkritik, Bildmanipulation, Zensur, Propaganda und die reflexive Rolle des Bildbetrachters charakterisieren.

Was unterscheidet Sontags und Werckmeisters Ansatz der Manipulation?

Sontag fokussiert auf die Inszenierung und Komposition durch den Fotografen, während Werckmeister den politisch-militärischen Kontext und die bewusste Steuerung der visuellen Information durch staatliche Instanzen stärker in den Vordergrund rückt.

Was genau ist der „Medusa-Effekt“ nach Werckmeister?

Der Medusa-Effekt beschreibt die Verknüpfung von Sehen und Vernichten, bei der der menschliche Blick durch eine technisierte Bildmaschine ersetzt wird, die den Krieg aus der Distanz steuert und das Wesentliche unsichtbar macht.

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Titre
Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit
Sous-titre
Eine Gegenüberstellung von Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten" und Otto Karl Werckmeisters "Der Medusa-Effekt"
Université
University of Marburg  (Institut für Kunstgeschichte)
Cours
Hauptseminar: Humanistische Fotografie. Engagierte und sozialdokumentarische Fotografie im 20. Jh.
Note
1,3
Auteur
Doreen Fräßdorf (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
38
N° de catalogue
V131884
ISBN (ebook)
9783640377312
Langue
allemand
mots-clé
Fotografie Moderne Kunst Humanismus Robert Capa Susan Sontag Caravaggio Krieg Kriegsfotografie Roger Fenton Nick Ut Eddie Adams James Nachtwey Otto Karl Werckmeister Bild Medien Zensur Propaganda Ökologie der Bilder
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Citation du texte
Doreen Fräßdorf (Auteur), 2009, Kritik an der visuellen Leichtgläubigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131884
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Extrait de  38  pages
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