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Die Unterscheidung der Liebe von Celinde und Olympia in "Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte"

Trauerspiel von Andreas Gryphius

Titre: Die Unterscheidung der Liebe von Celinde und Olympia in "Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte"

Dossier / Travail , 2008 , 9 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Katja Wolf (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
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Es handelt sich bei der folgenden Hausarbeit um einen Versuch die beiden weiblichen Hauptfiguren des Werkes in ihrer Liebe zu analysieren und zu vergleichen. Dabei wird auf die, den barocken Dramen typischen Motive und Lehren eingegangen. Am Ende steht die Auflösung, warum die Liebe der Einen belohnt wird und die Liebe der Anderen den zeitgemäßen Normen entsprechend scheitern muss.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakterisierung der Figuren Celinde und Olympia und ihrer Liebesmodelle

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die gegensätzlichen Liebesmodelle der Protagonistinnen Celinde und Olympia in Andreas Gryphius' Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte“, um aufzuzeigen, wie das barocke Verständnis von göttlicher Ordnung und irdischer Vergänglichkeit die Schicksale der Figuren maßgeblich bestimmt.

  • Gegenüberstellung keuscher, gottgefälliger Liebe (Olympia) und leidenschaftlicher, sündhafter Liebe (Celinde)
  • Analyse der normativen Bewertung weiblicher Rollenbilder im Barock
  • Untersuchung der Konsequenzen von Eigenmächtigkeit und normwidrigem Handeln
  • Darstellung der christlichen Läuterung als Weg zur Erlösung

Auszug aus dem Buch

Charakterisierung der Figuren Celinde und Olympia und ihrer Liebesmodelle

Wie schon in der Einleitung erwähnt, charakterisiert Gryphius bereits in seiner Vorrede die Liebe der beiden Figuren Olympia und Celinde. Olympias Liebe bezeichnet Gryphius dort als keusch, sittsam und inbrünstig und stellt dieser anzustrebenden Liebe die „rasende / tolle vnd verzweifflende“ Liebe der Celinde gegenüber. Olympia symbolisiert in dem Stück die keusche Jungfrau, die durch Gottvertrauen, Vernunft und Tugend ihr beständiges Glück in der dauerhaften Ehe mit Lysander findet und sich nicht von den irdischen Reizen verführen lässt. Celinde steht für die eigenmächtige Sünderin, die sich durch die zeitlich begrenzten Verlockungen der irdischen Liebe immer mehr von Gott entfremdet und fast ihr Seelenheil verspielt.

In der ersten Abhandlung wird Olympia durch die Erzählung Cardenios eingeführt. Er beschreibt sie als „Wunder-Bild Olympien“ (I, 73), die den bis dahin hochmütigen und fehlerhaften Cardenio (Selbstcharakterisierung: I, 59-73) durch ihre Sittsamkeit bekehren könnte (I, 80). Die Liebe zwischen Cardenio und Olympia ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Sie scheitert nicht nur an den familiären Hindernissen (Unwillen des Vaters, Duell mit dem Bruder Viren), sondern auch an der Geduld und dem Vertrauen Olympias gegenüber Cardenio.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk von Andreas Gryphius ein, legt die Intention der Arbeit dar und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der beiden gegensätzlichen Liebeskonzepte.

2. Charakterisierung der Figuren Celinde und Olympia und ihrer Liebesmodelle: Dieses Kapitel analysiert systematisch die unterschiedlichen Liebesauffassungen der Protagonistinnen und stellt deren Handeln in den Kontext barocker gesellschaftlicher sowie göttlicher Normen.

3. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung führt die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht, wie das Scheitern oder Gelingen der Liebe als Ausdruck der barocken Vanitas- und Memento-mori-Lehre zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Cardenio und Celinde, Barock, Trauerspiel, Liebe, Keuschheit, Leidenschaft, göttliche Ordnung, Sündhaftigkeit, Läuterung, Vanitas, Memento mori, Normverstoß, Erlösung, Eitelkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Trauerspiel „Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte“ von Andreas Gryphius im Hinblick auf die unterschiedlichen Liebesmodelle der weiblichen Hauptfiguren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kontrastierung von keuscher, tugendhafter Liebe gegenüber leidenschaftlicher, triebgesteuerter Liebe sowie der Einordnung dieser Verhaltensweisen in das barocke Wertesystem.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es zu ergründen, warum der keuschen Olympia das Eheglück beschieden ist, während die von Leidenschaft getriebene Celinde in den moralischen Abgrund stürzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse und Interpretation, wobei die Figuren anhand des Primärtextes, der Vorrede des Autors und unter Berücksichtigung barocker Normvorstellungen untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Handlungsweisen von Olympia und Celinde detailliert nach den einzelnen Abhandlungen des Stückes analysiert und miteinander in Beziehung gesetzt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Barock, göttliche Ordnung, Vanitas, Memento mori, Sündhaftigkeit, Läuterung und die spezifischen Liebeskonzepte der Figuren.

Wie bewertet die Arbeit Celindes Anwendung schwarzer Magie?

Die Arbeit interpretiert die Hinwendung zur Magie als die schwerwiegendste Normverletzung Celindes, die ihren endgültigen Abfall von Gott und die totale Unterwerfung unter irdische Triebe markiert.

Welche Rolle spielt die „höhere Ordnung“ für die Entwicklung von Celinde?

Die Erscheinung des Geistes von Marcell fungiert als notwendiges retardierendes Moment, das Celinde zur Einsicht über die Vergänglichkeit führt und ihren Läuterungsprozess einleitet.

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Résumé des informations

Titre
Die Unterscheidung der Liebe von Celinde und Olympia in "Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte"
Sous-titre
Trauerspiel von Andreas Gryphius
Université
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Cours
Literatur in der Frühen Neuzeit
Note
1,0
Auteur
Katja Wolf (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
9
N° de catalogue
V131995
ISBN (ebook)
9783640418589
ISBN (Livre)
9783640418961
Langue
allemand
mots-clé
Unterscheidung Liebe Celinde Olympia Cardenio Celinde Unglücklich Verliebte Trauerspiel Andreas Gryphius
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katja Wolf (Auteur), 2008, Die Unterscheidung der Liebe von Celinde und Olympia in "Cardenio und Celinde oder Unglücklich Verliebte", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/131995
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