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Olympische Boykotte und die Interdependenz von Olympia und Politik

Titel: Olympische Boykotte und die Interdependenz von Olympia und Politik

Hausarbeit , 2022 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Heide Brückner (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit wird sich anfänglich mit den bekanntesten politischen, sowie sportlichen Protesten bei den Olympiaden der
Neuzeit beschäftigen und sich explizit mit dem Boykott 1980 in Moskau auseinandersetzen. Nachfolgend wird dann die Interdependenz der Olympischen Bewegung mit der Politik kritisch betrachtet, um abschließend Antworten darauf zu finden, welche Rolle die Politik im Sport spielen darf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die moderne olympische Geschichte des Boykotts

2.1. Zenit der Boykotte in Moskau 1980

2.2. Das Ende der Boykott-Ära

3. Die Interdependenz von Olympia und Politik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung politisch motivierter Boykotte bei Olympischen Spielen und analysiert kritisch das Spannungsfeld und die Wechselwirkungen zwischen dem olympischen Sport und der internationalen Politik.

  • Historische Analyse bedeutender Olympiaboykotte (insb. 1980)
  • Untersuchung der instrumentellen Nutzung von Sport für politische Ziele
  • Reflektion der Autonomie des Sports gegenüber staatlichen Interessen
  • Betrachtung der olympischen Ideale im Kontext realpolitischer Konflikte

Auszug aus dem Buch

2.1. Zenit der Boykotte in Moskau 1980

Höhepunkt der Boykott-Ära waren die darauffolgenden Spiele in Moskau 1980, als viele Nationen, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, die Spiele mieden. Nachdem im Dezember 1979 sowjetische Panzer in die afghanische Landeshauptstadt Kabul einrückten, um die hiesige kommunistische Regierung gegen schiitische Rebellen zu unterstützen, eskalierte erneut der Konflikt des Kalten Krieges und die Phase der Ost-West-Entspannungspolitik kam zu einem abrupten Ende (vgl. Wange, 1988, S.48f).

Betrachtet man die Umstände näher, die zum Boykott führten, kommen Zweifel in Bezug auf die eigentlichen Intentionen der US-Regierung auf. Laut Sportwissenschaftler Sven Güldenpfennig ist es fragwürdig, inwieweit die Afghanistan-Krise das tatsächliche Motiv für den Boykott darstellt. Sie scheint vielmehr ein willkommener Anlass gewesen zu sein, um die erfolglosen Boykottaufrufe, die sich auf Vorwürfen von Menschenrechtsverletzungen in den Jahren zuvor stützten, endgültig Gehör zu verschaffen. Zwischen der UdSSR und Afghanistan existierte ein freundschaftlicher Beistandspakt und sowjetische Truppen waren in dem innenpolitisch zerrütteten Land zur Verstärkung an den Grenzen schon weit vor Dezember 1979 postiert. Um Afghanistan gegen etwaige Unruhen zu stabilisieren und seine Entwicklung zu fördern, wurde seine kommunistisch orientierte Regierung langjährig von der Sowjetunion durch militärische und wirtschaftliche Hilfsmaßnahmen unterstützt (vgl. Güldenpfennig, 1981, S.86f). Aufgrund der Unruhen 1979 durch schiitische Mullahs, die eine Entmachtung der afghanischen Regierung und die Gefahr eines “Heiligen Krieges” befürchten ließen, potenzierte die UdSSR seine militärische Unterstützung, um der Destabilisierung entgegenzuwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den diplomatischen Boykott der Winterspiele 2022 in Peking und stellt die grundlegende Forschungsfrage nach der Unabhängigkeit des Sports von politischen Interessen.

2. Die moderne olympische Geschichte des Boykotts: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über verschiedene Olympiaboykotte seit 1896, wobei die Boykott-Welle während des Kalten Krieges im Fokus steht.

2.1. Zenit der Boykotte in Moskau 1980: Hier wird der umfassendste Boykott der olympischen Geschichte analysiert, seine politische Motivation hinterfragt und die Rolle der BRD sowie der USA beleuchtet.

2.2. Das Ende der Boykott-Ära: Das Kapitel beschreibt die Reaktion des Ostblocks auf den Moskau-Boykott im Jahr 1984 und zieht ein Fazit über die Bedeutung von Boykotten nach Ende des Kalten Krieges.

3. Die Interdependenz von Olympia und Politik: Dieser Teil untersucht das strukturelle Verhältnis zwischen dem IOC, den nationalen Verbänden und der Weltpolitik sowie die Frage nach der Autonomie des Sports.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass sportliche Boykotte politisch weitgehend wirkungslos bleiben, Olympia jedoch weiterhin als vulnerable Bühne für politische Interessen fungiert.

Schlüsselwörter

Olympische Spiele, Sportboykott, Politik, Kalter Krieg, Moskau 1980, Afghanistan-Krise, Internationale Beziehungen, Autonomie des Sports, Olympische Charta, Internationale Olympische Komitee, Diplomatischer Boykott, Sportwissenschaft, Menschenrechte, Machtdemonstration, Weltpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Historie und Funktion von politisch motivierten Boykotten bei den Olympischen Spielen und hinterfragt die Unabhängigkeit des Sports gegenüber globalen Machtinteressen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die diplomatischen Boykotte des 20. Jahrhunderts, insbesondere das Beispiel Moskau 1980, sowie das strukturelle Spannungsfeld zwischen der Olympischen Bewegung und der Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwieweit die Olympiade als bewusstes Instrument politischer Auseinandersetzungen genutzt wird und ob der Sport seine beanspruchte Unabhängigkeit tatsächlich wahren kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine auf Literaturanalyse und historischen Quellen basierende sportwissenschaftliche Untersuchung, die Zusammenhänge zwischen Sportereignissen und politischen Rahmenbedingungen kritisch reflektiert.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Boykott-Ära, eine vertiefende Betrachtung des Boykotts 1980 sowie eine theoretische Reflexion über die Interdependenz von Sport und Politik.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Olympische Spiele, Boykott, politische Instrumentalisierung, Autonomie des Sports, Kalter Krieg und internationale Beziehungen.

Warum war der Boykott in Moskau 1980 aus Sicht der Autorin so bedeutsam?

Er wird als Höhepunkt der Boykott-Ära betrachtet, der einerseits massiven sportlichen und ökonomischen Schaden anrichtete, andererseits jedoch das politische Ziel der Beendigung der sowjetischen Besatzung in Afghanistan nicht erreichte.

Wie bewerten die Arbeit und der Autor die Rolle des heutigen IOCs gegenüber Ausrichterstaaten?

Die Autorin plädiert dafür, dass das IOC bei der Wahl der Austragungsorte die Einhaltung olympischer Werte wie soziale Gerechtigkeit und Frieden stärker in den Fokus rücken sollte, um seiner Verantwortung gerecht zu werden.

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Details

Titel
Olympische Boykotte und die Interdependenz von Olympia und Politik
Hochschule
Universität Erfurt  (Sportwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Heide Brückner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
18
Katalognummer
V1320310
ISBN (PDF)
9783346800640
ISBN (Buch)
9783346800657
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Olympische Boykotte Olypiade Olympia sportliche Boykotte Äbhängigkeit Sport und Politik olympische Geschichte Olympiade der Neuzeit Olympiade in Moskau Moskau 1980
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heide Brückner (Autor:in), 2022, Olympische Boykotte und die Interdependenz von Olympia und Politik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1320310
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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