Unternehmen, vor allem kleine und mittelständige Unternehmen (KMU), haben es im Werbedschungel der heutigen Zeit schwer, mit klassischer Werbung Aufmerksamkeit zu erregen. Der potentielle Kunde wird in jedem Medium, sei es der Fernseher oder das Radio, mit viel zu vielen Werbeaktionen konfrontiert. Da ist es nur logisch, dass durch diese Reizüberflutung etwa 90 % der kommunizierten Botschaften in klassischer Werbung nicht mehr wahrgenommen werden. Somit ist es für die Unternehmen heute nicht lohnenswert, Geld in Werbekampagnen zu stecken. Denn der Kunde nimmt diese kaum mehr wahr, wenn die Kampagnen nicht individuell und zielgerichtet gestaltet sind.
Vor diesem Hintergrund wenden sich Unternehmen alternativen Werbeformen zu, bei denen es mit wenig Geld möglich ist, viel Aufmerksamkeit zu wecken. Eine dieser Formen bezeichnet man als Guerilla Marketing.
Diese Facharbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Guerilla Marketing eine echte Alternative zu klassischen Kommunikationsmaßnahmen darstellt. Im zweiten Punkt werden die Probleme in der klassischen Werbung näher behandelt und Lösungsvorschläge genannt. Das nachfolgende Kapitel geht auf die Abstammung der Bezeichnung Guerilla Marketing ein und beschäftigt sich mit den Wurzeln des Begriffes.
Im Kapitel vier behandeln die Autoren die Grundlagen des Guerilla Marketings und gehen dabei vor allem auf die Einsatzgründe und die einzelnen Waffen ein. Im nächsten Abschnitt wird die alternative Kommunikationsform näher betrachtet, wobei die Einbettung in die klassische Werbekampagne und die Möglichkeiten der Werbeerfolgskontrolle im Vordergrund der Bearbeitung stehen.
Nachdem die Autoren in Kapitel sechs den Einsatz von Guerilla Marketing anhand der SWOT-Analyse betrachten, beschäftigt sich der nachfolgende Abschnitt mit dem Expertenfragebogen. Im Anschluss daran werden die ethischen und rechtlichen Grenzen des Einsatzes von Guerilla Marketing aufgezeigt. Abschließend erläutern die Autoren im Kapitel neun ein erfolgreiches Praxisbeispiel.
Ziel dieser Erarbeitung ist es herauszufinden, ob Guerilla Marketing tatsächlich eine gleichwertige Alternative zu klassischen Kommunikationsmaßnahmen darstellt oder ob es sich nur um eine Modeerscheinung handelt. Die durchgeführte Expertenbefragung verdeutlicht die Rolle und die Einsatzmotive der unkonventionellen Werbeform in Unternehmen im deutschsprachigen Raum.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Probleme der klassischen Kommunikation und Lösungsansätze
3 Guerilla – Begriff und Wurzeln
4 Grundlagen des Guerilla Marketing
4.1 Entstehung des Guerilla Marketing
4.2 Definitionsversuch
4.3 Guerilla Marketing im Marketing-Mix
4.4 Instrumente
4.4.1 Out-of-home Marketing
4.4.2 New Media Marketing
4.4.3 Low Budget Marketing
5 SWOT-Analyse
6 Das Kommunikationsinstrument Guerilla Marketing
6.1 Guerilla Marketing im Kommunikations-Mix
6.2 Vorteile und Nachteile im Vergleich zu klassischer Werbung
6.2.1 Vorteile
6.2.2 Nachteile
6.3 Möglichkeiten der Werbeerfolgskontrolle
7 Expertenbefragung
7.1 Der Fragebogen
7.2 Ergebnisauswertung
7.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
8 Grenzen
8.1 Ethische Grenzen
8.2 Rechtliche Grenzen
9 Beispiel einer gelungenen Guerilla Marketing Kampagne – „CyberProfit“
10 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Guerilla Marketing eine ernstzunehmende und gleichwertige Alternative zu klassischen Kommunikationsmaßnahmen darstellt oder lediglich eine kurzfristige Modeerscheinung ist. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, wie Unternehmen unkonventionelle Werbeformen effizient in ihren Kommunikations-Mix integrieren können, um trotz hoher Reizüberflutung bei den Konsumenten Aufmerksamkeit zu generieren.
- Grundlagen, Geschichte und Definition von Guerilla Marketing
- Analyse der verschiedenen Guerilla-Marketing-Instrumente
- Bewertung der Stärken und Schwächen mittels SWOT-Analyse
- Untersuchung der Erfolgskontrolle bei unkonventionellen Kampagnen
- Auswertung einer empirischen Expertenbefragung im deutschsprachigen Raum
Auszug aus dem Buch
4.4.3 Low Budget Marketing
Als Low Budget Marketing bezeichnet man den Einsatz von Guerilla Marketing bei KMU. Der Unterschied zum Guerilla Marketing für kapitalstarke Großunternehmen ist der minimale Budgeteinsatz, der beim Low Budget Marketing weit mehr im Vordergrund steht. Während es bei den Kampagnen von Großunternehmen vorrangig um das Erregen von Aufmerksamkeit geht, liegt das Hauptaugenmerk bei kleinen und mittelständigen Unternehmen auf dem optimalen Einsatz der finanziellen Mittel. Die kleinen Etats müssen bestmöglich eingesetzt werden, um neben den großen Unternehmen bestehen zu können.
Low Budget Marketing basiert somit auf kreativen Ideen und originellen Aktionen, die etwas Besonderes für die Zielgruppe darstellen, spezielle Emotionen auslösen oder zu bestimmten Handlungen, wie z. B. Kauf, animieren sollen (vgl. Schulte, 2007, S. 108).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Problematik der Reizüberflutung bei klassischer Werbung und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Probleme der klassischen Kommunikation und Lösungsansätze: Erörterung der abnehmenden Wirksamkeit konventioneller Werbeinstrumente und Einführung unkonventioneller Ansätze.
3 Guerilla – Begriff und Wurzeln: Herleitung des militärischen Ursprungs des Begriffs Guerilla und Übertragung auf moderne Marketing-Taktiken.
4 Grundlagen des Guerilla Marketing: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, Definitionen und der verschiedenen Instrumentenkategorien.
5 SWOT-Analyse: Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken beim Einsatz von Guerilla Marketing.
6 Das Kommunikationsinstrument Guerilla Marketing: Analyse der Rolle von Guerilla Marketing innerhalb des Kommunikations-Mix sowie Diskussion von Vor- und Nachteilen und Erfolgskontrolle.
7 Expertenbefragung: Methodik, Durchführung und Zusammenfassung einer Primärerhebung unter Marketing-Experten.
8 Grenzen: Aufzeigen der ethischen und rechtlichen Restriktionen bei der Umsetzung unkonventioneller Werbeaktionen.
9 Beispiel einer gelungenen Guerilla Marketing Kampagne – „CyberProfit“: Praxisorientierte Analyse einer erfolgreich durchgeführten Kampagne.
10 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung von Guerilla Marketing als sinnvolle Ergänzung im Marketing-Mix.
Schlüsselwörter
Guerilla Marketing, Marketing-Mix, Klassische Werbung, Kommunikation, Below-the-line, Ambient Marketing, Viral Marketing, Ambush Marketing, Low Budget, Expertenbefragung, SWOT-Analyse, Werbeerfolgskontrolle, KMU, Markenimage, Aufmerksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Einsatzmöglichkeiten von Guerilla Marketing als alternative oder ergänzende Form zur klassischen Werbepraxis.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören der Marketing-Mix, die Instrumente des Guerilla Marketings, Erfolgskontrolle sowie die Abgrenzung zur klassischen Werbung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu ergründen, ob Guerilla Marketing eine echte, gleichwertige Alternative zu klassischen Maßnahmen darstellt oder lediglich ein ergänzendes Instrument ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer umfangreichen Literaturrecherche führten die Autoren eine internetbasierte Expertenbefragung (Primärerhebung) bei Marketing- und Werbeagenturen durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, strategische Ansätze wie die SWOT-Analyse, Instrumentenkategorien und die Durchführung sowie Auswertung der Expertenstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Guerilla Marketing, Werbeeffizienz, Kommunikationspolitik, KMU, Ambush Marketing, Viral Marketing und Zielgruppenansprache.
Was ist das Fazit zur Wirksamkeit der Erfolgskontrolle?
Die Arbeit stellt fest, dass eine isolierte Messung von Guerilla-Aktionen schwierig ist und meist auf eine Reaktionsermittlung, etwa über Web-Zugriffszahlen, angewiesen bleibt.
Welches Praxisbeispiel wird für die Wirksamkeit angeführt?
Die Kampagne der Agentur „webguerillas“ für die Firma „CyberProfit“ wird detailliert als erfolgreiches, messbares Beispiel für die Erreichung von Werbezielen beschrieben.
- Quote paper
- Cynthia Schühler (Author), Nicole Bucher (Author), 2009, Guerilla Marketing. Alternative zu klassischen Kommunikationsinstrumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132079