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Was ist Kommunitarismus? - Ideengeschichte, Entwicklung, politische Praxis

Title: Was ist Kommunitarismus? - Ideengeschichte, Entwicklung, politische Praxis

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: MA Sven Sochorik (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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„Das kommunitarische Projekt ist der Versuch einer Wiederbelebung von Gemeinschaftsdenken unter den Bedingungen postmoderner Informations- und Dienstleistungsgesellschaften“. Diese kurze Definition beschreibt den Umfang des kommunitarischen Projekts. Erkennbar ist daher der philosophische und praktisch-politischen Bezug. Dabei ist der Kommunitarismus keine „Schule“ in dem Sinne, sondern eher eine Übereinstimmung von verschiedenen Liberalismuskritikern die gegen den von übersteigerten Individualismus geprägten Neoliberalismus der achtziger Jahre argumentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Ideengeschichte

2.2. Drei Phasen kommunitarischen Denkens

2.2.1. Liberalismuskritik

2.2.2. Politischer Aktivismus

2.2.3. Reakademisierung und kommunitarischer Liberalismus

3. Praktische Beispiele der Umsetzung kommunitarischen Denkens

4. Schlussbetrachtungen

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das kommunitarische Projekt als ideengeschichtliche Gegenbewegung zum Liberalismus. Ziel ist es, die Entwicklung von der philosophischen Theorie bis hin zur politischen Praxis zu analysieren und zu hinterfragen, wie ein gestärktes Gemeinschaftsdenken auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann.

  • Ideengeschichtliche Wurzeln und Entwicklung des Kommunitarismus
  • Die Communitarian-Liberal-Debatte und Liberalismuskritik
  • Verbindung von Rechten und Verantwortlichkeiten
  • Politische Implementierung und Praxisbeispiele
  • Die Rolle der Zivilgesellschaft im Kontext staatlicher Aufgaben

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Politischer Aktivismus

Zu Beginn der Neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde, angeführt von Amitai Etzioni und William Galston, das Ziel verfolgt, die kommunitarischen Ideen aus der akademischen Diskussion heraus, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Realisiert wurde dies in der Gruppe des Communitarian Network durch die Herausgabe der Zeitschrift The Responsive Community und der Einrichtung der Internetplattform des Communitarian Network. Zu den Mitbegründern zählten sowohl liberale Demokraten und konservative Republikaner, was die parteiübergreifende Wirkung und Bedeutung der Ideen veranschaulicht. Die Idee des exzessiven Kommunalismus ist für Etzioni allerdings nicht vereinbar mit der menschlichen Natur. Alle Experimente z.B. die Quäker in den USA und Kibbuzim in Israel sind gescheitert, weil Individualität, Autonomie und Innovation in diesen Gemeinschaften nicht respektiert wurden.

„Betont wurden die Responsivität gegenüber den Individuen und die Verbindung von Rechten und Verantwortlichkeiten, während das traditionelle kommunitarische Denken meist nur den Verpflichtungscharakter gegenüber den Gemeinschaften hervorgehoben und die individuellen Rechtsansprüche darüber vernachlässigt hat.“ Daher auch die Bezeichnung als New Communitarians, weil diese von der Erkenntnis geleitet waren, dass Gemeinschaften auch repressiv und autoritär sein können, wenn die oben angesprochene Verbindung von Rechten und Verantwortlichkeiten ignoriert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Kommunitarismus als Versuch der Wiederbelebung von Gemeinschaftsdenken und stellt den Bezug zur Liberalismuskritik der 1980er Jahre her.

2. Hauptteil: Erörtert die historische Genese, die theoretischen Phasen der Auseinandersetzung mit dem Liberalismus und die Ausbreitung kommunitarischer Ansätze in die politische Praxis.

3. Praktische Beispiele der Umsetzung kommunitarischen Denkens: Veranschaulicht anhand konkreter Ansätze wie bürgernaher Polizei oder Eigenverantwortung in Schulen, wie kommunitarische Konzepte in den Alltag integriert werden können.

4. Schlussbetrachtungen: Bilanzierend wird der Kommunitarismus als ergänzende Alternative zum Liberalismus eingeordnet, die besonders durch die Betonung von Bürgersinn und sozialer Integration zur demokratischen Vitalität beitragen kann.

5. Bibliographie: Listet sämtliche herangezogenen Fachquellen und weiterführende Literatur zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Kommunitarismus, Liberalismus, Ideengeschichte, Gemeinschaftsdenken, Amitai Etzioni, John Rawls, Zivilgesellschaft, Responsivität, Bürgergesellschaft, Individualismus, Soziale Integration, Politische Praxis, Werte, Eigenverantwortung, Demokratietheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Kommunitarismus als philosophisches und politisches Projekt, das als Reaktion auf die Grenzen einer stark individualistisch geprägten neoliberalen Gesellschaft entstanden ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die ideengeschichtliche Herkunft, die Kritik am liberalen Atomismus, die Entwicklung hin zu einer praktischen Anwendung in der Politik und die Bedeutung sozialer Bindungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretische Entwicklung des Kommunitarismus aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit dessen Forderungen nach verstärkter Gemeinschaftsverantwortung in der modernen Gesellschaft realisierbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeschichtliche Analyse, die den Diskurs zwischen verschiedenen Philosophen nachzeichnet und durch die Auswertung politischer Praxisbeispiele ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der ideengeschichtlichen Wurzeln, die Diskussion der drei Phasen des kommunitarischen Denkens (inklusive der Liberalismuskritik) sowie deren Reakademisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Zentrale Begriffe sind Kommunitarismus, Liberalismus, Zivilgesellschaft, Soziale Integration, Responsivität und Eigenverantwortung.

Warum unterscheidet Etzioni zwischen Zivilgesellschaft und „good society“?

Die Unterscheidung dient dazu, Gemeinschaften, die lediglich Unabhängigkeit propagieren, von solchen abzugrenzen, die explizit gemeinsame Werte und ein höheres Gemeinwohl verfolgen.

Welche Bedeutung haben „New Communitarians“?

Sie betonen die „Responsivität“ – also die Notwendigkeit, Rechte und Verantwortlichkeiten zu verbinden, um zu verhindern, dass Gemeinschaften in autoritäre Strukturen abgleiten.

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Details

Title
Was ist Kommunitarismus? - Ideengeschichte, Entwicklung, politische Praxis
College
Dresden Technical University
Course
Politisches Denken in den USA
Grade
2,3
Author
MA Sven Sochorik (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V132107
ISBN (eBook)
9783640428830
ISBN (Book)
9783640428656
Language
German
Tags
Kommunitarismus Definition Ideengeschichte Entwicklung Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MA Sven Sochorik (Author), 2005, Was ist Kommunitarismus? - Ideengeschichte, Entwicklung, politische Praxis , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132107
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