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Die Auswirkungen von akutem Stress auf die inhibitorische Kontrolle in einem Go-Nogo Paradigma

Titel: Die Auswirkungen von akutem Stress auf die inhibitorische Kontrolle in einem Go-Nogo Paradigma

Masterarbeit , 2022 , 62 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Rathmann (Autor:in)

Psychologie - Biologische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Masterarbeit wurden die Auswirkungen von akutem Stress auf Leistung der Reaktionshemmung in einer Go-No-go Aufgabe (GNG) untersucht. Hierzu wurden im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Querschnittsstudie 153 gesunde männliche Probanden im Alter von 18 bis 40 Jahren entweder einem akuten psychosozialen Stressor oder einer Kontrollbedingung ausgesetzt. Die Teilnehmer der Stressgruppe zeigten infolge der Stressexposition eine erhöhte Konzentration der Speichel-Alpha-Amylase und einen erhöhten Anstieg von Cortisol im Speichel, was auf erhöhte stressassoziierte Aktivitäten des sympathischen Nervensystems und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) hindeutet.

Im Anschluss an die experimentelle Manipulation erfolgte die Messung der Reaktionshemmungsleistung mit einer GNG-Aufgabe. In den Ergebnissen zeigte sich, dass weder die erhöhte sympathische Aktivität noch die erhöhte Aktivität der HHNA durch die akute Stressexposition einen Einfluss auf die Reaktionshemmungsleistung hatte. Dieser Befund steht im Einklang mit früheren Studien, die ebenfalls keinen Effekt von akutem Stress auf die Reaktionshemmung fanden und im Widerspruch zu Studien, die entweder eine Verbesserung oder eine Beeinträchtigung durch akuten Stress auf die Reaktionshemmung nachweisen konnten. Es sind weitere Studien nötig, um mögliche Faktoren zu identifizieren, die einen Einfluss auf den Zusammenhang von akutem Stress und der Reaktionshemmung haben können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Stress und die physiologische Stressreaktion

2.1.1 Das sympathiko-adrenomedulläre System

2.1.2 Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse

2.1.3 Experimentelle Methoden zur Stressinduktion

2.2 Reaktionshemmung

2.3 Die Auswirkungen von akutem Stress auf die exekutiven Funktionen

2.4 Die Auswirkungen von akutem Stress auf die Reaktionshemmung

3 Fragestellung, Hypothesen und Ziel der Arbeit

4 Methodik

4.1 Studiendesign

4.2 Stichprobe

4.3 Studienablauf

4.4 Verwendete Messinstrumente

4.4.1 Stressmanipulation

4.4.2 Biologische Messungen

4.4.3 Go-No-go Aufgabe

4.5 Statistische Analyse

5 Ergebnisse

5. 1 Stichprobenbeschreibung

5.2 Stressmanipulation

5.3 Ergebnisse der Hypothesentestungen

5.3.1 Hypothese 1

5.3.2 Hypothese 2

5.3.3 Hypothese 3

6 Diskussion

6.1 Diskussion und Beurteilung der Ergebnisse

6.2 Limitationen

6.3 Implikationen für zukünftige Forschung

6.4 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Auswirkungen von akutem Stress auf die Leistung der Reaktionshemmung, wobei der Fokus auf dem Vergleich von zwei physiologischen Stresssystemen liegt: dem sympathischen Nervensystem und der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA). Ziel ist es zu klären, ob eine durch psychosozialen Stress induzierte Aktivierung beider Systeme die Reaktionshemmungsleistung in einer Go-No-go-Aufgabe beeinflusst und ob diese Effekte durch multiple Regressionsmodelle statistisch isoliert werden können.

  • Analyse des Einflusses der Cortisolreaktivität auf die Reaktionshemmung
  • Untersuchung der Rolle der Speichel-Alpha-Amylase als Marker der sympathischen Stressreaktion
  • Bewertung der Interaktion beider Stresssysteme hinsichtlich der kognitiven Leistung
  • Methodische Erfassung von Reaktionshemmung mittels Go-No-go-Aufgabe unter anhaltendem Stress

Auszug aus dem Buch

Die Auswirkungen von akutem Stress auf die Reaktionshemmung

Bisher gibt es nur wenige Studien, die direkte Aussagen zu den Auswirkungen von akutem Stress auf die Leistung der Reaktionshemmung treffen. Außerdem wurden in der wissenschaftlichen Literatur inkonsistente Befunde über die Auswirkungen von akutem Stress auf die Reaktionshemmung berichtet (Shields et al., 2016). Während einige Studien nachweisen konnten, dass eine Stressinduktion zu Beeinträchtigungen in der Reaktionshemmungsleistung führen kann (Scholz et al., 2009; Sänger et al., 2014; Roos et al., 2017), zeigen andere Studien gegenteilige Effekte (Schwabe et al., 2013; Schlosser et al., 2013; Dierolf et al., 2018; Chang et al., 2020) oder keine Effekte von akutem Stress auf die Reaktionshemmung (McGrath et al., 2016; Jiang & Rau, 2017; Dierolf et al., 2017; Kan et al., 2021).

Eine mögliche Begründung für diese widersprüchlichen Ergebnisse könnte in den methodischen Unterschieden der Studien liegen. Ein besonders relevanter Faktor, der zu der Entstehung der inkohärenten Befunde beigetragen haben kann, könnten die unterschiedlichen Aufgaben sein, die als Messung der Reaktionshemmung fungierten. Einige Studien verwendeten die GNG-Aufgabe (Scholz et al., 2009; Schlosser et al., 2013; Jiang & Rau, 2017; Dierolf et al., 2017; Dierolf et al., 2018; Kan et al., 2021) und andere verwendeten die Stopp-Signal Aufgabe (Schwabe et al., 2013; McGrath et al., 2016; Roos et al., 2017; Chang et al., 2020). Wie bereits zuvor erwähnt, ist es ungünstig, die Ergebnisse aus den beiden unterschiedlichen Paradigmen zu vereinheitlichen, sodass Vergleiche zwischen den beiden Aufgaben mit Vorsicht zu betrachten sind. Aus diesem Grund wird im weiteren Verlauf dieses Abschnitts ausschließlich über Studien berichtet, die Auswirkungen von akutem Stress auf die Reaktionshemmung mit Hilfe einer GNG-Aufgabe untersucht haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Auswirkungen von akutem Stress auf die exekutiven Funktionen ein und definiert die Relevanz der Reaktionshemmung.

2 Theoretischer Hintergrund: Es werden die physiologischen Grundlagen der Stressreaktion sowie der aktuelle Forschungsstand zur Interaktion von Stress und Reaktionshemmung dargestellt.

3 Fragestellung, Hypothesen und Ziel der Arbeit: Dieser Abschnitt formuliert die Forschungsfragen und leitet die drei Haupthypothesen der Studie ab.

4 Methodik: Hier werden das studiendesign, die Stichprobenrekrutierung, der Ablauf, die verwendeten Messinstrumente (TSST und GNG) sowie die statistischen Verfahren beschrieben.

5 Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die statistischen Ergebnisse der Stichprobenbeschreibung, der Überprüfung der Stressmanipulation und der Testung der Hypothesen.

6 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der aktuellen Forschung interpretiert, Limitationen des Studiendesigns kritisch beleuchtet und Implikationen für die Zukunft aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Akuter Stress, Cortisol, Alpha-Amylase, TSST, Reaktionshemmung, inhibitorische Kontrolle, exekutive Funktionen, Go-No-go Aufgabe, sympathisches Nervensystem, HHNA, Stressexposition, kognitive Leistungsfähigkeit, Stressreaktion, Verhaltenssteuerung, Biologische Stressmarker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob akuter Stress, der durch ein standardisiertes Laborprotokoll (TSST) induziert wird, einen nachweisbaren Einfluss auf die neuronale Reaktionshemmung bei gesunden männlichen Probanden hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die physiologische Stressantwort (gemessen durch Cortisol und Alpha-Amylase) sowie die kognitive Fähigkeit der Reaktionshemmung, dargestellt durch eine Go-No-go-Aufgabe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Replikation früherer Befunde zum Einfluss von Cortisol sowie die Erweiterung des Erkenntnisstandes um die Rolle des sympathischen Nervensystems bei der Reaktionshemmung unter Stress.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es wird ein randomisiertes, kontrolliertes Studiendesign im Laborsetting verwendet. Die statistische Auswertung erfolgt mittels multipler linearer Regressionen und BCa-Bootstrapping zur robusten Absicherung der Ergebnisse.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Fokus liegt auf der theoretischen Herleitung der Stresssysteme, der Beschreibung des "Modells der Umverteilung neuronaler Ressourcen" und der detaillierten Analyse der Ergebnisse aus dem Go-No-go-Paradigma.

Welches sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Akuter Stress, Cortisol, Alpha-Amylase, TSST, Reaktionshemmung, inhibitorische Kontrolle und Go-No-go Aufgabe.

Warum wurde eine Go-No-go-Aufgabe gewählt?

Das GNG-Paradigma eignet sich besonders zur Messung einer präpotenten Reaktionstendenz, da hierbei automatisch Go-Reize den Impuls zu antworten auslösen, während die No-Go-Reize eine bewusste Hemmung erfordern.

Wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen Stress und Reaktionshemmung gefunden?

Nein, entgegen der Hypothesen zeigten weder die erhöhte Cortisolkonzentration noch die SAA-Konzentration einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Reaktionshemmungsleistung der Probanden.

Wie interpretieren die Autoren das Fehlen eines Effektes?

Die Autoren diskutieren dies im Lichte möglicher Deckeneffekte bei der gewählten Aufgabenkonzeption sowie durch die Annahme eines Kompensationsmechanismus, der die kognitive Leistung trotz Stress stabil hält.

Ende der Leseprobe aus 62 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Auswirkungen von akutem Stress auf die inhibitorische Kontrolle in einem Go-Nogo Paradigma
Hochschule
Medical School Hamburg
Note
1,3
Autor
Daniel Rathmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
62
Katalognummer
V1321554
ISBN (PDF)
9783346805263
ISBN (Buch)
9783346805270
Sprache
Deutsch
Schlagworte
akuter Stress inhibitorische Kontrolle Go-nogo Go/Nogo Reaktionshemmung Inhibition HHNA sympathisches Nervensystem Stress kognitive Kontrolle Aufmerksamkeit Alpha-Amylase Cortisol Kortisol
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Rathmann (Autor:in), 2022, Die Auswirkungen von akutem Stress auf die inhibitorische Kontrolle in einem Go-Nogo Paradigma, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321554
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Leseprobe aus  62  Seiten
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