Das Radio ist ein rein akustisches Massenmedium. Aus dieser trivial anmutenden Tatsache ergeben sich jedoch besondere Kommunikationsbedingungen, damit die Botschaft beim Rezipienten in gewünschter Form ankommt. Ziel dieser Arbeit ist daher, die sprachlichen Besonderheiten der spanischen Radiokommunikation herauszuarbeiten. Es geht folglich um die Frage, wie das Spanische im Radio “beschaffen“ sein muss, damit der Kommunikationsprozess zwischen Akteur und Rezipienten über das Medium Radio funktionieren kann. Über die Beschreibung einer solchen idealen Radiokommunikation möchte ich die generellen Charakteristiken der Sprache des Radios herausarbeiten.
Den Anfang macht hierbei die Darstellung der Besonderheiten des Radios als mündliches Medium, vor allem in Abgrenzung zur schriftlich fixierten Sprache des Printjournalismus. Die Art und Weise etwa, wie etwas im Radio gesagt wird, also die Aussprache, die Sprechweise, das Sprechtempo etc. spielen für die Verständlichkeit der Botschaft eine wichtige Rolle, woraus sich z.B. phonetische sowie lexikalische Besonderheiten bzw. besondere Anforderungen an die Morphosyntax ergeben. Im Anschluss an die Analyse dieser sprachlichen Besonderheiten möchte ich noch einen kurzen Überblick über die verschiedenen Darstellungs- und Sendeformen des Radios, sprich dessen Textsorten geben. Denn es ist klar, dass beispielsweise Nachrichten sprachlich anders gestaltet sein müssen als eine Reportage oder eine Musiksendung. Der Unterschied zwischen Theorie, d.h. wie die verschiedenen Sendeformen sprachlich gestaltet sein sollten, und der Realität im Radioalltag soll beispielhaft anhand der Analyse eines Radiointerviews verdeutlicht werden. Ein kurzer Ausblick bezüglich der Verantwortung des Radios für die Sprachnivellierung seiner Hörer schließt die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte Analyse ab.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DIE KOMMUNIKATIONSSITUATION IM RADIO
- DIE SPANISCHE RADIOSPRACHE
- DAS RADIO ALS MEDIUM
- PHONETISCHE BESONDERHEITEN
- MORPHOSYNTAKTISCHE BESONDERHEITEN
- LEXIKALISCHE BESONDERHEITEN DER SPANISCHEN RADIOSPRACHE
- SENDEFORMEN DES RADIOS
- NACHRICHTEN
- BERICHT
- LIVE-REPORTAGE
- RADIOINTERVIEW - THEORIE UND REALITÄT EINER SENDEFORM
- Das Radiointerview in der Theorie
- Das Radiointerview in der Realität
- ZUSAMMENFASSUNG
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit den sprachlichen Besonderheiten der spanischen Radiokommunikation. Ziel ist es, die spezifischen Merkmale der Sprache des Radios zu analysieren und zu beschreiben, um zu verstehen, wie das Spanische im Radio "beschaffen" sein muss, damit der Kommunikationsprozess zwischen Akteur und Rezipienten über das Medium Radio funktioniert. Dabei wird die Sprache des Radios im Vergleich zur schriftlichen Sprache des Printjournalismus betrachtet, wobei die phonetischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten der Radiosprache im Vordergrund stehen.
- Die Kommunikationssituation im Radio
- Die Besonderheiten des Radios als mündliches Medium
- Phonetische, morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten der spanischen Radiosprache
- Verschiedene Sendeformen des Radios
- Die Rolle des Radios in der Sprachnivellierung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit vor und erläutert die Besonderheiten der Radiokommunikation als rein akustisches Massenmedium. Es wird die Frage aufgeworfen, wie das Spanische im Radio "beschaffen" sein muss, damit der Kommunikationsprozess zwischen Akteur und Rezipienten funktioniert.
Das zweite Kapitel analysiert die Kommunikationssituation im Radio, wobei die drei Beteiligten - Akteur, Kommunikator und Rezipient - näher betrachtet werden. Es wird deutlich, dass es sich dabei nicht um fest abgrenzbare Größen handelt, sondern um komplexe Beziehungen, die die Kommunikationssituation im Radio prägen.
Das dritte Kapitel befasst sich mit der spanischen Radiosprache und untersucht die wichtigsten medialen und konzeptionellen Merkmale mündlicher Sprache. Es wird analysiert, inwieweit diese Merkmale für das Radio zutreffen und wie die Intonation als ein wichtiges Mittel der mündlichen Sprache in der Radiokommunikation eingesetzt wird.
Das vierte Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Sendeformen des Radios, wie Nachrichten, Berichte, Live-Reportagen und Radiointerviews. Es wird beispielhaft anhand der Analyse eines Radiointerviews der Unterschied zwischen Theorie und Realität im Radioalltag verdeutlicht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die spanische Radiokommunikation, die Besonderheiten der Sprache des Radios, die phonetischen, morphosyntaktischen und lexikalischen Merkmale der Radiosprache, die verschiedenen Sendeformen des Radios, die Kommunikationssituation im Radio und die Rolle des Radios in der Sprachnivellierung.
Häufig gestellte Fragen
Was macht das Radio als Kommunikationsmedium einzigartig?
Das Radio ist ein rein akustisches Medium, was besondere Anforderungen an die Verständlichkeit, Aussprache und das Sprechtempo stellt.
Welche sprachlichen Besonderheiten gibt es im spanischen Radio?
Die Arbeit analysiert phonetische (Aussprache), morphosyntaktische (Satzbau) und lexikalische (Wortwahl) Merkmale, die für die Radiokommunikation spezifisch sind.
Wie unterscheiden sich Nachrichten von einer Reportage im Radio?
Nachrichten sind meist sachlich und prägnant gestaltet, während Reportagen und Interviews lebendiger wirken und eine andere sprachliche Dynamik erfordern.
Welche Rolle spielt die Intonation?
Die Intonation ist im Radio entscheidend, um Emotionen zu vermitteln, die Aufmerksamkeit des Rezipienten zu steuern und die Botschaft ohne visuelle Reize verständlich zu machen.
Was bedeutet "Sprachnivellierung" durch das Radio?
Es beschreibt die Verantwortung des Radios für die Vereinheitlichung oder Beeinflussung des Sprachgebrauchs seiner Hörer durch die Vorbildfunktion der Sprecher.
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- Nina Armbruster (Author), 2008, Die Besonderheiten der spanischen Hörfunkkommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132160