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Urbanität im Alpenraum. Charakterisierung und Strukturwandel ausgewählter Alpenstädte sowie Beispiele von Alpenstädten als Wachstumszentren

Title: Urbanität im Alpenraum. Charakterisierung und Strukturwandel ausgewählter Alpenstädte sowie Beispiele von Alpenstädten als Wachstumszentren

Term Paper , 2019 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melissa Jarc (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Welche Kriterien lassen sich für die Charakterisierung von Stadt oder Urbanität im Alpenraum ansetzen? Ab wann kann man historisch betrachtet von einem wirklichen Städtewachstum sprechen? Wo liegen die Wachstums- und Schrumpfungszentren im Alpenraum und durch welche entscheidenden einflussnehmenden Faktoren sind diese determiniert? Welche Risiken oder auch welche Chancen birgt der sogenannte Strukturwandel für die Zukunft der Alpen? Diese zentralen Fragestellungen liegen der Struktur dieser Arbeit zu Grunde.

Zunächst wird Kapitel II sich kurz dem definitorischen Bereich von Urbanität, Stadt und dem Alpenraum beschäftigen. Kapitel III "Der Strukturwandel und die Formen der Verstädterung in den Alpen: Historischer Rückblick ab dem 19. Jahrhundert bis heute" beleuchtet dann die Entwicklung der Siedlungsgebiete in den Alpen näher und nimmt eine parallele Charakterisierung der unterschiedlichen Alpenstädte nach dem Konzept der „Fünf Formen der Verstädterung“ nach BÄTZING vor. Im Anschluss erweitert der Erklärungsansatz für Siedlungsentwicklung, die endogenen und exogenen Steuerungsfaktoren nach BORSDORF, die theoretische Basis für die darauffolgenden Fallbeispiele.

Kapitel III widmet sich dann den Fallbeispielen der Gemeinden Visp und Kötschach-Mauthen im Gailtal, welche hierbei in Ansätzen auf die zuvor dargelegten theoretischen Merkmale von Urbanität, Verstädterungsformen und Steuerungsfaktoren geprüft werden. Kapitel IV wird sich abschließend mit einer Bewertung der Urbanität und des Charakters alpiner Städte befassen und um ein eigenes abschließendes Werturteil ergänzt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DEFINITORISCHE GRUNDLAGE DER BEGRIFFE „URBANITÄT, STADT UND ALPENRAUM“

III. DER STRUKTURWANDEL UND DIE FORMEN DER VERSTÄDTERUNG IN DEN ALPEN

III.1 HISTORISCHER RÜCKBLICK AB DEM 19. JAHRHUNDERT BIS HEUTE

III.2 DIE DEM STRUKTURWANDEL ZU GRUNDE LIEGENDEN STEUERUNGSFAKTOREN NACH BORSDORF

III.2.A ENDOGENE FAKTOREN

III.2.B EXOGENE FAKTOREN

IV. FALLBEISPIELE: VISP UND KÖTSCHACH-MAUTHEN

IV.1 VISP – „EINST MARKTFLECKEN, HEUTE OBERWALLISER INDUSTRIE- UND BALD VERKEHRSZENTRUM“

IV.2 KÖTSCHACH-MAUTHEN IM GAILTAL

V. RESÜMEE ZUR URBANITÄT UND DEM CHARAKTER VON ALPENSTÄDTEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Strukturwandel und die Verstädterungsprozesse im Alpenraum, um anhand konkreter Fallbeispiele zu klären, wie sich urbane Charakteristika unter dem Einfluss endogener und exogener Faktoren entwickeln und welche Risiken sowie Chancen dieser Wandel für die Zukunft alpiner Städte birgt.

  • Grundlagen der Urbanität und Stadtbegriffe im alpinen Kontext
  • Historische Entwicklung und Formen der Verstädterung seit dem 19. Jahrhundert
  • Analyse steuernder Faktoren des Strukturwandels nach Borsdorf
  • Fallstudien zu Visp (Wachstumszentrum) und Kötschach-Mauthen (Schrumpfungsprozesse)

Auszug aus dem Buch

III.2.a Endogene Faktoren

Borsdorf sieht die endogenen Steuerungsfaktoren in der De-Agrarisierung und dem Alterungsprozess der Bevölkerungsstruktur welche zu Schrumpfungs- beziehungsweise Wachstumsregionen in bestimmten Teilen der Alpen führen (BORSDORF 2006).

Die De-Agrarisierung im Alpenraum ergibt sich demnach aus einer sich auf spezifische Betriebe konzentrierenden Agrarpolitik, da eine lohnenswerte Bewirtschaftung der Agrarflächen zunehmend nur mit wachsenden Flächenansprüchen gedeckt werden kann. Aus dieser gesunkenen Rentabilität und dem Verlangen nach individuelleren Lebensstilen ergibt sich unter anderem ein „Nachwuchsproblem der Landwirtschaft“ (BORSDORF 2006: 85). Viel ländlicher Raum, also Bauernhöfe und Almen, werden funktionslos, unterliegen dem Abriss oder dem Umbau. Der Ausbau einer sogenannten Freizeitinfrastruktur rückt für die städtebauliche Raumordnung in den Fokus. Ein, in diesem Fall sogar sichtbarer, Wandel im Funktionsraum und der Siedlungsstruktur der Alpenstädte findet statt. Das „Ende des Dorfes als Produktions- und Lebensraum [lässt eine] neue Kulturlandschaft im ehemals ländlichen Raum“ (BORSDORF 2006: 85) entstehen.

Ebenfalls sichtbare Auswirkungen auf die Urbanität des Alpenraumes hat der demographische Alterungsprozess. Auch der Alpenraum sieht sich mit einer abnehmenden Geburtenrate konfrontiert. Ein den derzeitigen Bevölkerungsstand haltender Wert wird mit 1,9 Kindern pro Frau nur im französischen Alpenraum erreicht.

Die Überalterung der alpinen Bevölkerung hat eine Bevorzugung von Mietwohnungen in Tallage, da hierbei höhere Mobilität und eine flächendeckende Versorgungs-, Freizeit- und Gesundheitsinfrastruktur gegeben ist, zur Folge und die sogenannte „Höhenflucht“ (BORSDORF 2006: 86) wird beschleunigt. Dies schlägt sich beispielsweise mit dem Ausbau von Kliniken, Sanatorien, ambulanten Diensten, Golfplätzen oder Hallenbädern im städtebaulichen Bild nieder.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Forschungsdiskussion um Urbanität im Alpenraum ein und verdeutlicht die komplexe Begriffsvielfalt vor dem Hintergrund historischer und dynamischer Raumordnungsprozesse.

II. DEFINITORISCHE GRUNDLAGE DER BEGRIFFE „URBANITÄT, STADT UND ALPENRAUM“: Dieses Kapitel erläutert die Herausforderungen bei der Definition von Stadt und Urbanität im alpinen Raum und stellt einen soziologisch geprägten Ansatz zur Charakterisierung städtischer Identität vor.

III. DER STRUKTURWANDEL UND DIE FORMEN DER VERSTÄDTERUNG IN DEN ALPEN: Hier werden die historischen Ausprägungen der Verstädterung sowie die endogenen und exogenen Einflussfaktoren von Strukturwandel dargelegt.

IV. FALLBEISPIELE: VISP UND KÖTSCHACH-MAUTHEN: In diesem Teil werden anhand der Gemeinden Visp und Kötschach-Mauthen die theoretischen Konzepte von Verstädterung und Steuerungsfaktoren in konkreten, gegensätzlichen Fallstudien überprüft.

V. RESÜMEE ZUR URBANITÄT UND DEM CHARAKTER VON ALPENSTÄDTEN: Das Fazit fasst zusammen, dass eine einheitliche Kategorisierung kaum möglich ist, betont jedoch die Bedeutung der infrastrukturellen Anbindung als zentralen Antriebsfaktor der modernen alpinen Stadtentwicklung.

Schlüsselwörter

Alpenraum, Urbanität, Strukturwandel, Verstädterung, De-Agrarisierung, Suburbanisierung, Raumordnung, Visp, Kötschach-Mauthen, demographischer Wandel, Globalisierung, Regionalentwicklung, Infrastruktur, Alpenstädte, Schrumpfungsprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Strukturwandel von Städten im Alpenraum und untersucht, wie Verstädterungsprozesse unter spezifischen geographischen und soziologischen Bedingungen verlaufen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die zentralen Themen umfassen die Definition urbaner Räume in den Alpen, historische Entwicklungslinien der Verstädterung sowie die Analyse von Wachstums- und Schrumpfungsprozessen in alpinen Gemeinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Kriterien für Urbanität im Alpenraum zu bestimmen und zu prüfen, welche endogenen und exogenen Faktoren diese Entwicklung steuern und welche Chancen oder Risiken daraus resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die methodische Vorgehensweise stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur (z.B. von Bätzing und Borsdorf), die durch komparative Fallstudien an den Beispielen Visp und Kötschach-Mauthen empirisch illustriert und überprüft wird.

Was wird im theoretischen Hauptteil analysiert?

Im Hauptteil werden verschiedene Verstädterungsformen (wie bandartige Verstädterung) sowie Steuerungsfaktoren, insbesondere die De-Agrarisierung, der demographische Wandel und externe Globalisierungseinflüsse, theoretisch aufgearbeitet.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Alpenraum, Urbanität, Strukturwandel, Suburbanisierung, infrastrukturelle Vernetzung sowie die Unterscheidung zwischen endogenen und exogenen Faktoren.

Wie unterscheidet sich die Stadtentwicklung in Visp von der in Kötschach-Mauthen?

Visp fungiert als industrielles Zentrum mit stetigem Bevölkerungswachstum, während Kötschach-Mauthen exemplarisch eine Schrumpfungsentwicklung durchläuft, bei der ursprüngliche dörfliche soziale Strukturen einer planlosen Suburbanisierung gewichen sind.

Welche Rolle spielt die Topographie für die Entwicklung der Alpenstädte?

Die Topographie determiniert die Siedlungsausbreitung entscheidend, da eine optimale infrastrukturelle Anbindung fast ausschließlich in den Talböden gewährleistet werden kann, was oft zur bandartigen Verstädterung führt.

Können städtebauliche Maßnahmen den Verlust von Urbanität kompensieren?

Die Autorin stellt dies kritisch in Frage und weist darauf hin, dass rein bauliche Maßnahmen oft nicht ausreichen, um die soziale Tiefe und Identität einer gewachsenen urbanen Lebensform wiederherzustellen.

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Details

Title
Urbanität im Alpenraum. Charakterisierung und Strukturwandel ausgewählter Alpenstädte sowie Beispiele von Alpenstädten als Wachstumszentren
College
University of Heidelberg  (Geographisches Institut)
Grade
1,3
Author
Melissa Jarc (Author)
Publication Year
2019
Pages
25
Catalog Number
V1321793
ISBN (PDF)
9783346822246
ISBN (Book)
9783346822253
Language
German
Tags
Urbanität Alpenraum Strukturwandel Alpen Steuerungsfaktoren Borsdorf Visp Kötschach-Mauthen Siedlungsstruktur Inntal
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melissa Jarc (Author), 2019, Urbanität im Alpenraum. Charakterisierung und Strukturwandel ausgewählter Alpenstädte sowie Beispiele von Alpenstädten als Wachstumszentren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321793
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