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Welche geschlechtsspezifischen Lohnerwartungen haben Schüler*innen? Eine eigene Forschung

Title: Welche geschlechtsspezifischen Lohnerwartungen haben Schüler*innen? Eine eigene Forschung

Bachelor Thesis , 2022 , 129 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marvin Günther (Author), Isabel Theede (Author)

Economics - Job market economics
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Summary Excerpt Details

Da bereits die Wahl des Studienfachs entscheidend für den beruflichen Werdegang ist, werden in dieser Ausarbeitung die Erwartungen von Schüler*innen mit Studienwunsch in den Fokus gerückt. Damit lautet die Fragestellung, die dieser Bachelorarbeit zugrunde liegt, wie folgt: Inwieweit finden sich humankapitalistische Ansätze sowie Aspekte der Devaluation und der Berufswahltheorie nach Gottfredson in den Erwartungen von Schüler*innen an den Eintritt in den Arbeitsmarkt wieder?

Die Beantwortung dieser Fragestellung orientiert sich zum einen an den Theorien, welche in der vorliegenden Ausarbeitung vorgestellt werden. Zum anderen wird sie durch einen Vergleich mit den Erwartungen von Student*innen und den tatsächlichen Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt ergänzt.

Nachdem die Ziele dieser Arbeit inhaltlich dargelegt wurden, folgt ein Überblick über den formalen Aufbau. Zunächst werden wesentliche Begriffe definiert. Im anschließenden Überblick über den Gender Pay Gap im historischen Verlauf wird sowohl auf die Veränderung der Lohnlücke als auch auf eingeführte gesetzliche Regelungen und weitere politische Maßnahmen eingegangen. Darauf aufbauend werden Ursachen der Lohnungleichheit anhand unterschiedlicher Theorien dargestellt. Die Humankapitaltheorie ist dabei als ökonomischer Ansatz zur Erklärung des Gender Pay Gaps zugrunde gelegt. Als psychologische Perspektive wird anschließend die Devaluationsthese herangezogen. Die Berufswahltheorie nach Gottfredson setzt soziologische Aspekte in den Fokus. Nachdem aus den drei Perspektiven die Ursachen beleuchtet wurden, wird als Abschluss des theoretischen Grundlagenteils das Forschungsinteresse dargestellt.

Im dritten Kapitel wird das methodische Vorgehen der Forschung beschrieben, bevor die Ergebnisse der empirischen Forschung dargestellt und interpretiert werden. Daraufhin erfolgt in der Methodendiskussion eine kritische Reflexion der gesamten Studie. Die Arbeit endet mit einem Fazit, in dem wesentliche Erkenntnisse zusammengefasst werden und ein Ausblick auf mögliche weitere Forschungsansätze gegeben wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Gender Pay Gap

2.1.2 Geschlechtsspezifische Berufsklassifizierung

2.2 Gender Pay Gap im historischen Verlauf

2.3 Humankapitaltheorie

2.3.1 Überblick über die Theorie

2.3.2 Bildungsdauer oder Berufserfahrung

2.3.3 Oaxaca-Blinder-Zerlegung

2.3.4 Erklärungsansätze für die Lohnlücke

2.4 Devaluationsthese

2.4.1 Entwertung von Frauenberufen und weiblicher Erwerbstätigkeit

2.4.2 Diskriminierung

2.4.3 Comparable Worth – Arbeitsbewertungen im Fokus

2.4.4 Doing Gender und Gender Status Beliefs

2.5 Berufswahltheorie nach Gottfredson

2.5.1 Kernelemente des Konzepts

2.5.2 Entwicklungsstufen der Eingrenzung

2.5.3 Prinzipien der Kompromissfindung

2.6 Herleitung des Forschungsinteresses

3 Forschungsmethodisches Vorgehen

3.1 Auswahl und Begründung der Methode

3.2 Durchführung der Studie

3.3 Vorstellung des Erhebungsinstruments

3.4 Stichprobe

3.5 Vorgehensweise der Auswertung

3.5.1 Datenbereinigung

3.5.2 Statistische Testverfahren

3.5.3 Definitionen und Berechnungen

4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

4.1 Geschlechtsspezifische Lücke in den Gehaltserwartungen

4.1.1 Erwartete Lohnlücke

4.1.2 Erwartetes Lebenszeiteinkommen

4.1.3 Gehaltserwartungen nach Jahrgang und Alter

4.1.4 Vergleich mit den Angaben von Student*innen

4.1.5 Interpretation der erwarteten Lohnlücke

4.2 Zerlegung in Studienrichtungen und Geschlechterdominanzen

4.2.1 Stereotype Studienwünsche

4.2.2 Erwartete Lohnlücke nach Studienrichtungen

4.2.3 Lohnlücke nach Geschlechterdominanz der Studienbereiche

4.2.4 Vergleich mit den Angaben von Student*innen

4.2.5 Interpretation der Zerlegungen

4.3 Nebenjobs, Bildungsaspiration und Berufspositionen

4.3.1 Nebenjobs während der Schulzeit

4.3.2 Angestrebte Bildungsdauer und Abschlüsse

4.3.3 Berufspositionsvorstellung

4.3.4 Interpretation der Ergebnisse

4.4 Kinderwünsche und Erwerbsunterbrechungen

4.4.1 Familie vs. Karriere

4.4.2 Auswirkungen eines Kinderwunschs auf Gehalt und Arbeitszeit

4.4.3 Erwerbsunterbrechungen und Betreuungszeiten

4.4.4 Vergleich mit den Angaben von Student*innen

4.4.5 Interpretation der Aspekte der Kindererziehung

4.5 Gehaltsverhandlungen

4.5.1 Gehaltsforderungen und Reservationslöhne

4.5.2 Verhandlungsstile

4.5.3 Vergleich mit den Angaben von Student*innen

4.5.4 Interpretation der Verhandlungsstile

4.6 Diskriminierung

5 Methodendiskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit humankapitalistische Ansätze sowie Aspekte der Devaluation und der Berufswahltheorie nach Gottfredson die Erwartungen von Schüler*innen an ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt prägen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, ob und wie diese theoretischen Annahmen in den Gehalts- und Karriereerwartungen der Jugendlichen zum Ausdruck kommen, und diese Ergebnisse durch einen Vergleich mit den Daten von Student*innen einzuordnen.

  • Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen in Gehaltserwartungen und Lebenszeiteinkommen
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Studienwunsch, Geschlechterdominanz und Lohnvorstellungen
  • Betrachtung von Nebenjobs, Kinderwunsch und Erwerbsunterbrechungen unter humankapitaltheoretischen Aspekten
  • Analyse individueller Verhandlungsstile und des Diskriminierungsempfindens

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Gender Pay Gap

Der Gender Pay Gap oder Gender Wage Gap beschreibt die Lohnlücke bzw. das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Er gibt den Unterschied der geschlechtsspezifischen, durchschnittlichen Bruttostundenlöhne vor Abzug von Einkommenssteuer und Sozialversicherungsbeiträgen an, wobei Unternehmen ab einer Größe von zehn Mitarbeitenden in die Berechnung aufgenommen werden (European Parliament, 2022, S. 1–2). Hinsichtlich der Berücksichtigung unterschiedlicher Einflussfaktoren wird zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap unterschieden.

Die Ermittlung des unbereinigten Gender Pay Gaps erfolgt, indem die Differenz zwischen den durchschnittlichen Stundenlöhnen männlicher und denen weiblicher Beschäftigter ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Stundenverdiensten von Männern gesetzt wird (Destatis, 2022c). Angegeben wird die unbereinigte Lohnlücke in Prozent.

Im Gegensatz zum unbereinigten Gender Pay Gap werden bei der Berechnung des bereinigten Gender Pay Gaps Einflussfaktoren, wie unterschiedliche Berufsgruppen, Qualifikationen oder zeitliche Aspekte der Beschäftigung, berücksichtigt (Destatis, 2022c). Auf diese Einflussfaktoren wird in Kapitel 2.3.3 näher eingegangen. Der Berechnung des bereinigten Gender Pay Gaps liegen äquivalent zu der des unbereinigten die Bruttostundenverdienste zugrunde. Der bereinigte Gender Pay Gap wird auch als unerklärlicher Teil des Lohngefälles bezeichnet, da er auf keine statistisch erfassbaren Erklärungen zurückzuführen ist (Jochmann-Döll & Scheele, 2020, S. 9).

Mit Begriffen wie „geschlechtsspezifische Lohnlücke“ oder „Gender Pay Gap“ ist in dieser Ausarbeitung stets die Lohnlücke zuungunsten der Frauen gemeint.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Gender Pay Gaps ein und formuliert die Forschungsfrage, inwieweit ökonomische und soziologische Theorien in den Erwartungen von Schüler*innen an den Arbeitsmarkt widergespiegelt werden.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über relevante Begriffsdefinitionen, historische Entwicklungen und die theoretische Fundierung durch die Humankapitaltheorie, die Devaluationsthese und die Berufswahltheorie nach Gottfredson.

3 Forschungsmethodisches Vorgehen: Hier wird die quantitative Forschungsmethode beschrieben, die auf einer schriftlichen Befragung basiert und deren Design sich an der Studie von Kiessling et al. (2019) orientiert.

4 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse zu Gehaltserwartungen, Studienwünschen, Kinder- und Familienplanungen sowie Gehaltsverhandlungen und interpretiert diese im Kontext der gewählten Theorien.

5 Methodendiskussion: Im vorletzten Kapitel wird das methodische Vorgehen reflektiert und kritisch hinterfragt, wobei Stärken und Grenzen der empirischen Untersuchung sowie Potenziale für zukünftige Forschung aufgezeigt werden.

6 Fazit: Das Abschlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige gesellschaftliche Maßnahmen zur Stärkung der Zielgruppe und zur Reduktion von Lohnungleichheiten.

Schlüsselwörter

Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Devaluationsthese, Berufswahltheorie, Gottfredson, Doing Gender, Gehaltserwartungen, Lohnlücke, Arbeitsmarktsegregation, Geschlechterstereotype, Lebenszeiteinkommen, Diskriminierung, Studienwahl, Arbeitsmarkteintritt, Gehaltsverhandlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Analyse der Erwartungen von Schüler*innen an den Eintritt in den Arbeitsmarkt und deren Beziehung zum Gender Pay Gap aus ökonomischer und soziologischer Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Humankapitaltheorie, die Devaluationsthese, Berufswahltheorien, Gehaltsvorstellungen, Familienplanung und geschlechtsspezifische Rollenbilder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob sich soziologische und ökonomische Theorien zur Lohnungleichheit in den Erwartungen und Berufswünschen von Schüler*innen widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische quantitative Studie, bei der mittels eines schriftlichen Fragebogens Daten von Schüler*innen erhoben und statistisch analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Darstellung und Interpretation der erhobenen Gehalts- und Karriereerwartungen der Schüler*innen, zergliedert nach Studienrichtungen und persönlichen Lebensplänen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Devaluationsthese, Berufswahl, Geschlechterstereotype und Gehaltserwartungen.

Wie unterscheiden sich die Gehaltserwartungen von Schülern und Schülerinnen?

Die empirische Analyse zeigt, dass männliche Schüler durchgehend signifikant höhere Gehaltserwartungen als weibliche Schülerinnen haben, was sich auch im projizierten Lebenszeiteinkommen widerspiegelt.

Welchen Einfluss hat ein Kinderwunsch auf die Erwartungen der Befragten?

Die Studie zeigt, dass sich weibliche Schülerinnen in ihrer Karriereplanung stärker von Kinderwünschen beeinflusst fühlen und Erwerbsunterbrechungen eher als potenziell lohnmindernd wahrnehmen als ihre männlichen Mitschüler.

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Details

Title
Welche geschlechtsspezifischen Lohnerwartungen haben Schüler*innen? Eine eigene Forschung
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,3
Authors
Marvin Günther (Author), Isabel Theede (Author)
Publication Year
2022
Pages
129
Catalog Number
V1321847
ISBN (PDF)
9783346808929
ISBN (Book)
9783346808936
Language
German
Tags
Gender Pay Gap Gehaltserwartungen Lohnlücke Lohnerwartung Humankapitaltheorie Devaluationsthese Doing Gender Gender Status Beliefs Oaxaca-Blinder-Zerlegung Lebenszeiteinkommen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Günther (Author), Isabel Theede (Author), 2022, Welche geschlechtsspezifischen Lohnerwartungen haben Schüler*innen? Eine eigene Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321847
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