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Der außerhäusliche Erziehungsgedanke in Deutschland zwischen der Industrialisierung und der NS-Zeit

Title: Der außerhäusliche Erziehungsgedanke in Deutschland zwischen der Industrialisierung und der NS-Zeit

Term Paper , 2022 , 14 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Ivana Kvesic (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Schon Platon sah die Kindheit als eine Phase des Vergnügens und Spielens. Während man in der Antike das Spielen als Glück angesehen hatte, gab es entscheidende Veränderungen im Laufe der nächsten Jahrhunderte. In dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung wird der außerhäusliche Erziehungsgedanke beziehungsweise die damalige Pädagogik zwischen Industrialisierung und dem Nationalsozialismus ins Auge gefasst und erläutert. Hierbei soll der geschichtliche Wandel dieser Zeit näher betrachtet und die Unterschiede erläutert werden.

Das Thema ist insofern relevant, um die geschichtliche Pädagogisierung aufzuzeigen, und die damalige Kindheit in Betracht zu ziehen. Im 17. Jahrhundert legte Jean-Jacques-Rousseau als Vater der anti- autoritären Erziehung mit seinen neuen Erziehungsgedanken einen Meilenstein. Weitere legendäre Köpfe wie Wichern, Fröbel, Salomon und Franke änderten den Erziehungsgedanken, auf den später eingegangen wird. Arbeit sowie körperliche Züchtigungen galten als Ansatz für eine Disziplinierung. Eine Kindheit, wie man sie heute kennt, gab es damals nicht.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Zielsetzung und Forschungsmethoden

2 Begriffserklärung

2.1 Der Industrialismus *~1870-1900

2.2 Nationalsozialismus *1933-1945

3 Kinder- und Jugenderziehung im Zeitalter der Industrialisierung

3.1 kirchliche und staatliche Kinder- und Jugendfürsorge

3.2 August-Hermann-Franke

3.3 Jean Jacques Roisseau

3.4 Fröbels Kindergartenbewegung

4 Rauhes Häuser von Wichern

4.1 Rettungshausbewegung

4.2 Das Jugendamt

4.3 Die außerhäusliche Pädagogik des Nationalsozialismus

4.4 Kinderrechte

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist es, den historischen Wandel des außerhäuslichen Erziehungsgedankens in Deutschland zu analysieren und dabei Parallelen sowie Unterschiede zwischen der Epoche der Industrialisierung und der Zeit des Nationalsozialismus herauszuarbeiten. Die Arbeit untersucht, inwieweit pädagogische Ansätze zur Disziplinierung oder zum Wohle der Kinder beigetragen haben und welche gesellschaftlichen Institutionen diesen Prozess steuerten.

  • Vergleich der Erziehungsauffassungen zwischen Industrialisierung und Nationalsozialismus
  • Einfluss bedeutender Pädagogen auf die Institutionalisierung von Kindheit
  • Analyse der staatlichen und kirchlichen Fürsorgemaßnahmen
  • Untersuchung der Rolle der Kinderarbeit und deren spätere Reglementierung
  • Historische Entwicklung der Kinderrechte im Kontext gesellschaftlicher Umbrüche

Auszug aus dem Buch

3 Kinder- und Jugenderziehung im Zeitalter der Industrialisierung

In der Zeit der Industrialisierung spielen verschiedene Gesellschaftsschichten eine große Rolle. Im Gegensatz zur außerhäuslichen Erziehung bleibt die häusliche Erziehung fast gleich. Kinder mussten in der Landwirtschaft helfen, um die eigene Familie zu unterstützen. Durch die Massenverarmung wurde noch mehr Kinderarbeit geleistet. Eine damalige Schulpflicht gab weitere Ansätze zur Pädagogisierung der Kinder und Jugendlichen. Weiteres mussten Mädchen im Haushalt mithelfen und Jungs eher am Bauernhof. Kinderarbeit war notwendig, um den kleinen Verdienst, der nur durch den Vater gegeben war, zu sichern. Kinder arbeiteten als Dienstboten, in Kohlewerken und Fabriken. Mit ungefähr 4 Jahren begann das Kind seine Dienste. In Preußen wurde 1839 die erste Verordnung zur Einschränkung der Kinderarbeit gemacht. Durch die allgemeine Schulpflicht mussten die Kinder sich bilden, jedoch sollten sie weiterhin den Eltern beim Haushalt helfen. In den Schulen herrschte so strenge Disziplin, dass die Kinder körperlich bestraft wurden. Eine Erziehung wie wir sie heute kennen gab es trotz guter Ansätze damals nicht, denn die Kinder wurden quasi fast nur zur Arbeit erzogen worden. (vgl.Milenkovic.T,2003.S.3)

In der Zeit vor und in der Industrialisierung entwickelten sich Waisenhäuser und Anstaltshäuser, die durch kirchliche und staatliche Kinderfürsorge geführt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Erziehungsgedanken ein und definiert die zentralen Fragestellungen hinsichtlich des Wandels der Pädagogik zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.

2 Begriffserklärung: Hier werden die zeitlichen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen der Industrialisierung sowie der nationalsozialistischen Diktatur definiert, um eine Basis für die weitere Analyse zu schaffen.

3 Kinder- und Jugenderziehung im Zeitalter der Industrialisierung: Dieses Kapitel betrachtet die Auswirkungen der Industrialisierung auf Kinderarbeit, Schulpflicht und die ersten Ansätze kirchlicher sowie staatlicher Fürsorge unter Berücksichtigung prägender Persönlichkeiten.

4 Rauhes Häuser von Wichern: Der Fokus liegt hier auf der Rettungshausbewegung, der Entstehung des Jugendamtes und der radikalen Umformung der Pädagogik unter dem nationalsozialistischen Regime sowie der Entwicklung erster Kinderrechte.

5 Fazit: Das Fazit fasst die pädagogischen Wandlungsprozesse zusammen und verdeutlicht den massiven Kontrast zwischen den reformpädagogischen Ansätzen und der indoktrinierenden Erziehung im Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Industrialisierung, Nationalsozialismus, Pädagogik, Kinderarbeit, Fürsorgeerziehung, Rettungshausbewegung, Kinderrechte, Schulpflicht, Disziplinierung, Volksgemeinschaft, Erziehungsgedanke, Jugendamt, Kindheit, Reformpädagogik, Erziehungszwang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung und den Veränderungen des außerhäuslichen Erziehungsgedankens in Deutschland vom Zeitalter der Industrialisierung bis hin zur NS-Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Einfluss der Industrialisierung auf das Kindeswohl, die Rolle der staatlichen und kirchlichen Jugendfürsorge sowie die drastische Umgestaltung der Erziehung unter nationalsozialistischem Einfluss.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich der außerhäusliche Bildungs- und Erziehungsanspruch verändert hat und welche institutionellen Strukturen (wie Waisenhäuser oder das Jugendamt) dabei eine Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt primär Literatur- und Internetrecherchen, um die historischen Entwicklungen pädagogischer Konzepte anhand wissenschaftlicher Quellen und Fachliteratur nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Arbeit mit Kindern während der Industrialisierung, stellt maßgebliche Pädagogen wie Rousseau und Fröbel vor und beleuchtet die ideologische Vereinnahmung der Jugend durch das NS-Regime.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheitssoziologie, pädagogischer Wandel, Kinderrechte, Nationalsozialismus, Industrialisierung und staatliche Fürsorge kennzeichnen.

Inwiefern unterschied sich die Rolle von Johann Hinrich Wichern?

Wichern initiierte mit der Rettungshausbewegung eine freiwillige Form der Erziehung in kleinen, familienähnlichen Strukturen, was einen bewussten Gegenentwurf zur repressiven Anstaltserziehung jener Zeit darstellte.

Welche Bedeutung hatten die Kinderrechte im historischen Kontext?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die rechtliche Anerkennung des Kindes als eigenständiges Subjekt ein langer Prozess war, der von der Behandlung als "kleine Erwachsene" bis hin zum heutigen Recht auf gewaltfreie Erziehung führte.

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Details

Title
Der außerhäusliche Erziehungsgedanke in Deutschland zwischen der Industrialisierung und der NS-Zeit
Grade
3,0
Author
Ivana Kvesic (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1321915
ISBN (PDF)
9783346810854
ISBN (Book)
9783346810861
Language
German
Tags
erziehungsgedanke deutschland industrialisierung ns-zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ivana Kvesic (Author), 2022, Der außerhäusliche Erziehungsgedanke in Deutschland zwischen der Industrialisierung und der NS-Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1321915
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