Vorstellung und evolutionäre Reflexion der Begriffe „E-Procurement“ und "Supply Chain".
Darstellung der Auswirkungen einer E-Procurement Implementierung auf Bestände und Prozessgeschwindigkeiten in einer Supply Chain. Aus denn, im Rahmen des Moduls BWL 33, zur Verfügung stehenden Themen
wurde das Thema: Analyse der Wirkung des E-Procurement auf Bestände und
Prozessgeschwindigkeit in einer Supply Chain ausgewählt. Die Gesamtzielsetzung ist dabei die Erörterung der Begriffe Supply Chain und EProcurement
sowie die Entwicklung der jeweiligen Konzepte. Dies geschieht
zunächst in einem theoretischen Grundlagenteil. Die Auswirkungen einer EProcurement
Einführung auf eine Supply Chain ist Bestandteil, des darauf folgenden
analytischen Teils.
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei zusätzlich auf den folgenden
Fragestellungen.
Welche Auswirkungen hat die Einführung auf die
Prozessgeschwindigkeit?
Welche Auswirkung hat die Einführung auf die Bestände?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Abgrenzung
2 GRUNDLAGEN
2.1 Supply Chain
2.1.1 Definition
2.1.2 Ursprung
2.1.3 Entwicklung
2.1.4 Bestandteile
2.2 E-Procurement
2.2.1 Definition
2.2.2 Entwicklung
2.2.3 Arten von E-Procurement
2.2.3.1 E-Sourcing
2.2.3.2 E-Ordering
3 AUSWIRKUNGEN DES E-PROCUREMENT AUF EINE SUPPLY CHAIN
3.1 Prozeßgeschwindigkeit
3.2 Bestände
3.3 Komplexitätskosten
4 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von E-Procurement-Systemen auf die Effizienz innerhalb einer Supply Chain, wobei insbesondere die Auswirkungen auf die Bestandsführung und die Geschwindigkeit von Geschäftsprozessen im Fokus stehen.
- Grundlagen des Supply Chain Managements und der Supply-Chain-Operations-Reference-Modelle
- Entwicklungsphasen und Klassifizierung von E-Procurement-Lösungen
- Prozessoptimierung und Beschleunigung durch IT-gestützte Warenwirtschaft
- Reduktion von Lagerbeständen und Vermeidung von Maverick Buying
- Zusammenhang zwischen Systemintegration und Komplexitätskosten
Auszug aus dem Buch
3.1 Prozeßgeschwindigkeit
Oft wird davon ausgegangen, dass der primäre Nutzen von E-Procurement Systemen in sinkenden Einkaufskosten liegt. Dies ist aber nicht der Fall. Der Großteil der Einsparpotentiale wird durch einen redesign der Beschaffungsprozesse und der dazugehörigen Workflows sowie durch eine weitgehende automatisierte Abwicklung erreicht.
Dies erscheint bei näherer Betrachtung auch unmittelbar verständlich, da die Reaktionszeit der Lieferanten, auf eingehende Bestellungen, durch eine automatisierte Auftragsbearbeitung erheblich reduziert werden kann. Diese Reduzierung wird in der Regel durch eine Anbindung der jeweiligen ERP-Lösungen, erreicht.
Durch diese Anbindung, die in der Regel durch die Implementierung bzw. Nutzung von Schnittstellen (Bspw. ESB-Technologie) geschieht, werden Medien- und Technologiebrüche ebenso vermieden, wie einfache Kommunikationsfehler. Dies muss zwangsläufig zu einer Beschleunigung des Transaktionsprozess führen, da bisher übliche Wartezeiten verringert bzw. fast vollständig, durch das wegfallen von Liege- und Genehmigungszeiten, vermieden werden können.
Neben diesen direkt zu erreichenden Einsparungen erlaubt die Vereinfachung und Automatisierung der Peripherieprozesse jedoch auch weitere, indirekte, Einsparungen im eigenen Unternehmensumfeld, die auch sekundär Nutzen bezeichnet werden können. Diese werden durch die Vermeidung bzw. Reduzierung von Liege- und Erfassungszeiten innerhalb der Unterstützungsprozesse sowie durch eine Reduzierung der involvierten Personen erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung und der Zielsetzung der Arbeit sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2 GRUNDLAGEN: Theoretische Herleitung der Begriffe Supply Chain und E-Procurement sowie Darstellung ihrer historischen Entwicklung und systemischen Bestandteile.
3 AUSWIRKUNGEN DES E-PROCUREMENT AUF EINE SUPPLY CHAIN: Analyse des Einflusses von E-Procurement auf die Prozessgeschwindigkeit, die Bestandsoptimierung und die anfallenden Komplexitätskosten.
4 ZUSAMMENFASSUNG: Fazit zur Notwendigkeit der ganzheitlichen Prozessbetrachtung und zur Bedeutung der Mitarbeiterakzeptanz für den Erfolg von E-Procurement-Systemen.
Schlüsselwörter
E-Procurement, Supply Chain Management, Prozessgeschwindigkeit, Bestandsoptimierung, E-Sourcing, E-Ordering, ERP-Systeme, Workflow-Automatisierung, Komplexitätskosten, Maverick Buying, Schnittstellen, Beschaffungsmanagement, Unternehmensnetzwerk, Just-in-time, Vendor Managed Inventory
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die Effekte der Einführung von E-Procurement-Systemen auf die operativen und strategischen Abläufe innerhalb der Wertschöpfungskette eines Unternehmens.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Die zentralen Themen sind das Supply Chain Management als integratives Konzept und E-Procurement als technologische Unterstützung zur Optimierung von Beschaffungsvorgängen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Es wird untersucht, wie E-Procurement die Prozessgeschwindigkeit innerhalb der Supply Chain erhöhen und die Lagerhaltung bzw. Bestände effizienter gestalten kann.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur und der Analyse von Modellen wie dem Supply-Chain-Operations-Reference-Modell.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition und Entwicklung der Begriffe sowie einer detaillierten Analyse der Wirkungsweisen von E-Sourcing und E-Ordering auf Prozesszeiten und Kosten.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Prozessgeschwindigkeit, E-Procurement, Supply Chain, Bestandsoptimierung und Systemintegration geprägt.
Was unterscheidet E-Sourcing von E-Ordering?
E-Sourcing unterstützt primär strategische Beschaffungsprozesse wie Ausschreibungen, während E-Ordering sich auf die Automatisierung des operativen Einkaufs und der Bestellabwicklung konzentriert.
Warum spielt die Mitarbeiterakzeptanz eine so große Rolle?
Der Autor betont, dass selbst die technisch beste Lösung scheitern kann, wenn Anwender den Prozess umgehen (Maverick Buying) und somit die angestrebten Effizienzvorteile zunichtemachen.
- Citar trabajo
- Thomas Pichlmeier (Autor), 2009, Analyse der Wirkung des E-Procurement auf Bestände und Prozeßgeschwindigkeit innerhalb einer Supply Chain, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132232