In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wobei ich insbesondere die dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung („Dei Verbum“) beleuchte.
Beginnend mit einer Skizzierung des Verlaufs des Zweiten Vatikanischen Konzils, sowie einer kurzen Erörterung dessen Intention, widme ich mich konkret der dogmatischen Konstitution
Dei Verbum. Nach einführenden Passagen in die Ausgangssituation, sowie die Entstehung des Konziltextes, gehe ich näher auf ihren Werdegang ein und fokussiere die einzelnen Kapitel mit ihren jeweiligen Inhalten.
Abschließend möchte ich die bedeutendsten „Errungenschaften“ und Resultate dieser Konstitution für die Kirche, sowohl als auch für uns Menschen versuchen herauszustellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Zweite Vatikanische Konzil
2.1 Das Konzil – der Verlauf
2.2 Zielsetzung des Konzils
3. Die dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“
3.1 Ausgangssituation
3.2 Werdegang der Konstitution
3.3 Inhalte der Konstitution Dei Verbum
3.4 Besonderheiten der Konstitution
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Zweite Vatikanische Konzil mit einem spezifischen Fokus auf die dogmatische Konstitution „Dei Verbum“. Ziel ist es, den Entstehungsprozess, den theologischen Gehalt der Konstitution sowie ihre Bedeutung für das Verständnis von Offenbarung und das Verhältnis von Schrift, Tradition und kirchlichem Lehramt darzustellen.
- Verlauf und Intention des Zweiten Vatikanischen Konzils
- Historische Ausgangssituation und Genese der Konstitution „Dei Verbum“
- Offenbarungsverständnis als Selbstmitteilung Gottes
- Verhältnis von Heiliger Schrift, Überlieferung und kirchlichem Lehramt
- Bedeutung der historisch-kritischen Methode für die Theologie
Auszug aus dem Buch
3.1 Ausgangssituation
Die „Offenbarung“ an sich bot bereits im Ersten Vatikanischen Konzil Anlass zur Thematisierung und wurde im Rahmen dieses Konzils auch weitgehend zum Abschluss gebracht. Jedoch wurde keine umfassende Lehre zum Verständnis der göttlichen Offenbarung und ihrer Überlieferung formuliert.10 Jedoch wurde das Verständnis des Offenbarungsbegriffs in darauf folgenden Werken als vorhanden angesehen, worin die eigentliche Problematik lag. Somit wurde der Offenbarungsbegriff innerhalb der dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung bewusst zentralisiert11.
Zu Beginn des Jahrhunderts prägte die Bibelbewegung, zu welcher u.a. die obligatorische Lesung der Bibel zählte, insbesondere die katholische Jugend. Innerhalb dieser Bewegung herrschte Klarheit darüber, dass die Bibel und die Kirche eine Einheit bilden und ebenso „dass die Bibel nie gegen die Kirche verstanden werden durfte und auch nicht musste.“12 Kam es dennoch zu kritischen Auslegungen der Bibel, so geschah dies lediglich unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Beteuerung der Treue zur verbindlichen Lehre der Kirche. Ein augenscheinliches Konfliktpotential sah man innerhalb dieser Bibelbewegung nicht, jedoch zeichneten sich bereits in dieser Zeit die ersten Anfänge einer kritischen Bibelauslegung ab. Faktisch gipfelten diese zunächst sehr vorsichtig hinterfragenden Betrachtungsweisen einzelner Textpassagen der Bibel in letztlich aktiven Anwendungen der somit jüngst entstandenen historisch-kritischen Methode, von Seiten katholischer Bibelwissenschaftler.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Zweiten Vatikanischen Konzils ein und umreißt die Struktur der Arbeit bezüglich der Konstitution „Dei Verbum“.
2. Das Zweite Vatikanische Konzil: Dieses Kapitel skizziert den historischen Verlauf und die Zielsetzungen des Konzils, insbesondere das Konzept des „aggiornamento“.
2.1 Das Konzil – der Verlauf: Dieser Abschnitt beschreibt die vier Sitzungsperioden und die Herausforderungen bei der Arbeit an den Konzilskommissionen.
2.2 Zielsetzung des Konzils: Hier wird der Begriff „aggiornamento“ als globale Erneuerung der Kirche erläutert.
3. Die dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung „Dei Verbum“: Dieses Hauptkapitel befasst sich in vier Unterpunkten detailliert mit der dogmatischen Konstitution über die Offenbarung.
3.1 Ausgangssituation: Das Kapitel analysiert den Stand des Offenbarungsbegriffs vor dem Konzil und die Rolle der Bibelbewegung.
3.2 Werdegang der Konstitution: Dieser Abschnitt dokumentiert den intensiven Diskussionsprozess und die inhaltlichen Anpassungen während der verschiedenen Entwurfsphasen.
3.3 Inhalte der Konstitution Dei Verbum: Hier werden die einzelnen Kapitel der Konstitution, von der Offenbarung in sich bis zur Bedeutung der Schrift für die Kirche, zusammengefasst.
3.4 Besonderheiten der Konstitution: Der Abschnitt beleuchtet den Paradigmenwechsel im Offenbarungsverständnis und die ökumenische Bedeutung des Textes.
Schlüsselwörter
Zweites Vatikanisches Konzil, Dei Verbum, Offenbarung, Gott, Bibel, Schrift, Tradition, Lehramt, Aggiornamento, Dogmatik, Historisch-kritische Methode, Heilsgeschichte, Selbstmitteilung, Kirche, Exegese
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil mit einem Schwerpunkt auf der dogmatischen Konstitution „Dei Verbum“.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Zentrum stehen die Entstehung der Konstitution, ihr theologischer Inhalt sowie ihre Bedeutung für das katholische Offenbarungsverständnis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, darzulegen, wie sich das Verständnis von Offenbarung durch das Konzil von einem instruktionstheoretischen zu einem personalen, heilsgeschichtlichen Konzept wandelte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theologischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Aufarbeitung der konzilsgeschichtlichen Dokumente.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Ausgangssituation, den Werdegang der Konstitution sowie die inhaltliche und systematische Analyse der Kapitel von „Dei Verbum“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Offenbarung, Schrift, Tradition, Dei Verbum, Zweites Vatikanisches Konzil und die Unterordnung des Lehramtes unter das Wort Gottes.
Welche Rolle spielt das „Aggiornamento“ für das Konzil?
Es dient als programmatischer Begriff für eine „globale Erneuerung der Kirche von innen heraus“ und eine positive Hinwendung zur Welt.
Was bedeutet der Paradigmenwechsel in der Konstitution konkret?
Der Fokus verschiebt sich von einer reinen Mitteilung von Glaubenswahrheiten hin zur „Selbstmitteilung Gottes“ an den Menschen in einem dialogischen Prozess.
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- Dorothee Kremietz (Author), 2008, Das Zweite Vatikanische Konzil, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132303