Ziel dieser Arbeit ist es, ein allgemein veranschaulichtes Bild des Leasings darstellen zu können. Fragestellung, wann und mit welchem Zweck Leasing verwendet werden kann, sollen beantwortet werden, ebenso auch für welche Anwendungsgebiete es in Frage kommt. Welche Voraussetzungen notwendig sind und welche Leasingmodelle zu einem möglichen Geschäft passen, soll veranschaulicht werden. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit wird auch auf die Unterschiede des Privat- und Geschäftsleasings eingegangen. Voll- und Teilamortisation, sowie einzelne Sonderformen, wie sale-and-lease-back und die Abgrenzung des operativen zum Finanzierungsleasing werden beschrieben. Nach der Darstellung eines repräsentativen Leasinggeschäftes, hier am Beispiel des Verkaufes von Anteilen an der Westfalenstadion KG, dem Eigentümer des Signal-Iduna-Parks, durch die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, folgt die kritische Zusammenfassung der bis dorthin erlangten Erkenntnisse, sowie daraus resultierende Handlungsempfehlungen für potentielle Leasingnehmer und andere Interessierte. Abschließend gilt es zu prüfen, ob die vorangegangene Problemstellung und damit einhergehende Fragestellung in dieser Hausarbeit in angemessenem und verständlichem Umfang erläutert werden konnte. Ebenso sollen mögliche Perspektiven in der Anwendung des Leasings genannt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen des Leasings
2.1 Begriffsdefinition und allgemeines Verständnis
2.2 Verwendung des Leasings
2.3 Voraussetzungen
3 Merkmale des Leasings
3.1 Privat- und Geschäftsleasing
3.2 Vollamortisation
3.3 Teilamortisation
3.4 Sonderformen: Sale-and-lease-back
3.5 Operatives Leasing
4 Analyse des Leasings am Beispiel der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
4.1 Fallvorstellung
4.2 Bewertung des Falls
4.3 Kritische Würdigung und Handlungsempfehlungen
5 Fazit
5.1 Zielerreichung
5.2 Perspektiven
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, ein allgemein veranschaulichtes Bild des Leasings zu vermitteln, dessen Grundlagen und verschiedene Ausprägungsformen zu erläutern und diese anhand einer kritischen Analyse eines realen Wirtschaftsfalls auf ihre Vor- und Nachteile hin zu bewerten.
- Grundlagen, Definitionen und Voraussetzungen von Leasingverträgen
- Unterscheidung zwischen Voll- und Teilamortisation
- Sonderformen wie das Sale-and-lease-back-Modell
- Kritische Analyse des Fallbeispiels Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
- Handlungsempfehlungen für potenzielle Leasingnehmer
Auszug aus dem Buch
3.4 Sonderformen: Sale-and-lease-back
Bei einem sogenannten Sale-and-lease-back-Vertrag handelt es sich um eine Sonderform des Leasings. Abgeleitet von der deutschen Übersetzung handelt es sich hierbei um einen Vertrag, bei dem ein Objekt an eine Leasinggesellschaft verkauft und anschließend zurück geleast wird. Die bis dahin vorliegende Kapitalbindung an diesem Objekt wird freigesetzt. Die vom Käufer erhaltene Kaufsumme führt zu einer Verbesserung der unternehmenseigenen Liquidität. Die Eigenkapitalquote erhöht sich und erleichtert dem Unternehmen weitere Finanzierungsmöglichkeiten bei externen Geldgebern. Des Weiteren besteht für das Unternehmen keinerlei Ausfallrisiko für den laufenden Geschäftsbetrieb. Während der Umsetzung des Sale-and-lease-back-Vertrags besteht für den Leasingnehmer ein ununterbrochenes Nutzungsrecht und folglich kein Nutzenausfall. Ein Sale-and-lease-back kann auch eine Alternative zu einem Bankdarlehen bieten und auch zur Insolvenzabwendung herangezogen werden. Der Leasingnehmer erhält durch den Verkauf ein Darlehen in Höhe des Kaufpreises zur Aufrechterhaltung seiner Geschäftsfähigkeit und zahlt dieses in Form von Leasingraten ab.
Dem Leasinggeber dient das Leasingobjekt als Absicherung. Am Ende der Vertragslaufzeit geht das Leasingobjekt an den Leasingnehmer zurück. Sollte der vereinbarte Kaufpreis größer als der vorliegende Buchwert sein, ist es dem Leasingnehmer sogar möglich, durch den Verkauf des Objektes an den Leasinggeber Gewinne zu erzielen. Je höher allerdings der Kaufpreis, desto höher sind entsprechend auch die Leasingraten. Höhere Leasingraten beeinflussen das Betriebsergebnis in den Folgejahren negativ. Aufgedeckte stille Reserven erhöhen auch die Belastungen durch Einkommensteuer oder Körperschaftssteuer. Die durch den Verkauf erforderliche Übergabe des Leasingobjektes an den Leasinggeber findet nicht statt. Das sogenannte Besitzkonstitut legt fest, dass der Leasinggeber zivilrechtlicher Eigentümer, allerdings nicht wirtschaftlicher Eigentümer an dem Leasingobjekt bleibt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Leasings ein, beleuchtet dessen zunehmende wirtschaftliche Bedeutung und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen des Leasings: Hier werden der Leasingbegriff definiert, die allgemeine Verwendung des Leasings sowie die grundlegenden Voraussetzungen für den Abschluss solcher Verträge dargelegt.
3 Merkmale des Leasings: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Leasingformen, wie Voll- und Teilamortisation, das Sale-and-lease-back-Modell sowie die Abgrenzung zum operativen Leasing.
4 Analyse des Leasings am Beispiel der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA: Anhand dieses Praxisbeispiels werden die Chancen, Risiken und finanziellen Auswirkungen eines Sale-and-lease-back-Vertrags in einer wirtschaftlichen Krise kritisch untersucht.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Differenzierung von Leasingformen zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Leasingmarkt.
Schlüsselwörter
Leasing, Finanzierung, Investition, Vollamortisation, Teilamortisation, Sale-and-lease-back, Liquidität, Eigenkapitalquote, Leasingrate, Restwert, Borussia Dortmund, Investitionsgüter, Zurechnungsfragen, Wirtschaftlichkeit, Vertragsformen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Leasing als Finanzierungsinstrument, beleuchtet dessen theoretische Grundlagen und analysiert kritisch Chancen und Risiken anhand eines konkreten Praxisbeispiels.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Leasing, die Unterschiede zwischen Mobilien- und Immobilienleasing, diverse Vertragsarten (Voll- und Teilamortisation) sowie spezifische Sonderformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein verständliches Bild über die Funktionsweise und Verwendbarkeit von Leasing darzustellen und aufzuzeigen, wie Leasingentscheidungen die finanzielle Situation eines Unternehmens beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie eine Fallstudienanalyse, um die Anwendung von Leasingmodellen in der Praxis zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Leasingmerkmale und eine detaillierte Fallstudie zur Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, bei der die Auswirkungen eines Sale-and-lease-back-Vertrags analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Leasing, Finanzierung, Liquiditätssicherung und Sale-and-lease-back definieren.
Inwiefern hat das Beispiel Borussia Dortmund zu einer Sanierung beigetragen?
Der Verkauf von Anteilen der Westfalenstadion KG im Rahmen eines Sale-and-lease-back-Verfahrens setzte liquide Mittel frei, die zur Abwendung einer unmittelbaren Insolvenz beitrugen.
Welche Risiken birgt ein Sale-and-lease-back-Vertrag laut der Analyse?
Das Hauptrisiko liegt in der langfristigen Bindung an hohe Leasingraten, die das Betriebsergebnis negativ beeinflussen können, sowie in der Abhängigkeit von zukünftigen Erträgen des Unternehmens.
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- Nils Klauke (Autor), 2021, Leasing. Eine kritische Betrachtung und daraus resultierende Handlungsempfehlungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1323296