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Der mächtige "zagel" endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde

Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das "Nonnenturnier"

Titre: Der mächtige "zagel" endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde

Dossier / Travail , 2009 , 13 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Katharina Ströhl (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Der mächtige zagel endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde – Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das Nonnenturnier.

Es geht um die Aufdeckung von Machtstrukturen im priapäischen Märe das Nonnenturnier. Dabei wird mit der Terminologie von Michel Foucoult verfahren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Das Nonnenturnier

2. Der mächtige zagel endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde

2.1. Der hermeneutische Zirkel

2.2. Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das Nonnenturnier

3. Schlussbemerkung

4. Literatur

4.1. Primärquelle

4.2. Sekundärquellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das priapäische Märe "Das Nonnenturnier" unter dem Aspekt ambivalenter Machtverhältnisse. Ziel der Untersuchung ist es, das Märe textimmanent zu erschließen, wobei Macht nicht als einebnende Kategorie, sondern als methodisches Instrument innerhalb eines hermeneutischen Zirkels fungiert, um die Dynamiken zwischen männlichen und weiblichen Rollenbildern aufzudecken.

  • Analyse der Geschlechterrollen und deren Pervertierung im höfischen Kontext.
  • Untersuchung der Machtdynamiken und des Machtverlusts des Ritters gegenüber der Frau.
  • Anwendung machttheoretischer Konzepte (Foucault, Agamben) auf die Textstruktur.
  • Deutung der Rolle des "zagels" als Repräsentant verdrängter Triebe und neuer Machtformen.
  • Diskussion der textimmanenten Zweiteilung der Verserzählung und deren Interpretation.

Auszug aus dem Buch

2.2. Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das Nonnenturnier

Die Erzählung beginnt, wie schon erwähnt, dass eine edele frauwe den frechen ritter, der sich ihr vielmals versagt hatte, endlich zu einer Liebesnacht überreden kann. In der Werbungsszene ist die Dame, wie es der angstbesetzte patriarchalische Rollenstereotyp der Märendichtung vom übelen wîp verlangt, die sexuell Begehrliche und Dominante. Denn die edle Dame entpuppt sich als lüsterne Begehrende, die ihre sexuellen Wünsche mit großer Bestimmtheit und drastischer Präzision äußert:

„wes euwer leip eins von mir begert,

des wert ir neunstunt gewert.

wir sollen lieplich mit einander faren.

ir solt mich heint nit sparen.

dankt mir meiner langen zeit,

die ich uf euch han geleit,

und der meinen großen gir

der püßt genzlichen mir!“

Die literarisch propagierten Muster der Geschlechterrollen im höfischen Spiel mit der Liebe erscheinen pervertiert und entsprechend verwirrt reagiert der Mann auf die Forderungen der Dame, denn der Ritter steht in dieser Situation entsprechend zurückhaltend da, obwohl er klare Vorstellung von der bevorstehenden Nacht hat. Das Nonnenturnier verleiht der weiblichen Rolle hier die Attribute der Aggressivität und Dominanz und dem Ritter eher die der Passivität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Nonnenturnier: Einführung in die Handlung des Märes, in der ein Ritter nach einer Forderung seiner Liebsten sein Geschlechtsteil verliert, welches später im Kloster zum Gegenstand eines wüsten Streits unter den Nonnen wird.

2. Der mächtige zagel endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde: Theoretische Fundierung durch den hermeneutischen Zirkel und Analyse der Machtmechanismen innerhalb der Erzählung.

2.1. Der hermeneutische Zirkel: Erörterung der literaturwissenschaftlichen Methode des hermeneutischen Zirkels unter Einbezug von Schleiermacher, Gadamer, Heidegger, Habermas und Bolten.

2.2. Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das Nonnenturnier: Detaillierte Untersuchung der Machtverhältnisse und der symbolischen Bedeutung des "zagels" in der Auseinandersetzung zwischen Geschlechtern.

3. Schlussbemerkung: Kritische Reflexion der bisherigen Forschungspositionen und Fazit über die Vielseitigkeit und Ambivalenz der Machtverhältnisse im Märe.

4. Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

4.1. Primärquelle: Angabe des verwendeten Primärtextes.

4.2. Sekundärquellen: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Nonnenturnier, Märe, Literaturwissenschaft, Hermeneutik, hermeneutischer Zirkel, Machtverhältnisse, Geschlechterrollen, Mittelalter, Michel Foucault, Giorgio Agamben, Triebhaftigkeit, Kastration, Dominanz, literarische Analyse, Machttechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer literaturwissenschaftlichen Analyse des mittelhochdeutschen Märes "Das Nonnenturnier" und untersucht die darin dargestellten komplexen Machtverhältnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Konstruktion von Geschlechterrollen, die Dynamik von Macht und Ohnmacht sowie die Interpretation der Erzählung mittels hermeneutischer Ansätze.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Macht im Text nicht als feste Größe, sondern als wechselseitiges, ambivalentes Instrument fungiert, das sowohl die weibliche als auch die männliche Figur beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des hermeneutischen Zirkels, erweitert um machttheoretische Überlegungen, um ein "integratives Verstehen" des Textes zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erörterung des hermeneutischen Zirkels und die praktische Analyse der Machttechniken, insbesondere der Rolle des "zagels" als Symbol für verdrängte Triebe.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Begriffe wie "hermeneutischer Zirkel", "ambivalente Macht", "Geschlechterrollen", "priapäisches Märe" und "Wiederkehr des Verdrängten" sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Inwiefern spielt der "zagel" eine besondere Rolle im Text?

Der "zagel" fungiert als eigenständiger Protagonist des zweiten Erzählteils, der die verdrängten Triebe des Ritters verkörpert und das Machtgefüge im Kloster neu ordnet.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Souveräns" im Nonnenturnier?

Unter Rückgriff auf Giorgio Agamben wird diskutiert, wie Souveränität im Kloster ständig zwischen den Akteuren wechselt und somit keine dauerhafte Machtposition etabliert werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Der mächtige "zagel" endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde
Sous-titre
Techniken der ambivalenten Macht im hermeneutischen Zirkel des priapäischen Märes das "Nonnenturnier"
Université
University of Bayreuth
Cours
Proseminar: Theorie und Praxis: Methoden der Literaturwissenschaft
Note
3,0
Auteur
Katharina Ströhl (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V132367
ISBN (ebook)
9783640408917
ISBN (Livre)
9783640409440
Langue
allemand
mots-clé
Ritter Zentrum Begierde Techniken Macht Zirkel Märes Nonnenturnier
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina Ströhl (Auteur), 2009, Der mächtige "zagel" endet dort, wo der Ritter begann: im Zentrum aggressiv-weiblicher Begierde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132367
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Extrait de  13  pages
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