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In welcher Weise können sozialpädagogische Maßnahmen zur Entwicklung/ Stabilisierung des Kohärenzgefühls von drogennutzenden Jugendlichen beitragen

Titel: In welcher Weise können sozialpädagogische Maßnahmen zur Entwicklung/ Stabilisierung des Kohärenzgefühls von drogennutzenden Jugendlichen beitragen

Hausarbeit , 2022 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: David Seifarth (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum wird konsumiert, welche Auswirkungen hat dies auf das Kohärenzgefühl und mit welchen sozialpädagogischen Interventionen können wir die Adressaten unterstützen?
Dazu werde ich zunächst näher auf die Definition des Kohärenzgefühls nach Antonovsky eingehen, um dann die Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz darzustellen, an denen das Kohärenzgefühl bei Jugendlichen allgemein gemessen werden kann. Anschließend daran werde ich den Drogenkonsum bei Jugendlichen samt Gründen, Konsumverhalten und Auswirkungen beschreiben und abschließend Anknüpfpunkte für Interventionsmaßnahen der Sozialen Arbeit mitsamt einzelnen konkreten Vorschlägen liefern. Dieser letzte Schritt soll Möglichkeiten eröffnen, das Kohärenzgefühl bei den Jugendlichen zu stabilisieren bzw. zu entwickeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kohärenzgefühl

2.1 Verstehbarkeit

2.2 Handhabbarkeit

2.3 Bedeutsamkeit

3. Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz

3.1 Identität und Körper

3.2 Soziales Umfeld

3.3 Zukunft

4. Drogenkonsum in der Adoleszenz

4.1 Gründe

4.2 Konsumverhalten

4.3 Auswirkungen

5. Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten

5.1 Steigerung Verstehbarkeit

5.2 Steigerung Handhabbarkeit

5.3 Steigerung Bedeutsamkeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Drogenkonsum bei Jugendlichen und der Entwicklung beziehungsweise Stabilisierung ihres Kohärenzgefühls nach dem Konzept von Aaron Antonovsky, um daraus konkrete sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten abzuleiten.

  • Theoretische Fundierung des Kohärenzgefühls und der Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz.
  • Analyse der Ursachen, des Konsumverhaltens und der Auswirkungen von Drogenkonsum auf Jugendliche.
  • Identifikation von sozialpädagogischen Ansatzpunkten zur Steigerung von Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit.
  • Fallorientierte Diskussion von Präventions- und Interventionskonzepten zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit.

Auszug aus dem Buch

Szene des Praktikums

Die Thematik dieser Hausarbeit, der Drogenkonsum und seine Auswirkungen auf das Kohärenzgefühl, ist mir erstmals in meinem Praxissemester im Rahmen meines Studiums der Sozialen Arbeit begegnet: Ich betreute über sieben Monate hinweg einen Klienten innerhalb der arbeitsintegrativen Maßnahme, in der ich angestellt war. Im Folgenden nenne ich diesen Klienten Roland (Pseudonym). Das Ziel, Roland in den Arbeitsmarkt einzugliedern wurde dadurch erschwert, dass der Klient regelmäßig Drogen konsumierte und alkoholabhängig war. Als Grund dafür gab er an, den Tod seines Vaters nicht verarbeitet zu haben und nun keine Bedeutung in seinem Leben mehr zu sehen. Des Weiteren litt Roland an starken Depressionen und hatte große Schwierigkeiten, seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. Ich war sehr schockiert darüber, was Roland mit nur 18 Jahren bereits alles erlebt hatte. Besonders einschneidend war folgendes Ereignis: An einem Morgen kam Roland zu spät zum Beratungsgespräch in die Maßnahme und wirkte sehr aufgewühlt. Auf meine Nachfrage, was los mit ihm sei, begann er wiederholt zu schreien: „Ich will meinen Papa wieder haben!“. Diese Situation überforderte mich im ersten Moment und stellte mich vor viele Fragen. Seine Drogensucht kam mir daraufhin weniger zufällig vor, sondern eher wie Rolands persönliche Strategie der „Problembewältigung“ oder besser gesagt Problemverdrängung. Vielleicht wollte Roland seine Probleme in eine Schublade stecken und dadurch verdrängen? Oder vielleicht konnte er die Anforderungen, die an ihn gestellt wurden, nicht mehr selbstständig erfüllen, da er einfach mit der Situation überfordert war? Im Praktikum setzte ich mich daraufhin mit Roland zusammen und hörte ihm einfach zu. So beruhigte ich ihn schließlich. Während des Gesprächs erinnerte ich mich an eines meiner Seminare zurück, in dem es um das Kohärenzgefühl ging. Ich stellte mir die Frage: Was kann ich tun, um Rolands Kohärenzgefühl zu steigern? Und welche Maßnahmen und Möglichkeiten der Sozialen Arbeit gibt es allgemein, um das Kohärenzgefühl bei drogennutzenden Jugendlichen zu stabilisieren und zu fördern?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Studienlage zum Drogenkonsum Jugendlicher und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf das Kohärenzgefühl sowie den Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

2. Kohärenzgefühl: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Sense of Coherence" (SOC) nach Aaron Antonovsky und differenziert zwischen den drei Kernkomponenten Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit für die psychische Gesundheit.

3. Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz: Das Kapitel beschreibt zentrale Herausforderungen im Jugendalter, darunter die Identitätsentwicklung, die Gestaltung sozialer Beziehungen und die Zukunftsplanung, die für das Kohärenzgefühl maßgeblich sind.

4. Drogenkonsum in der Adoleszenz: Hier werden die Gründe für den Drogenkonsum, das Konsumverhalten sowie die körperlichen und psychischen Auswirkungen detailliert analysiert und auf die Adoleszenzphase bezogen.

5. Sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten: Das Kapitel bietet konkrete Methoden und Ansätze zur Förderung der Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Bedeutsamkeit bei drogenabhängigen Jugendlichen, etwa durch Aufklärung, Sport oder familienzentrierte Präventionsprogramme.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Drogenkonsum als fehlgeleitete Bewältigungsstrategie zu verstehen, sowie die Bedeutung von Prävention und fachkundiger therapeutischer Unterstützung bei der Identitätsarbeit.

Schlüsselwörter

Kohärenzgefühl, Salutogenese, Adoleszenz, Drogenkonsum, Sozialpädagogik, Suchtprävention, Entwicklungsaufgaben, Lebensweltorientierung, Resilienz, Intervention, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Bedeutsamkeit, Jugendhilfe, Bewältigungsstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert den Zusammenhang zwischen dem Kohärenzgefühl von Jugendlichen nach Antonovsky und ihrem Drogenkonsum sowie mögliche sozialpädagogische Interventionswege.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen das Salutogenese-Modell, die psychosozialen Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz und die Analyse von Suchtverhalten als Bewältigungsstrategie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sozialpädagogische Maßnahmen dazu beitragen können, das Kohärenzgefühl bei drogenkonsumierenden Jugendlichen zu stabilisieren und zu verbessern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse theoretischer Konzepte sowie die Einbettung eines Fallbeispiels aus der eigenen Praxiserfahrung zur Veranschaulichung der Problematik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Kohärenzgefühls, die Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz, die Hintergründe von Drogenkonsum und Strategien zur fachlichen Intervention.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Salutogenese, Suchtprävention, Jugendhilfe, Kohärenzgefühl und Resilienz.

Wie kann bei Jugendlichen die Verstehbarkeit im Sinne des Kohärenzgefühls gefördert werden?

Die Förderung erfolgt primär durch Aufklärung über Sucht, die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und die Reflexion über individuelle Charaktereigenschaften.

Welche Rolle spielt die Familie bei den Interventionsmöglichkeiten?

Die Familie fungiert als wichtige Ressource; Programme wie "Familien stärken" zielen darauf ab, familiäre Schutzfaktoren zu reaktivieren und Erziehungsfertigkeiten zu trainieren.

Warum wird Drogenkonsum in der Arbeit als "Bewältigungsstrategie" bezeichnet?

Drogen werden oft eingesetzt, um Stress zu regulieren, Defizite bei der Erfüllung von Entwicklungsaufgaben zu kompensieren oder negative Gefühle kurzfristig zu betäuben.

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Details

Titel
In welcher Weise können sozialpädagogische Maßnahmen zur Entwicklung/ Stabilisierung des Kohärenzgefühls von drogennutzenden Jugendlichen beitragen
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz
Note
2,0
Autor
David Seifarth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
20
Katalognummer
V1324131
ISBN (PDF)
9783346808387
ISBN (Buch)
9783346808394
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kohärenzgefühl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Seifarth (Autor:in), 2022, In welcher Weise können sozialpädagogische Maßnahmen zur Entwicklung/ Stabilisierung des Kohärenzgefühls von drogennutzenden Jugendlichen beitragen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324131
Blick ins Buch
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