Diese Hausarbeit bearbeitet die Werbepsychologie, Band Management, Neuromarketing & Trojanisches Marketing anhand verschiedener Fallbeispiele. Neben attributivem Framing werden auch mentale Verarbeitungskonflikte, wie der Stroop-Effekts und auch Farb-Wort-Interferenz behandelt. Zuletzt folgt eine Marketinganalyse für eine Baufirma zur Anwerbung junger Auszubildender.
Inhaltsverzeichnis
2 Aufgabenstellung 1 „Kaffeemaschinen“
2.1 Optische Unterschiede der Maschinen
2.2 Ein weiteres Produkt mit dem selben Mechanismus
3 Aufgabenstellung 2 „Frozen Joghurt´s“
3.1 Welcher Effekt lässt sich im Zuge der Präsentation der „Frozen Joghurt´s“ erkennen?
3.2 Ein weiteres Beispiel im Marketing, welches diesen Effekt abzubilden vermag.
4 Aufgabenstellung 3 „Farben‐Wort‐Test“
4.1 Lesen Sie die Farbe, in welcher die Wörter geschrieben sind, laut vor – welcher Verarbeitungsprozess zeigt sich?
4.2 Worauf kann dieser Konflikt zurückgeführt werden?
5 Aufgabenstellung 4 „Fallbeispiel zu Schemabilder anhand Bögl Bauservice“
5.1 Analyse
5.1.1 Standortanalyse
5.1.2 Zielgruppenanalyse
5.2 Trojanisches Marketingkonzept für einen Ausbildungstag
5.3 Ankündigung des Ausbildungstags
5.3.1 Webseite
5.3.2 Print
5.3.3 Out of Home Plakate
5.4 Umsetzung und Maßnahmen des Ausbildungstags
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht psychologische Mechanismen der Kundenansprache im Marketing, insbesondere durch die Anwendung von Erkenntnissen aus der Werbepsychologie, dem Neuromarketing und Konzepten wie dem "Trojanischen Marketing", um gezielt junge Zielgruppen wie die Generation Z zu erreichen.
- Analyse des Einflusses von Pareidolie auf die Produktwahrnehmung und Kaufbereitschaft.
- Erforschung von Framing-Effekten und deren Einsatzmöglichkeiten im modernen Marketing.
- Untersuchung des Stroop-Effekts als Lernprozess für kognitive Konflikte.
- Entwicklung maßgeschneiderter Marketingansätze für die Generation Z (Fallbeispiel Max Bögl).
Auszug aus dem Buch
3.1 Welcher Effekt lässt sich im Zuge der Präsentation der „Frozen Joghurt´s“ erkennen?
In der Abbildung 3 lässt sich bei den Joghurtbechern der Effekt des attributives Framings erkennen. Hier wird ein Objekt mit Hilfe eines Attributes beschrieben, das nur zwei Ausprägungen annehmen kann, die sich logisch ergänzen (Beck 2014, S. 154). Als Konsument*in bekommt man den Eindruck das Joghurt, das einmal mit 20% Fett und einmal mit 80% fettfrei beschrieben wird, das als low-fat beschriebene Jogurt wahrscheinlich als qualitativ besser wahrgenommen wird. Das schwierige beim attributiven Framing ist die Abschätzung der Konsumenten*innen Reaktionen, ob ein Begriff und Attribute als positiv oder negativ gewertet wird und welche Assoziationen mit den verwendeten Begriffen und Attributen verbunden sind (pringuin.de 2022).
Neben dem attributiven Framing gibt es noch weitere Ausprägungen von Framing auf die hier nicht weiter eingegangen wird.
Allgemein beschreibt Framing den Effekt, dass Menschen auf die genau gleiche Sachlage unterschiedlich reagieren, je nachdem, wie die Sachlage dargestellt beziehungsweise formuliert wird. Menschen lassen sich somit bei der Wahl ihrer Entscheidung durch unterschiedliche Formulierungen des gleichen Sachverhalts beeinflussen (Beck 2014, S. 153).
In der klassischen Ökonomie gilt die zentrale Annahme, dass der Homo Oeconomicus rational agiert, versucht seinen Eigennutzen zu maximieren, frei von Emotionen ist und keine Fehler in der Informationsaufnahme und –verarbeitung macht (Beck 2014, S. 1).
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabenstellung 1 „Kaffeemaschinen“: Untersucht das psychologische Phänomen der Pareidolie, bei dem in Produktdesigns bewusst oder unbewusst menschliche Gesichter wahrgenommen werden, um die Kaufbereitschaft zu beeinflussen.
Aufgabenstellung 2 „Frozen Joghurt´s“: Analysiert den Effekt des attributiven Framings, durch den die Art der Informationsdarstellung die Beurteilung eines Produkts durch Konsumenten maßgeblich beeinflusst.
Aufgabenstellung 3 „Farben‐Wort‐Test“: Behandelt den Stroop-Effekt, um zu verdeutlichen, wie mentale Verarbeitungskonflikte zwischen bewusst und unbewusst ablaufenden Prozessen entstehen.
Aufgabenstellung 4 „Fallbeispiel zu Schemabilder anhand Bögl Bauservice“: Führt eine praxisorientierte Standort- und Zielgruppenanalyse für das Unternehmen Max Bögl durch, um ein trojanisches Marketingkonzept speziell für die Generation Z zu entwerfen.
Schlüsselwörter
Werbepsychologie, Neuromarketing, Pareidolie, Framing-Effekt, Nudging, Konsumentenentscheidung, Homo Oeconomicus, Stroop-Effekt, Generation Z, Digital Natives, Employer Branding, Standortanalyse, Zielgruppenanalyse, Trojanisches Marketing, Ausbildungsmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen psychologischen Phänomenen der Werbepsychologie, die dazu genutzt werden können, die unbewusste Entscheidungsfindung von Konsumenten gezielt zu beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Wirkung der Pareidolie, der Einfluss von Framing, kognitive Interferenzphänomene wie der Stroop-Effekt sowie Strategien zur Gewinnung der Generation Z als Auszubildende.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, psychologische Mechanismen im Marketingkontext zu identifizieren und diese in einer praktischen Anwendung, am Beispiel der Firma Max Bögl, in eine konkrete Recruiting-Strategie zu übersetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert Literaturrecherche und theoretische Analyse psychologischer Konzepte mit einer praxisorientierten Fallstudie und einer qualitativen Zielgruppenanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist in vier Aufgabenstellungen unterteilt, die jeweils ein psychologisches Theorie-Modell (Pareidolie, Framing, Stroop-Effekt, Zielgruppenethos) erläutern und deren marketingrelevante Anwendung reflektieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Werbepsychologie, Framing-Effekt, Generation Z, Employer Branding und Konsumentenverhalten.
Wie wirkt sich Pareidolie konkret auf das Marketing aus?
Pareidolie führt dazu, dass Konsumenten in Produkt-Designs, wie z.B. bei der Frontansicht von Autos, menschliche Mimik wahrnehmen, wodurch das Produkt eine emotionale Aufladung erhält und attraktiver oder sympathischer wirkt.
Warum ist das "Trojanische Marketing" für Max Bögl relevant?
Es dient dazu, die Marke Max Bögl bei der Generation Z subtil durch emotionale Mehrwerte (z.B. "Helden der Baustelle") zu positionieren, anstatt die Zielgruppe nur direkt und rein werblich anzusprechen.
- Citation du texte
- Manuela Jandl (Auteur), 2022, Werbepsychologie, Brand Management, Neuromarketing und Trojanisches Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324246