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Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Title: Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Term Paper , 2022 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Gwendolin Prins (Author)

Social Work
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Was stellen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen dar, und welche Folgen ergeben sich daraus für die Praxis der Sozialen Arbeit? Dafür sollen zuallererst historische und sozialverwaltungsrechtliche Grundlagen und die Vorstellung beider Grundsicherungssysteme des SGB II und SGB XII als Fundament dienen, um dann die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Anrechnungsarten herauszukristallisieren und gegenüberzustellen. Im Anschluss werden dann die Auswirkungen auf die Praxis der Sozialen Arbeit einer näheren Betrachtung unterzogen. Ein resümierendes Fazit rundet die wissenschaftliche Arbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wie arm ist Deutschland?

2. Die Grundsicherungssysteme in Deutschland

2.1 Kurzer historischer Ausschnitt

2.2 Grundlagen des Allgemeinen Sozialverwaltungsrechts

2.3 Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II

2.4 Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII (Sozialhilfe)

3. Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen

3.1 Einkommens- und Vermögensanrechnung im SGB II

3.2 Einkommens- und Vermögensanrechnung im SGB XII

3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Anrechnungsarten

4. Auswirkungen und Aufgaben im Praxisalltag der Sozialen Arbeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Anrechnung von Einkommen und Vermögen in den deutschen Grundsicherungssystemen (SGB II und SGB XII) und leitet daraus konkrete Herausforderungen und Aufgaben für die Praxis der Sozialen Arbeit ab.

  • Historische und rechtliche Grundlagen der Sozialversicherung und Grundsicherung
  • Systematik der Leistungsberechtigung nach SGB II und SGB XII
  • Vergleich der Anrechnungsmodelle (Bedarfsgemeinschaft vs. Einsatzgemeinschaft)
  • Rolle der Sozialberatung bei komplexen Verwaltungsverfahren
  • Empowerment und Befähigung von Klienten zur Wahrnehmung ihrer Rechte

Auszug aus dem Buch

3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Anrechnungsarten

Die Gemeinsamkeiten der Einkommens- und Vermögensanrechnung wurden bereits kurz in Kapitel 3.2 angerissen. Nun sollen diese ergänzt und um Differenzen erweitert werden. So ist im SGB II von der sogenannten Bedarfsgemeinschaft die Rede:

„Ist in einer Bedarfsgemeinschaft nicht der gesamte Bedarf aus eigenen Kräften und Mitteln gedeckt, gilt nach § 9 Abs. 2 S. 3 SGB II jede Person der Bedarfsgemeinschaft im Verhältnis des eigenen Bedarfs zum Gesamtbedarf als hilfebedürftig, wobei nur die Bedarfe für Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II außer Betracht bleiben. Vorhandenes Einkommen und Vermögen wird somit je nach dem Anteil der Bedürftigkeit bei den in der Bedarfsgemeinschaft vorhandenen Personen angerechnet, unabhängig davon, wem es tatsächlich zusteht.“ 50

In diesem Fall handelt es sich um eine „horizontale Einkommensverteilung“ (vgl. § 9 Abs. 2 SGB II). Das bedeutet, dass nicht nur die eigenen, sondern auch die Mittel aller in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen zur Bedarfsdeckung einzusetzen sind. 51 In dieser anteilsmäßigen Zurechnung des Einkommens werden Personen, welche ihren Lebensunterhalt eigentlich aus ihrem eigenen Einkommen und Vermögen decken können, „künstlich“ zu Hilfeempfangenden gemacht. Diese herbeigeführte Konstruktion ruft im Hinblick auf das Recht auf Menschenwürde jedoch in manchen Augen verfassungsrechtliche Bedenken hervor, da ein Teil des Einkommens der Personen, die ihren Bedarf decken können, auf Andere in der Bedarfsgemeinschaft verteilt wird, und damit das zunächst der Person genommene Existenzminimum gewissermaßen durch einen Leistungsanspruch mit Obligationen und Sanktionsmöglichkeiten zurückgegeben wird. Dadurch wird die existenzsichernde Leistung nicht der tatsächlich hilfebedürftigen Person, sondern anderen Mitgliedern zugestanden. 52

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie arm ist Deutschland?: Einleitende Betrachtung der Armutsproblematik im Kontext wirtschaftlicher Krisen und deren Zusammenhang mit dem Bezug von Grundsicherungsleistungen.

2. Die Grundsicherungssysteme in Deutschland: Historischer Überblick über die Sozialversicherung und Darstellung der Struktur sowie der Rechtsgrundlagen von SGB II und SGB XII.

3. Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen: Detaillierte Analyse der Prüfungskriterien für Einkommen und Vermögen unter Berücksichtigung gesetzlicher Freibeträge und Anrechnungsarten.

4. Auswirkungen und Aufgaben im Praxisalltag der Sozialen Arbeit: Erläuterung der praktischen Anforderungen an Sozialarbeiter, insbesondere im Umgang mit komplexen Verwaltungsverfahren und der Beratung zur Wahrnehmung sozialer Rechte.

5. Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Schlussfolgerung über die Bedeutung einer einzelfallorientierten und bedarfsgerechten Beratung.

Schlüsselwörter

Grundsicherung, SGB II, SGB XII, Einkommensanrechnung, Vermögensanrechnung, Bedürftigkeit, Sozialhilfe, Bedarfsgemeinschaft, Einsatzgemeinschaft, Existenzsicherung, Sozialarbeiter, Rechtsberatung, Empowerment, Selbsthilfeprinzip, Armutsrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen bei der Anrechnung von Einkommen und Vermögen in den zwei zentralen deutschen Grundsicherungssystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition von Bedürftigkeit, dem Vergleich zwischen SGB II und SGB XII sowie den daraus resultierenden Anforderungen an die Fachkräfte der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Anrechnungsarten zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Folgen diese für die Praxis der Sozialen Arbeit haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf sozialverwaltungsrechtlichen Grundlagen und bestehender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Einkommen und Vermögen, die Verfahrenswege der Anrechnung sowie die Unterschiede zwischen Bedarfs- und Einsatzgemeinschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Grundsicherung, Einkommens- und Vermögensanrechnung, SGB II, SGB XII, Bedarfsgemeinschaft und Handlungskompetenz der Sozialen Arbeit.

Was unterscheidet die Bedarfsgemeinschaft (SGB II) von der Einsatzgemeinschaft (SGB XII)?

Im SGB II erfolgt eine horizontale Einkommensverteilung, bei der Mittel innerhalb der Gemeinschaft angerechnet werden, während im SGB XII eine vertikale Verteilung bei der sogenannten Einsatzgemeinschaft stattfindet.

Warum ist das "Selbsthilfeprinzip" für die Arbeit relevant?

Das Empowerment der Klienten zur eigenständigen Wahrnehmung ihrer Rechte ist ein essenzieller Bestandteil der pädagogischen Arbeit, um deren menschenwürdige Existenzsicherung zu unterstützen.

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Details

Title
Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
College
Fresenius University of Applied Sciences Idstein
Grade
1,0
Author
M.A. Gwendolin Prins (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1324526
ISBN (PDF)
9783346808813
ISBN (Book)
9783346808820
Language
German
Tags
einkommens- vermögensanrechnung grundsicherungssystemen gemeinsamkeiten unterschiede
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Gwendolin Prins (Author), 2022, Einkommens- und Vermögensanrechnung in den Grundsicherungssystemen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324526
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