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Antidiskriminierungsmethoden in Form des reflexiven Sprachgebrauchs

Wie Sprache Diskriminierung verstärken, aber auch verringern oder gar vermeiden kann

Title: Antidiskriminierungsmethoden in Form des reflexiven Sprachgebrauchs

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Gwendolin Prins (Author)

Social Work
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Wie kann reflexiver Sprachgebrauch im Rahmen von Antidiskriminierungsmethoden eingesetzt werden, und welche Folgen ergeben sich daraus? Dafür sollen zuerst definitorische und forschungsrelevante Grundlagen abgesteckt sowie ein methodischer Überblick der Antidiskriminierungsarbeit im sozialen Bereich gegeben werden. Diese Überlegungen führen dann zum reflexiven Sprachgebrauch. Hierfür erfolgt zuerst eine Skizzierung, in welcher Weise Diskriminierung in Sprache zutage tritt, woraufhin die dafür entscheidenden Beweggründe anhand kommunikationspsychologischer Ansätze aufgezeigt werden. Anschließend findet dies anhand eines Beispiels aus dem Praxisalltag der Sozialen Arbeit eine Veranschaulichung. Darauffolgend wird die Relevanz sowie die gesellschaftliche Wirkung sprachreflexiver Techniken der Antidiskriminierungsarbeit thematisiert und mit einer kritischen Einordnung komplementiert. Am Schluss rundet ein resümierendes Fazit die Arbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1. Bitte, wie war das?

2. Grundlagen der Antidiskriminierungsarbeit im sozialen Bereich

2.1 Grundlegende Begrifflichkeiten und relevante Forschungsergebnisse

2.2 Antidiskriminierungsarbeit innerhalb der Sozialen Arbeit: Definition und Verortung

2.3 Antidiskriminierungsmethoden der Sozialen Arbeit: Ein grober Überblick

3. Der reflexive Sprachgebrauch als Methode der Antidiskriminierungsarbeit

3.1 Die Macht der Sprache

3.2 Kommunikationspsychologische Hintergründe

3.3 Das „Schimpfwörter ABC“ als Beispiel einer sprachlich reflexiven Antidiskriminierungsmethode

4. Relevanz, gesellschaftliche Wirkung und kritische Einordnung von Antidiskriminierungsmethoden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie reflexiver Sprachgebrauch gezielt als Methode in der Antidiskriminierungsarbeit eingesetzt werden kann, um diskriminierende Kommunikationsstrukturen aufzubrechen und die Sensibilität für soziale Ausgrenzung zu fördern.

  • Theoretische Grundlagen von Diversity und Diskriminierung
  • Kommunikationspsychologische Mechanismen bei Ausgrenzung
  • Methoden der reflexiven Spracharbeit (Praxisbeispiel: „Schimpfwörter ABC“)
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit und gesellschaftlichen Einordnung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Macht der Sprache

Der Sprache kommt in den meisten Fällen sozialer Diskriminierung eine Schlüsselrolle zu, da sie erstens ein zentrales Mittel von Diskriminierung ist, zweitens zugleich zu ihrem Objekt wird und drittens ein Medium ihrer Bekämpfung darstellt. Sie verfügt über eine gewisse Macht, die über Worte hinweg wirken kann:

„Sprache wird gebraucht, um zu bestimmten Menschengruppen sozial auf Distanz zu gehen, um Unterschiede zwischen Menschengruppen zu suggerieren oder aufzubauschen, um negative Bewertungen direkt oder indirekt, explizit oder implizit zu verbalisieren, um eine Ungleichbehandlung mehr oder weniger trugschlüssig zu rechtfertigen, um Vorurteile zu verbreiten und Stereotype zuzuschreiben, um Diskriminierungshandlungen performativ zu vollziehen usw.“ (Reisigel, 2017, S. 83)

Aufgrund dieser machtvollen und recht schwer zu durchbrechenden Struktur ist die Veränderung des Sprachgebrauchs allein nicht dazu im Stande, das komplexe Diskriminierungsproblem zu lösen (vgl. Reisigel, 2017, S. 83). Es bedarf vielmehr einer kritischen Sprachreflexion, welche ebenfalls im Rahmen linguistischer Diskriminierungsanalysen Verwendung findet. Diese beinhaltet die Unterteilung in fünf Typen von Strategien: Benennungs- bzw. Nominations-, Prädiktions-, Argumentations-, Perspektivierungs- sowie Abschwächungs- und Verstärkungsstrategie. Es ist demnach zu unterscheiden, wie genau eine Person benannt, welche Attribute ihr zugeschrieben, welche Argumentationsmuster von Diskriminierenden zugrunde gelegt, welche Perspektiven bzw. Standpunkte von ihnen vertreten und inwiefern abwertende Sprachhandlungen abgeschwächt oder verstärkt werden (vgl. Reisigel, 2017, S. 85 ff.). Dabei kommt es jedoch immer auf die Zusammenhänge der jeweiligen Situation an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bitte, wie war das?: Das Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Verbreitung diskriminierender Sprache bei Kindern und Jugendlichen und definiert die Forschungsfrage.

2. Grundlagen der Antidiskriminierungsarbeit im sozialen Bereich: Hier werden zentrale Begriffe wie Diversity und Diskriminierung theoretisch verortet und ein Überblick über methodische Ansätze gegeben.

3. Der reflexive Sprachgebrauch als Methode der Antidiskriminierungsarbeit: Dieses Kapitel analysiert die Machtdynamiken der Sprache und stellt mit dem „Schimpfwörter ABC“ eine konkrete Methode zur sprachlichen Reflexion vor.

4. Relevanz, gesellschaftliche Wirkung und kritische Einordnung von Antidiskriminierungsmethoden: Es wird die gesellschaftliche Bedeutung diskutiert und eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung und möglichen Hürden vorgenommen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der kontinuierlichen theoretischen und praktischen Weiterentwicklung der Antidiskriminierungsarbeit.

Schlüsselwörter

Antidiskriminierung, Reflexiver Sprachgebrauch, Diversity, Soziale Arbeit, Diskriminierung, Schimpfwörter ABC, Kommunikationspsychologie, Vorurteile, Sprachreflexion, Identität, Soziale Gruppenprozesse, Sensibilisierung, Intersektionalität, Marginalisierung, Sprachliche Gewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich dem Zusammenhang zwischen Sprache und Diskriminierung und untersucht, wie ein bewusster, reflexiver Sprachgebrauch eingesetzt werden kann, um diskriminierendes Verhalten in sozialen Kontexten zu verringern.

Welches ist das zentrale Themenfeld?

Das Hauptthema ist die Antidiskriminierungsarbeit in der Sozialen Arbeit unter besonderer Berücksichtigung sprachreflexiver Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Herausforderungen von Methoden zur Sprachreflexion zu analysieren, um Diskriminierung effektiv zu bekämpfen und das Bewusstsein für Machtstrukturen in der Sprache zu schärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturstudien zur Diskriminierungsforschung, Psychologie und Sozialpädagogik sowie der Analyse spezifischer Interventionsmethoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Diversity-Konzepte, die Analyse der Macht der Sprache durch linguistische Ansätze und die praktische Vorstellung einer reflexiven Methode für die pädagogische Arbeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit kennzeichnen?

Zentrale Begriffe sind Antidiskriminierung, Sprachreflexion, Diversity, Soziale Arbeit und Diskriminierung.

Was unterscheidet das „Schimpfwörter ABC“ von anderen Methoden?

Es handelt sich um eine handlungsorientierte Methode, die den bewussten Umgang mit Beleidigungen im Plenum ermöglicht und direkt an der Lebenswelt der Teilnehmenden ansetzt, um Normen und Machtwirkungen zu hinterfragen.

Warum ist eine kritische Einordnung der Arbeit wichtig?

Die Autorin betont, dass jede Strategie gegen Diskriminierung ernsthaft hinterfragt werden muss, um unbeabsichtigte Effekte wie Diskriminierungsumkehr oder eine rein oberflächliche „Political Correctness“ zu vermeiden.

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Details

Title
Antidiskriminierungsmethoden in Form des reflexiven Sprachgebrauchs
Subtitle
Wie Sprache Diskriminierung verstärken, aber auch verringern oder gar vermeiden kann
College
Fresenius University of Applied Sciences Idstein
Grade
1,0
Author
M.A. Gwendolin Prins (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1324529
ISBN (PDF)
9783346808943
ISBN (Book)
9783346808950
Language
German
Tags
antidiskriminierungsmethoden form sprachgebrauchs sprache diskriminierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Gwendolin Prins (Author), 2021, Antidiskriminierungsmethoden in Form des reflexiven Sprachgebrauchs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324529
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