Exemplarisch wird für die folgende Erarbeitung das Kinderbuch "Coronavirus - Ein Buch für Kinder" betrachtet. Auf Grundlage dessen wird geprüft, inwieweit die Texte und Bilder des Buches kindgerecht sind und inwieweit das Buch sachunterrichtsdidaktisches Potenzial für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 aufweist. Der Hauptteil dieser Arbeit beschäftigt sich zum einen mit der Analyse von Texten und Bildern sowie deren Verbindung im Kinderbuch "Coronavirus - Ein Buch für Kinder" in Bezug auf Kindgerechtigkeit. Zum anderen wird, ausgehend von den Ergebnissen der Analyse, das Buch aus sachunterrichtsdidaktischer Sicht beurteilt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Bilderbuch
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Typologien
2.3 Funktionen
2.4 Das fünfdimensionale Modell der Bilderbuchanalyse von Michael Staiger
3 Analyse des Kinderbuches „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ auf Kindgerechtigkeit
3.1 Typisierung
3.2 Kennzeichen eines kindgerechten Bilderbuches
3.2.1 Thematische und inhaltliche Qualitätskriterien
3.2.2 Künstlerische und ästhetische Qualitätskriterien
3.2.3 Sprachliche und erzählerische Qualitätskriterien
3.3 Dimensionale Analyse
3.3.1 Verbale Dimension
3.3.2 Bildliche Dimension
3.3.3 Intermodale Dimension
4 Das Kinderbuch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ im Sachunterricht
4.1 Ziele des Sachunterrichts
4.2 Sachunterrichtsdidaktische Beurteilung des analysierten Buches
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, das Kinderbuch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ anhand wissenschaftlicher Qualitätskriterien auf seine Kindgerechtigkeit zu prüfen und sein didaktisches Potenzial für den Sachunterricht in der Primarstufe zu bewerten.
- Theoretische Fundierung des Bilderbuchbegriffs und Analysemodelle
- Erarbeitung von Merkmalen kindgerechter Literatur und Sachbilderbücher
- Detaillierte Analyse des Kinderbuches auf verbaler, bildlicher und intermodaler Ebene
- Didaktische Beurteilung des Buches für den Einsatz im Sachunterricht der Klassen 1 bis 4
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffsbestimmung
„Im Leben eines Kindes sind in der Regel Bilderbücher die ersten Bücher, die ihm elementare und emotionale Bucherfahrungen vermitteln. Insofern ist die Bedeutung von Bilderbüchern … unbestritten. Bilderbücher unterhalten Kinder durch die einzigartige Verbindung von Text und Bild …“ (Marquardt 2010, S. 18).
Thiele definiert das Bilderbuch als „spezielle Untergattung der Kinderliteratur, die in der Regel 30 Buchseiten nicht überschreitet und sich durch eine enge Wechselbeziehung von Bild und Text auszeichnet“ (2003, S. 71), wobei „die Bilder gegenüber dem Text Vorrang“ (Kaminski 1998, S. 45) haben aber dennoch sowohl der Text als auch die Bilder als selbstständige Bedeutungsträger (vgl. Weinkauf & Glasenapp 2014, S. 164) zu verstehen sind. Auch Grünwald (1991, S. 17) spricht in seinem Text von einer Bilddominanz im Bilderbuch.
„Die Besonderheit des Mediums Bilderbuch besteht in der Art und Weise der Informationsvergabe an den Rezipienten: Diese erfolgt in einer Kombination aus bildlichen und verbalen Codes, die in Abhängigkeit und Wechselwirkung zueinanderstehen.“ (Staiger 2019, S. 14)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das aktuelle Bedürfnis, Kindern das komplexe Thema Coronavirus näherzubringen, und stellt die Forschungsfrage zur Kindgerechtigkeit sowie sachunterrichtsdidaktischen Eignung des ausgewählten Buches.
2 Das Bilderbuch: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis durch Begriffsdefinitionen, Typologien und Funktionen und führt das fünfdimensionale Analysemodell nach Michael Staiger ein.
3 Analyse des Kinderbuches „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ auf Kindgerechtigkeit: Hier erfolgt eine kritische Makroanalyse des Buches hinsichtlich verbaler, bildlicher und intermodaler Dimensionen im Abgleich mit spezifischen kindgerechten Qualitätskriterien.
4 Das Kinderbuch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ im Sachunterricht: Dieses Kapitel prüft auf Basis der Sachunterrichtsdidaktik, ob das Buch zur Erreichung von Lernzielen wie Wissensvermittlung, Sozialkompetenz und ästhetischer Bildung geeignet ist.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Buch ohne flankierende pädagogische Unterstützung nicht kindgerecht ist, bietet aber Ansätze für den gezielten Einsatz im Unterricht.
Schlüsselwörter
Sachbilderbuch, Coronavirus, Kindgerechtigkeit, Sachunterricht, Bilderbuchanalyse, Michael Staiger, Didaktik, Lesekompetenz, Medienpädagogik, Primarstufe, Bild-Text-Verhältnis, Erstliteratur, Wissensvermittlung, Sozialkompetenz, ästhetische Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Kinderbuch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ auf seine Eignung für Kinder im Grundschulalter unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Analysemodelle.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Funktion des Bilderbuchs, die Kriterien für kindgerechte Literatur sowie die fachdidaktischen Anforderungen des Sachunterrichts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob das analysierte Buch kindgerecht gestaltet ist und ob es aus sachunterrichtsdidaktischer Sicht positiv beurteilt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Literaturanalysen durchgeführt und das fünfdimensionale Modell der Bilderbuchanalyse von Michael Staiger zur Makroanalyse des Kinderbuchs herangezogen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Buches hinsichtlich inhaltlicher, künstlerischer und sprachlicher Kriterien sowie eine anschließende sachunterrichtskontextuelle Beurteilung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sachbilderbuch, Kindgerechtigkeit, Sachunterricht, Bilderbuchanalyse und Medienbildung in der Grundschule.
Warum wird das Buch kritisch hinsichtlich der Typisierung bewertet?
Es zeigt sich, dass das Buch eine Mischform zwischen Sachbuch und Erzählsachbuch darstellt, dabei jedoch Merkmale vermissen lässt, die für ein klassisches, interaktives Bilderbuch notwendig wären.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über den Einsatz im Sachunterricht?
Das Buch kann aufgrund sprachlicher Hürden und fehlender bildlicher Interdependenz nicht ohne begleitende Unterstützung durch eine Lehrkraft erfolgreich für das selbstständige Lernen der Kinder genutzt werden.
- Arbeit zitieren
- Melissa-Maria Pischke (Autor:in), 2021, Coronavirus im Kinderbuch. Eine fachdidaktische Analyse von Texten und Bildern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324553