Die Aufgabe dieser Arbeit bestand darin, eine zentrale Lebenswelt, in diesem Fall das Setting Grundschule, aus gesundheitlicher Perspektive zu analysieren und praxistaugliche Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung zu identifizieren. Zunächst wird die gesundheitliche Ausgangssituation analysiert. Im Anschluss wird ein Modellprojekt vorgestellt und bewertet. Die Arbeit schließt mit Schlussfolgerungen für die Praxis.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.1.1 Übergewicht und Adipositas
1.1.2 Unfälle
1.1.3 Bewegungsverhalten
1.1.4 Ernährungsverhalten
1.1.5 Medienkonsum
1.1.6 Psychische Auffälligkeiten
1.1.7 Diskussion der gesundheitlichen Daten
1.2 Ableitung von drei Handlungsansätzen
2 RECHERCHE „MODELLPROJEKT“
3 BEWERTUNG MODELLPROJEKT
3.1 Good-Practice-Kriterien
3.2 Schlussfolgerung für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Datenlage von Kindern und Jugendlichen im Setting Grundschule, um auf Basis dieser Erkenntnisse praxisnahe Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung abzuleiten und ein ausgewähltes Modellprojekt unter Qualitätsaspekten zu bewerten.
- Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation (Übergewicht, Bewegung, Ernährung, Medien, Psyche)
- Ableitung von Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention
- Vorstellung und tiefgehende Analyse des Modellprojekts „Fit ist cool“
- Anwendung von Good-Practice-Kriterien zur Projektevaluierung
Auszug aus dem Buch
1.1.7 Diskussion der gesundheitlichen Daten
Zusammenfassen lässt sich sagen, das die oben genannten Bereiche (Unfälle, Übergewicht, Bewegungsverhalten, Ernährungsverhalten, psychische Auffälligkeiten und Medienkonsum) ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem im Setting Grundschule darstellen und primärpräventiv durch Gesundheitsfördernde Präventionsprogramme verhindert bzw. verbessert werden sollten. Aus der Analyse geht klar hervor, dass Kinder und Jugendliche mit einem niedrigen sozioökonomischen Status (SES), häufiger von diesen Problemen betroffen sind. Aus diesem Grund steht die Wichtigkeit nicht zur Debatte, dass alle Bevölkerungsgruppen mit Gesundheitsförderung und Prävention in Grundschulen erreicht werden müssen. Vor allem die Adipositasprävention ist wichtig, denn Adipositas gehört zu den größten Risikofaktoren für physische und psychische Gesundheit der Menschen. Erschreckend ist, dass Krankheiten, die früher erst im Erwachsenenalter auftraten, heute bereits bei Kindern und Jugendlichen festgestellt werden, wie zum Beispiel Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck (BZgA & RKI).
Folgende drei Argumente untermauern, dass das Setting „Grundschule“ ein Schlüsselfaktor für die Gesundheitsförderung ist:
• Es werden Heranwachsende aus allen sozialen Schichten erreicht, die Gesundheitsschädigendes Verhalten noch nicht manifestiert haben und in dieser Hinsicht entscheidend beeinflusst werden können (Zwick et al., 2011, S. 303–311). Gelingt es, in dieser Lebensphase gesundheitsfördernde Verhaltensweisen zu übernehmen, werden diese am ehesten in der Zukunft fortgeführt. (Kaluza & Lohaus, 2006)
• In den Grundschulen sind über 90% der Kinder über viele Jahre der Entwicklung erreichbar (auch aufgrund der Schulpflicht in Deutschland), somit müssen Schulen als Setting in die Gesundheitsförderung einbezogen werden. (Zwick et al., 2011)
• Die Eltern sind über die (Grund-) Schule erreichbar. Sie gelten als ein entscheidender Faktor, bei der Erziehung der Kinder und Jugendlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Datenbasis zur aktuellen gesundheitlichen Situation von Grundschulkindern und leitet daraus notwendige Handlungsfelder ab.
RECHERCHE „MODELLPROJEKT“: Hier wird das spezifische Modellprojekt „Fit ist cool“ detailliert vorgestellt, inklusive seiner Ziele, Strukturen und Zielgruppen.
BEWERTUNG MODELLPROJEKT: Im letzten Hauptteil wird das Projekt kritisch anhand von Good-Practice-Kriterien analysiert und es werden Handlungsempfehlungen für die zukünftige Praxis abgeleitet.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Grundschule, Setting-Ansatz, Übergewicht, Adipositas, Ernährungsverhalten, Bewegungsverhalten, Medienkonsum, Psychische Gesundheit, Sozioökonomischer Status, Fit ist cool, Good-Practice, Lebenswelten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der gesundheitlichen Situation von Kindern im Setting Grundschule und zeigt auf, wie durch Präventionsprogramme eine langfristige Gesundheitsförderung gelingen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Übergewicht, Adipositas, Bewegungs- und Ernährungsverhalten, psychische Auffälligkeiten sowie den Medienkonsum bei Kindern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die gesundheitliche Analyse einer zentralen Lebenswelt sowie die Identifikation und Bewertung von Handlungsansätzen zur Gesundheitsförderung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse evidenzbasierter Daten zur Bestimmung des Handlungsbedarfs sowie eine fallbezogene Analyse mittels Good-Practice-Kriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der gesundheitlichen Datenlage, die Ableitung von Präventionsmaßnahmen und die evaluierende Bewertung des Modellprojekts „Fit ist cool“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichsten Begriffe bilden Gesundheitsförderung, Prävention, das Setting Grundschule sowie die Analyse von Lebenswelten und Multiplikatorenkonzepten.
Warum ist das Projekt „Fit ist cool“ für die Fragestellung relevant?
Es dient als konkretes Praxisbeispiel, um zu demonstrieren, wie durch ein integriertes Netzwerk professionelle Hilfestellungen für übergewichtige Kinder effizient umgesetzt werden können.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status (SES) in der Arbeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass Kinder aus Familien mit niedrigem SES signifikant häufiger von gesundheitlichen Problemen wie Adipositas betroffen sind, was die Notwendigkeit niederschwelliger Angebote unterstreicht.
- Citar trabajo
- Nancy Schrottge (Autor), 2022, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten im Setting Grundschule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1324885