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Von Lockdown zu Lockdown. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale Ungleichheit in Deutschland

Titre: Von Lockdown zu Lockdown. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale Ungleichheit in Deutschland

Thèse de Bachelor , 2022 , 77 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Derk Telschow (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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In der vorliegenden Arbeit wird die Veränderung der sozialen Ungleichheit an drei, während der Pandemie überaus relevanten Bereichen analysiert. Dazu gehört das Homeoffice, die Kurzarbeit und Weiterbildungen.

Im Februar 2020 wurden die ersten Infektionen mit dem neuartigen SARS-CoV-2, umgangssprachlich auch Coronavirus genannt, in Wuhan (CHN) festgestellt. In wenigen Wochen stieg die Zahl der bestätigten Fälle und Todesfälle auf der ganzen Welt, sodass die Weltgesundheitsorganisation am 11. März 2020 den Covid-19-Ausbruch zu einer Pandemie erklärte. Auch in Deutschland konnte man innerhalb von wenigen Wochen rasant ansteigende Infektionszahlen konstatieren und die Große Koalition, bestehend aus Sozialdemokratischer Partei Deutschlands (SPD) und Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU), war gezwungen zu handeln, um die Leben der deutschen Bürger zu schützen. Um diese zu schützen gab es nie da gewesene Eingriffe in das öffentliche Leben: Geschäfte, Kultur-, Sport-, Freizeit- und Dienstleistungseinrichtungen wurden geschlossen, wie auch Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen. Dazu wurden Veranstaltungen und Versammlungen untersagt und Kontaktverbote ausgesprochen. Zusätzlich wurde am 22. März 2020 der erste bundesweite Lockdown durchgesetzt, der die gleichzeitige Umsetzung all der angeführten Maßnahmen bedeutete. Viele Experten erwarteten infolge dieser Maßnahmen einen Wirtschaftseinbruch, der sich auch auf dem heimischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt niederschlagen würde. Und auch wenn gewisse Auswirkungen unausweichlich waren, versuchte die Regierung durch verschiedene Maßnahmen die Wirtschaft und die damit verbundene Arbeitswelt zu sichern. Zwei sehr zentrale Maßnahmen waren die Ausweitung der Kurzarbeit und des Homeoffice.

Dies waren schnelle und sinnvolle Maßnahmen als Reaktion auf die gestiegene Ansteckungsgefahr im öffentlichen Raum und der folglich in vielen Bereichen eingeschränkten Geschäftstätigkeit. Dabei bewerteten die befragten Experten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in ihrer Wirksamkeitsanalyse der Corona-Maßnahmen, keine Maßnahme so positiv wie Kurzarbeit, im Hinblick auf ‚Einkommens- und Entgeltsicherung‘, ‚Beschäftigungssicherung‘ sowie der ‚volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Relation‘. Auch die gesteigerte Nutzung des Homeoffice wurde als pandemiebedingte Maßnahme vielerlei gelobt. So beschreibt der Datenreport 2021 des Statistischen Bundesamtes (Destatis), des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), dass Homeoffice einen wesentlichen Beitrag zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen beigetragen hat und darüber hinaus die Arbeitswelt und die Organisationsformen nachhaltig verändert haben. Doch gleichzeitig werden „Geschlechter-, Bildungs- und Einkommensunterschiede etwa hinsichtlich der Betroffenheit von Kurzarbeit oder der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten“ konstatiert.

Des Weiteren wird in der vorliegenden Arbeit auf den bildungspolitischen Bereich der Weiterbildungen eingegangen. Dies war zwar keine pandemiebedingte Maßnahme, hat aber im Angesicht der kommenden ökologischen und digitalen Transformation der Wirtschaft einen erheblichen Stellenwert. Inwiefern unter Pandemiebedingungen, dieser für die Zukunft zentrale Bereich fortgeführt werden konnte und ob es dort gruppenspezifische Unterschiede gab, ist somit relevant. Solche Unterschiede in den jeweiligen Bereichen werden in der vorliegenden Arbeit adressiert und bilden somit die folgende Forschungsfrage: Inwieweit hat die Corona-Pandemie sich auf die soziale Ungleichheit in Deutschland ausgewirkt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Vorbau

2.1 Soziale Ungleichheit

2.2 Homeoffice

2.3 Kurzarbeit

2.4 Weiterbildungen

3 Analyse

3.1 Homeoffice

3.2 Kurzarbeit

3.3 Weiterbildungen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Corona-Pandemie die soziale Ungleichheit in Deutschland verstärkt hat, indem sie die Auswirkungen auf die Bereiche Homeoffice, Kurzarbeit und Weiterbildungen analysiert.

  • Analyse der pandemiebedingten Entwicklung des Homeoffice und dessen ungleicher Nutzung.
  • Untersuchung der Rolle der Kurzarbeit als Instrument zur Abfederung wirtschaftlicher Einbrüche.
  • Evaluation der Weiterbildungsbeteiligung unter Pandemiebedingungen und auftretende Bildungsbarrieren.
  • Betrachtung von gruppenspezifischen Unterschieden und dem Potenzial zur Verschärfung sozialer Spaltung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Homeoffice

Eine Maßnahme, die im Zuge der Pandemie in vielen Bereichen genutzt wurde, ist das Homeoffice. Das Instrument, das als „Flaggschiff der Bewegung“ (Väth 2016, S.211) gilt, wenn es um die räumliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeitsleistung im Zuge der New-Work Konzepte geht, gewann in den letzten Jahren an Bekanntheit und Beliebtheit (vgl. Bergmann/Schumacher 2020, S.7) Doch ist das Prinzip, die Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise in den eigenen Wohnbereich zu verlagern, keineswegs neu.

Der in diesem Zusammenhang bekannteste und doch etwas ungenaue Begriff ‚Telearbeit‘, also Arbeit, die, wie ihr griechisches Präfix ‚Tele‘ (zu deutsch: fern oder weit) vermuten lässt, nicht an der Betriebsstätte ausgeführt wird und seit dem Aufkommen dieser Technik durch informations- und kommunikationstechnischer Möglichkeiten ausgeführt werden kann, wird häufig als Synonym für Arbeit mit diesen technologischen Mitteln genutzt wird (vgl. Kleemann 2003, S.61f.). Telearbeit hat sich schon früh als Begriff etabliert. Dennoch lässt sich keine einheitliche Definition vornehmen, da sie ebenso das Mobile-Office oder Personen beinhaltet, die aufgrund ihrer Berufs ohnehin außerhalb der Betriebsstätte arbeiten, wie z. B. Kundenberater (vgl. ebd. 2003, S.62).

Die leichte Abwandlung ‚Teleheimarbeit‘ ist zwar spezifischer, hat sich aber wahrscheinlich aufgrund der begrifflichen Nähe zum Heimarbeitsgesetz nicht durchgesetzt (vgl. Aumann 2019, S. 144).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung etabliert den Kontext der Corona-Pandemie, die damit verbundenen staatlichen Maßnahmen wie Kontaktverbote und Lockdowns sowie die Forschungsfrage zur sozialen Ungleichheit.

2 Theoretischer Vorbau: Dieses Kapitel definiert soziale Ungleichheit und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die pandemiebedingte Relevanz der Instrumente Homeoffice, Kurzarbeit und Weiterbildungen.

3 Analyse: Die Analyse untersucht differenziert die tatsächliche Nutzung und die Auswirkungen von Homeoffice, Kurzarbeit und Weiterbildungen während der Pandemiejahre 2020 und 2021 unter Berücksichtigung sozialer Differenzen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Pandemie soziale Ungleichheiten in diesen Bereichen tendenziell verschärft hat, wobei insbesondere Bessergestellte profitierten.

Schlüsselwörter

Corona-Pandemie, soziale Ungleichheit, Homeoffice, Kurzarbeit, berufliche Weiterbildung, Arbeitswelt, Digitalisierung, Intersektionalität, Beschäftigungssicherung, Gender-Care-Gap, prekäre Arbeitsverhältnisse, New Work, Krisenmanagement, Sozialschutz, Qualifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale Ungleichheit in Deutschland mit Fokus auf die drei zentralen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen Homeoffice, Kurzarbeit und Weiterbildungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung und geschlechterspezifische bzw. bildungsabhängige Nutzung von Homeoffice, das krisenbewährte Instrument der Kurzarbeit und der Wandel sowie die Hürden bei beruflichen Weiterbildungen während der Krise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach: „Inwieweit hat die Corona-Pandemie sich auf die soziale Ungleichheit in Deutschland ausgewirkt?“ Ziel ist es, mittels Studien zu belegen, ob sich die Ungleichheit in den betrachteten Bereichen zu- oder abgenommen hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, indem sie unterschiedliche Befragungen und Datenberichte zusammenträgt und kritisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen, der Begriffe und Maßnahmen vor der Pandemie definiert, sowie eine Analyse, die Daten zur Nutzung und den Erfahrungen der Betroffenen während der Krisenjahre 2020 und 2021 gegenüberstellt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Pandemiefolgen, Arbeitsmarktpolitik, Homeoffice-Nutzung, Kurzarbeit und berufliche Weiterbildung beschreiben.

Welche Rolle spielt das Homeoffice für die soziale Ungleichheit laut der Autorin?

Die Arbeit stellt fest, dass Homeoffice oft von Bessergestellten genutzt wurde, die sich dadurch besser vor Ansteckungen und Arbeitsplatzverlust schützen konnten, während andere Berufsgruppen diese Möglichkeit nicht hatten.

Gab es bei Weiterbildungen während der Pandemie gruppenspezifische Unterschiede?

Ja, die Arbeit zeigt, dass vor allem Hochqualifizierte an Weiterbildungen teilnehmen konnten, während Geringqualifizierte und Arbeitslose häufiger von Programmabsagen betroffen waren oder ihnen die digitale Infrastruktur fehlte.

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Résumé des informations

Titre
Von Lockdown zu Lockdown. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale Ungleichheit in Deutschland
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Institut für Ökonomische Bildung)
Note
1,3
Auteur
Derk Telschow (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
77
N° de catalogue
V1325035
ISBN (ebook)
9783346816016
ISBN (Livre)
9783346816023
Langue
allemand
mots-clé
Corona Pandemie soziale Ungleichheit homeoffice Kurzarbeit Weiterbildungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Derk Telschow (Auteur), 2022, Von Lockdown zu Lockdown. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die soziale Ungleichheit in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325035
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Extrait de  77  pages
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