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Das Konzept des offenen Unterrichts in Bezug auf Schüler:innen mit körperlicher Behinderung

Titel: Das Konzept des offenen Unterrichts in Bezug auf Schüler:innen mit körperlicher Behinderung

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit stellt sich die Frage, ob sich das Konzept des Offenen Unterrichts für Schüler:innen mit körperlicher Behinderung bieten lässt und welche Voraussetzungen dabei beachtet werden müssen. Es wird versucht, diese Fragen zu beantworten. Dafür wird zunächst eine Definition des Offenen Unterrichts gemacht und auf die Entstehungsgeschichte eingegangen. Danach folgen die Arten und Merkmale des Offenen Unterrichts. Ferner werden die Ziele und die Lehrerrolle der Öffnung untersucht, um anschließend auf Probleme und Lösungsansätze einzugehen und diese vorzustellen. Zu guter Letzt werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Fazit gezogen.

Das Thema des Offenen Unterrichts ist ein häufig diskutiertes Thema, zu dem es viel Lektüre gibt. Die deutsche Grundschulpädagogik fokussiert sich seit den 1980er Jahren auf Konzepte der Reformpädagogik und sucht nach Optionen, den Unterricht so aufzubauen, dass Schüler:innen ihren Lernprozess entsprechend ihren Fertigkeiten und Belange individuell mitbestimmen können. Insbesondere in den letzten Jahren kam die pädagogische und schulpolitische Diskussion über den Offenen Unterricht auf. Dabei spezialisierte man sich auf die Subjektivität der Schüler:innen und auf die Kritik an geschlossenen Curricula. Durch die Kritik an der lernzielorientierten Didaktik führte es zu Missverständnissen in der Schulpraxis, da der Offene Unterricht mit dem Laissez-faire Erziehungsstil in Verbindung gesetzt wurde. Der Unterricht wurde als unkontrolliert ablaufend verstanden, indem die lernzielorientierte Unterrichtsplanung außer Betracht gelassen wird. Der Anspruch nach Lernzielorientierung von Unterricht muss jedoch für jeden schulischen Unterricht erfüllt werden. Somit meint die Kritik am lernzielorientierten Unterricht nicht, dass der Begriff des Offenen Unterrichts ein Synonym für lernzielfreien Unterricht ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Entstehungsgeschichte

3. Arten und Merkmale der Öffnung

3.1 Organisatorische Öffnung

3.2 Inhaltliche Öffnung

3.3 Methodische Öffnung

4. Ziele der Öffnung

5. Die Lehrerrolle im offenen Unterricht

6. Mögliche Probleme

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Offenen Unterrichts im Kontext der Körperbehindertenpädagogik und analysiert, inwieweit dieses Modell die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit körperlicher Behinderung unter Berücksichtigung ihrer spezifischen individuellen Voraussetzungen unterstützen kann.

  • Begriffsbestimmung und historische Entwicklung des Offenen Unterrichts.
  • Dimensionen und Merkmale organisatorischer, inhaltlicher und methodischer Öffnung.
  • Anforderungen an die Lehrerrolle und notwendige Rahmenbedingungen.
  • Herausforderungen und Problematiken in der praktischen Umsetzung.
  • Bedeutung der Individualisierung und Differenzierung im gemeinsamen Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1 Organisatorische Öffnung

Wallrabenstein definiert die organisatorische Öffnung als „Öffnung für veränderte Unterrichtsabläufe und Organisationsformen des Unterrichts“. Dies beinhaltet soziale, personelle, räumliche und zeitliche Organisationsformen. So geht es bei der organisatorischen Öffnung um Lehr- und Lernprozesse, in denen die Öffnung für veränderte Organisationsformen und Unterrichtsabläufe des Unterrichts erfolgen soll. Zu den häufig verwendeten Unterrichtsformen gehören Wochenplan bzw. Tagesplan, Werkstattarbeit, Freie Arbeit, Stationenarbeit, Projekte, Gesprächskreise sowie der Frontalunterricht (Wallrabenstein 1991, S. 55ff).

Für Schüler/innen mit körperlicher Behinderung sind folgende organisatorische Bedingungen zur beachten: 1. Klassen – und Unterrichtsorganisation, d.h. kleine Klassengrößen mit zwei Lehrkräften und flexibler Unterrichtsgestaltung wie auch individuelle Möglichkeiten zur Differenzierung, Möglichkeiten der Peerkooperation, d.h. personelle Unterstützungsmöglichkeiten bei Ausflügen, Krisen und Erkundungen, d.h. flexible Pausen und Erholungszeiten und hohe Leistungserwartungen an alle Schüler/innen. 2. Schulorganisation, d.h. positive Einstellungen und Hilfestellung des Kollegiums und des Schulträgers, Kooperation mit anderen Schulen, Qualitätssicherung, Selbstreflektion und Evaluation, Definierung von Standards zu Aufsichtspflichten und Angebot und Unterstützung von spezifischen Fortbildungen. 3. Schulbegleitende Maßnahmen, d.h. Anerkennung, Zusammenarbeit mit Nachbarn und außerschulischen Angeboten und Gestaltung der Freizeit (Walter-Klose 2012, S. 72).

Um Angebote für unterschiedliche Arbeits- und Sozialformen zu bieten, ist die räumliche Organisation insbesondere durch eine hohe Differenziertheit gekennzeichnet. Nach Wocken soll eine ideale Raumorganisation über einen gegliederten Großraum mit leichten Raumteilern, fahrbaren Regalen und mobilen Pinnwänden bieten. Außerdem muss der Raum für vielfältige Arbeitsmaterialien und Arbeitsergebnisse zur Verfügung stehen. Auch soll der Raum in diverse Teilzonen mit verschiedenen Funktionen angeordnet sein, wie beispielsweise umfangreicher Bibliothek, gemütliche Leseecke, Werk- Bastel- und Malzentrum, Kleinzoo, Experimentier- und Forschungszentrum, Druckerei und auch eine Spielecke. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Lernumgebung anregungsintensiv ist und mit einer freundlichen Atmosphäre zum Handeln anregt (Wocken 1988, S. 359ff). Bei Schüler/innen mit körperlicher Behinderung ist außerdem darauf zu achten, dass die Raumausstattung passt und entsprechend große Freiflächen da sind für beispielsweise Kinder mit Rollstuhl. Zudem haben Ruhezonen eine wichtige Rolle, damit die Schüler/innen sich zurückziehen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Offenen Unterrichts ein und stellt die Forschungsfrage, ob dieses Konzept für Kinder mit körperlicher Behinderung geeignet ist.

2. Definition und Entstehungsgeschichte: Das Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln des Offenen Unterrichts von der klassischen Pädagogik bis hin zu Ansätzen für körperbehinderte Kinder im 20. Jahrhundert.

3. Arten und Merkmale der Öffnung: Dieses Kapitel differenziert zwischen der organisatorischen, inhaltlichen und methodischen Öffnung und beschreibt deren Merkmale sowie Auswirkungen auf den Unterrichtsalltag.

4. Ziele der Öffnung: Hier werden die zentralen Kompetenzziele wie Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz als Schlüsselqualifikationen definiert, die durch einen offenen Unterricht gefördert werden.

5. Die Lehrerrolle im offenen Unterricht: Das Kapitel beschreibt den Wandel der Lehrperson vom didaktischen Planer zum Organisator von Lernprozessen und die damit verbundenen Vorteile für die individuelle Schülerförderung.

6. Mögliche Probleme: Es werden kritische Aspekte beleuchtet, darunter unzureichende Vorbereitung, organisatorische Hürden in höheren Schulstufen sowie die spezifischen Schwierigkeiten für Schülerinnen und Schüler mit körperlicher Behinderung.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Eignung des Konzepts für körperbehinderte Kinder zusammen und betont die Notwendigkeit von Ausbildungsmaßnahmen und struktureller Unterstützung.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Körperbehindertenpädagogik, Individualisierung, Differenzierung, Reformpädagogik, Lehrerrolle, Lernorganisation, inklusive Bildung, Selbsttätigkeit, Sachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Unterrichtsentwicklung, Lernförderung, körperliche Behinderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eignung und den Bedingungen des Konzepts „Offener Unterricht“ für Schülerinnen und Schüler mit körperlicher Behinderung.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Definition und Merkmale des offenen Unterrichts, die veränderte Rolle der Lehrkraft sowie die spezifischen Herausforderungen und Lösungsansätze in der Körperbehindertenpädagogik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob der Offene Unterricht als pädagogisches Konzept die individuelle Förderung von Kindern mit körperlicher Behinderung leisten kann und welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller Fachliteratur zur Reformpädagogik und Inklusion sowie der Auswertung von Studien zum schulischen Erleben körperbehinderter Kinder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Öffnungsdimensionen, die Analyse der Lehrerrolle, die Darstellung potenzieller Probleme im Schulalltag sowie die kritische Reflexion des Unterrichtskonzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Offener Unterricht, Individualisierung, Inklusion, Körperbehindertenpädagogik und lernzielorientierte Differenzierung geprägt.

Warum spielt die räumliche Organisation eine so große Rolle für körperbehinderte Kinder?

Die Raumgestaltung muss nicht nur anregungsreich sein, sondern auch Barrierefreiheit gewährleisten, wie beispielsweise ausreichend Platz für Rollstühle und spezielle Ruhezonen zum Rückzug.

Welche Bedenken werden bezüglich der Strukturierung im Offenen Unterricht häufig geäußert?

Kritiker befürchten eine mangelnde Strukturierung, weshalb die Arbeit betont, dass klare rhythmische Vorgaben, methodische Routinen und eine zielgerichtete Materialauswahl durch die Lehrkraft essentiell sind.

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Details

Titel
Das Konzept des offenen Unterrichts in Bezug auf Schüler:innen mit körperlicher Behinderung
Hochschule
Universität Münster
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1325036
ISBN (PDF)
9783346820228
ISBN (Buch)
9783346820235
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Offener Unterricht Schüler mit Behinderung Inklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Das Konzept des offenen Unterrichts in Bezug auf Schüler:innen mit körperlicher Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325036
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Leseprobe aus  14  Seiten
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