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Die Ontologie der Vorsokratiker

Título: Die Ontologie der Vorsokratiker

Trabajo , 2007 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christoph Höbel (Autor)

Filosofía - Filosofía de la Edad Antigua
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Immer strahlender treten im Bereich der griechischen Philosophie [...] die Gestalten der sog. Vorsokratiker hervor, jener genialen griechischen Denker vor Sokrates, die als wahrhaft originale Pfadfinder, d. h. als wirklich schöpferische Köpfe im Bereich des reinen Denkens die Philosophie wie die Wissenschaft überhaupt für immer begründet haben.
Doch was war es, das diese Menschen so besonders macht? Welche Ideen machten die Begründung der Wissenschaft aus? Die Philosophie wird oft als mit Thales beginnend beschrieben. In der Schule lernt man den Satz von Thales und auch von Pythagoras hat man schon einmal gehört. Aber der für diese Arbeit interessante Aspekt ist die Frage nach dem Sein der Dinge. Diese Arbeit befasst sich mit den philosophischen Theorien der Milesier, die davon ausgingen „daß es für alles Seiende einen gemeinsamen Urgrund (arché) gibt, der als einheitl. Urstoff der Vielheit der Dinge zugrundeliegt und als Ursache die erfahrbaren Veränderungen bewirkt“. Zu diesen gehören Thales, Anaximander und Anaximenes.
Des weiteren wird auf die aufgrund der durch die Milesier gewonnenen Erkenntnisse, weiterentwickelten Thesen des Pythagoras, des Xenophanes, Heraklits und Parmenides eingegangen.
Das besondere, was diese Denker auszeichnet, ist, dass sie in ihren Gedankengängen für die damalige Zeit, im sechsten und fünften Jahrhundert vor Christus, völlig neue Wege beschritten und somit den nachfolgenden Generationen neue Möglichkeiten des Denkens eröffneten. Sie lösten sich von der vor ihnen üblichen Erklärung der Welt durch den Mythos, der „von <ursprünglichen> Ereignissen, die für die jetzige Situation die Grundlage bilden und von denen der Mensch in dieser Situation folglich betroffe ist“ erzählte. Sie begannen wissenschaftliche Methoden zu entwickeln.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thales und das Wasser als Urgrund der Dinge

3. Anaximander: Das Unendliche und was daraus wurde

4. Anaximenes und die Luft

5. Pythagoras und die Welt der Zahl

6. Xenophanes – Alles ist Eins

7. Heraklit: Das Feuer und das Weltgesetz

8. Parmenides und das Seiende

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen Ansätze der Vorsokratiker, um zu verstehen, wie diese Denker den Übergang von mythologischen Welterklärungen hin zu ersten wissenschaftlichen, rational begründeten Weltmodellen vollzogen haben.

  • Die Suche nach einem gemeinsamen Urgrund (Arché) für alle Dinge.
  • Die kritische Abkehr vom Mythos zugunsten rationaler Beobachtung.
  • Die Entwicklung abstrakter Prinzipien wie Zahl, Logos und Seiendes.
  • Der Einfluss dieser frühen Theorien auf das abendländische Denken.

Auszug aus dem Buch

3. Anaximander: Das Unendliche und was daraus wurde

Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben, darein finde auch ihr Untergang statt, gemäß der Schuldigkeit. Denn sie leisteten einander Sühne und Buße für ihre Ungerechtigkeit, gemäß der Verordnung der Zeit. Offenbar hat Anaximandros, der den Wandel der vier Elemente ineinander beobachtet hatte, nicht eins von diesen als Grundlage annehmen wollen, sondern ein anderes neben ihnen...12(capelle 82)

Anaximander erkennt also nicht eines der Elemente als den Urgrund der Dinge, sondern ein zugrundeliegendes Prinzip: das Unendliche, das Ursache für Entstehung und Untergang sei und sich ständig wiederhole.13

Da dieses Prinzip die Veränderung hervorruft, wird ersichtlich, dass das Unendliche „ewig [sei], und es altere überhaupt nicht. Und es umfasse sämtliche Welten“14. Wie entsteht nun aber die Welt durch etwas, das für die Sinne beziehungsweise den Geist sehr schwer zu erfassen ist? Laut Windelband liefert Anaximander eine Lösung für die Entstehungs- und Vergehensprozesse in der Welt durch die „Ausscheidung und Absonderung“15 (windelband 24). Das Unendliche ist also ein Urstoff oder Urgrund – das Apeiron – der fähig ist, Dinge in die Welt abzusondern und somit in die Existenz zu überführen. Dabei ist besonders zu beachten, dass Anaximander „auf der einen Seite die kalte Erde mitsamt der sie umgebenden primären Feuchtigkeit oder der feuchten Luftsphäre [...] und auf der anderen Seite die Flammensphäre“16 durch das Unendliche begründet sieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Vorsokratiker als Wegbereiter des rationalen Denkens und führt in die Fragestellung nach dem Sein und dem Urgrund der Dinge ein.

2. Thales und das Wasser als Urgrund der Dinge: Thales wird als der erste Philosoph eingeführt, der eine natürliche Ontologie begründet, indem er das Wasser als den stofflichen Urgrund für die Welt annimmt.

3. Anaximander: Das Unendliche und was daraus wurde: Anaximander sucht den Urgrund über die bekannten Elemente hinaus im unendlichen "Apeiron", das als Prinzip für Entstehung und Vergehen dient.

4. Anaximenes und die Luft: Anaximenes bestimmt die Luft als den Urstoff und führt das Modell von Verdünnung und Verdichtung ein, um die Vielfalt der Welt zu erklären.

5. Pythagoras und die Welt der Zahl: Pythagoras verschiebt den Fokus von stofflichen Elementen hin zur mathematischen Zahl als ordnendem Weltprinzip.

6. Xenophanes – Alles ist Eins: Xenophanes kritisiert den Anthropomorphismus der Götter und postuliert ein ewiges, göttliches Eins, wobei er Erde und Wasser als physikalische Grundlagen belässt.

7. Heraklit: Das Feuer und das Weltgesetz: Heraklit thematisiert den ständigen Wandel unter dem Aspekt des Logos, wobei das Feuer als Urgrund für die dynamische Natur dient.

8. Parmenides und das Seiende: Parmenides stellt den Begriff des Seienden in den Mittelpunkt und betont das logische Denken gegenüber der bloßen sinnlichen Wahrnehmung.

9. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, wie diese Denker durch ihre Suche nach logischen Erklärungen außerhalb des Mythos die Grundlagen für die spätere Wissenschaft legten.

Schlüsselwörter

Vorsokratiker, Philosophie, Urgrund, Arché, Apeiron, Logos, Seiende, Ontologie, Wissenschaft, Metaphysik, Thales, Anaximander, Anaximenes, Pythagoras, Parmenides

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die frühen griechischen Philosophen, die sogenannten Vorsokratiker, und ihre Versuche, die Welt rational statt mythologisch zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Konzepte des Urgrunds (Arché), die Natur des Seins, die Rolle von Mathematik und Logik sowie die Abkehr von anthropomorphen Göttervorstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch das Hinterfragen traditioneller Mythen und die Suche nach einem einheitlichen Weltprinzip die Grundlagen für die moderne Naturwissenschaft geschaffen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit verwendet eine literaturanalytische Methode, indem sie philosophische Fragmente und Deutungen renommierter Philosophenhistoriker vergleicht und in einen systematischen Zusammenhang bringt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert sukzessive die Ansätze der Milesier, des Pythagoras, von Xenophanes, Heraklit und Parmenides, um ihre individuellen Beiträge zur frühen Ontologie darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Urgrund, Arché, Logos, Apeiron, Seiende, Vorsokratiker und Ontologie.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen stofflichem Urgrund und dem Apeiron bei Anaximander eine so große Rolle?

Weil sie den Übergang von konkreten Elementen hin zu einem abstrakten, übergeordneten Prinzip markiert, das logisch stringentere Erklärungen für die Entstehung der Welt ermöglicht.

Wie unterscheidet sich Parmenides in seiner Herangehensweise von den Milesiern?

Während die Milesier die Natur primär durch stoffliche Urgründe erklären wollten, stellt Parmenides das logische Denken und den abstrakten Begriff des "Seienden" als primäre Grundlage der Erkenntnis über die bloße Sinnenwelt.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Ontologie der Vorsokratiker
Universidad
University of Trier  (Fachbereich I Philosophie)
Curso
Bausteine der Wirklichkeit
Calificación
1,7
Autor
Christoph Höbel (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
17
No. de catálogo
V132516
ISBN (Ebook)
9783640387830
ISBN (Libro)
9783640388219
Idioma
Alemán
Etiqueta
Vorsokratiker Ontologie Antike Philosophie Thales Pythagoras Anaximander
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Höbel (Autor), 2007, Die Ontologie der Vorsokratiker, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132516
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