Ziel dieser Forschungsarbeit ist die Ermittlung der Prävalenz eines Folatmangels bei palästinensischen Studenten in Hebron. Mithilfe von Fragebögen wurden die Studienteilnehmer anonym über ihren sozioökonomischen und gesundheitlichen Status befragt. Des Weiteren wurden Blutproben der Probanden abgenommen und Ernährungsprotokolle über einen Zeitraum von drei Tagen geführt. Es wurden anthropometrische Messungen zur Ermittlung des Body Mass Index (BMI) durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mithilfe des Programms SPSS ausgewertet. Es erfolgten lineare und bivariate Regressionsanalysen, um unabhängige Assoziationen zwischen mutmaßlichen Einflussgrößen und des Serumfolatspiegels zu ermitteln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Ziel dieser Arbeit
1.2 Hypothesen
2. Grundlagen - Folate
2.1 Bioverfügbarkeit und Stabilität
2.2 Vorkommen in Lebensmitteln
2.3 Funktionen im Körper
2.3.1 Metabolismus und Funktion der Folate
2.3.2 Absorption
2.3.3 Assoziation mit Vitamin B12
2.4 Empfehlungen zur Folatzufuhr und zum Folatstatus
2.5 Folat in der Schwangerschaft
2.6 Empfehlungen zum Vitamin B12-Status
3. Methoden:
3.1 Studiendesign und Studienablauf
3.2 Fragebögen zum gesundheitlichen und sozioökonomischen Status
3.3 Analysemethode zur Messung von Serumfolat:
3.4 Datenauswertung:
4. Ergebnisse:
4.1 Serumfolatspiegel der Probanden
4.2 Durchschnittliche Folatzufuhr über die Nahrung
4.3 Assoziationen zwischen Folatstatus und täglicher Folatzufuhr aus der Nahrung
4.4 Assoziationen zwischen Verzehr von folathaltigen Lebensmitteln und Serumfolatspiegel
4.4.1 Hülsenfrüchte
4.4.2 Gemüse
4.5 Assoziationen zwischen Folatstatus und Vitamin B12
4.6 Assoziationen zwischen Folatstatus und BMI
4.7 Assoziationen zwischen Folatstatus und körperlicher Aktivität
4.8 Assoziationen zwischen Folatstatus und Familieneinkommen
4.9 Assoziationen zwischen Folatstatus und Wohngebiet
5. Diskussion
5.1 Kritischer Folatstatus und unzureichende Folatzufuhr
5.1.1 Folatmangel und unzureichendes Ernährungswissen
5.1.2 Ernährungsunsicherheit infolge von Armut
5.2 Folat und Übergewicht
5.3 Folat und Vitamin B12
5.4 Folat und Schwangerschaft
5.5 Folatmangel im Zusammenhang mit weiteren gesundheitlichen Auswirkungen
5.6 Limitationen dieser Studie
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Prävalenz eines Folatmangels bei Studierenden in Palästina und analysiert mögliche Einflussfaktoren wie Ernährungsgewohnheiten, sozioökonomischen Status und Korrelationen mit dem BMI sowie dem Vitamin B12-Status.
- Beurteilung des Folatstatus anhand von Serumwerten bei palästinensischen Studierenden.
- Analyse der täglichen Folataufnahme über die Nahrung mittels Ernährungsprotokollen.
- Untersuchung von Assoziationen zwischen Folatversorgung und Lebensstilfaktoren.
- Diskussion gesundheitlicher Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Neuralrohrdefekten.
- Evaluation des Einflusses armutsbedingter Ernährungsunsicherheit auf den Mikronährstoffstatus.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Folat ist der Oberbegriff für eine Familie von Verbindungen und umfasst natürlich vorkommendes Folat und synthetische Folsäure in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Der menschliche Organismus kann natürlich vorkommendes Folat nicht synthetisieren. Aus diesem Grund ist eine Aufnahme von Folat aus der Nahrung von wichtiger Bedeutung und stellt bei unzureichender Aufnahme eines der Hauptursachen für einen Folatmangel dar (Shulpekova et al., 2021). Durch einen Mangel an Folat kann es u.a. zu einer Erhöhung des Homocysteinspiegels kommen, einem Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen (Robinson, 2000). Bei Frauen, die schwanger sind oder es werden möchten, kann ein Folatmangel zu der Entstehung eines Neuralrohrdefekts führen oder weitere Komplikationen während der Schwangerschaft verursachen.
Eine Folsäuresupplementierung oder Anreicherung mit Folsäure, wie sie auch seit 2006 in Palästina eingeführt wurde, kann z.B. das Risiko für Neuralrohrdefekte senken. Dieses Programm soll den täglichen Bedarf von vielen Mikronährstoffen, darunter auch Folsäure, um 80% decken. Dennoch berichten aktuelle Studien von der Prävalenz einiger Mikronährstoffdefizite, insbesondere Eisen, Zink und Vitamin B12 sowie Folat sind davon betroffen (Altamimi, 2018; Horino et al., 2020).
Insgesamt macht die palästinensische Bevölkerung einen Wandel in Bezug auf Gesundheit, Lebens- und Ernährungsstil durch, dass sich wiederum negativ auf den Mikronährstoffstatus auswirkt (Mikki et al, 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des universellen Mikronährstoffmangels, insbesondere von Folat, und Darstellung der spezifischen Situation in Palästina.
2. Grundlagen - Folate: Vermittlung theoretischer Kenntnisse über Struktur, Funktion, Stoffwechsel, Bioverfügbarkeit und evidenzbasierte Empfehlungen zu Folat und Vitamin B12.
3. Methoden:: Beschreibung des Studiendesigns, der Datenerhebung durch Fragebögen und Blutanalysen sowie der statistischen Auswertungsverfahren mittels SPSS.
4. Ergebnisse:: Präsentation der statistischen Daten zum Folatstatus der Probanden und die Analyse der Zusammenhänge mit verschiedenen Einflussgrößen.
5. Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext der bestehenden Datenlage und Erörterung von Risikofaktoren wie Armut, Ernährungsgewohnheiten und Schwangerschaftskomplikationen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über den unzureichenden Versorgungsstatus und Empfehlungen für zukünftige Interventions- und Forschungsschritte.
Schlüsselwörter
Folat, Folsäure, Vitamin B12, Palästina, Mikronährstoffmangel, Serumfolat, Ernährung, Neuralrohrdefekt, sozioökonomischer Status, Regressionsanalyse, öffentliche Gesundheit, Prävalenz, Schwangerschaft, Ernährungsprotokolle, Mangelernährung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Beurteilung des Folat-Versorgungsstatus von palästinensischen Studierenden in Hebron und untersucht die Prävalenz eines Folatmangels in dieser Bevölkerungsgruppe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Felder sind die Mikronährstoffversorgung, der Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die Ernährung, die Bedeutung von Folat in der Schwangerschaft sowie die Korrelationen zwischen verschiedenen Ernährungsparametern und dem Serumfolatspiegel.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Prävalenz eines Folatmangels bei palästinensischen Studierenden zu ermitteln, um Einblicke in die Mikronährstoffversorgung in dieser Region zu geben.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?
Es handelt sich um eine monozentrische Querschnittstudie, bei der Daten mittels Fragebögen, Ernährungsprotokollen und Blutprobenentnahmen gesammelt und anschließend statistisch (SPSS) durch Regressionsanalysen ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen des Folat- und Vitamin B12-Stoffwechsels, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Präsentation sowie Diskussion der empirisch gewonnenen Ergebnisse ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Folatstatus, Mikronährstoffmangel, Palästina, Ernährungsgewohnheiten, Serumfolat und Prävention von Neuralrohrdefekten.
Welchen Einfluss hat das Familieneinkommen auf den Folatstatus laut dieser Studie?
Die Ergebnisse zeigen einen statistisch hochsignifikanten Zusammenhang: Mit steigendem Familieneinkommen nimmt der Serumfolatgehalt der Teilnehmenden tendenziell zu.
Wie ist die Studienpopulation charakterisiert?
Die Stichprobe umfasst 202 Studierende der Palästinensischen Polytechnischen Universität in Hebron, wobei der Großteil (151) weibliche Teilnehmende sind.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Der Versorgungsstatus an Folsäure bei Studenten aus Palästina. Ergebnisse einer Querschnittsstudie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1325170