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Die zwei Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Wie unterscheiden sich die Naturzustände und die damit verbundenen Rechtfertigungen eines Staates?

Title: Die zwei Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich

Term Paper , 2022 , 9 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Jonas Poburski (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Der Leviathan und der Contrat social sind zwei verschiedene staatstheoretische Gesellschaftsverträge.
Verfasst wurde der Leviathan von Thomas Hobbes, der von 1588 bis 1679 lebte. Er gilt in seiner Tätigkeit als Philosoph „als Begründer der neuzeitlichen Rechts- und Staatsphilosophie“ und entwickelte mit seinem Werk ein Staatsmodell, das der politischen Theorie des Absolutismus angehört. Ausgehend von einem theoretischen, gewaltvollen Naturzustand, in dem kein Staat existiert, schließt Hobbes darauf, dass die Menschen aus rationalem Eigeninteresse durch einen Gesellschaftsvertrag einen Staat gründen müssen. Dabei geht es ihm nicht nur darum, Frieden herzustellen, sondern auch die Grundlage für ein zufriedenes Leben zu schaffen.

Der Contrat social ist ein Werk von Jean-Jacques Rousseau. Dieser war zu seinen Lebzeiten (1712 bis 1778) und bis heute noch ein bedeutender Philosoph und Staatstheoretiker.
Mit seinem Gesellschaftsvertrag richtet sich Rousseau gegen den Absolutismus, und damit gleichzeitig gegen Hobbes, da er für das Ideal freier und gleicher Bürger einsteht. In Rousseaus friedlichem Naturzustand entsteht Streit unter den Menschen erst durch Eigentum. Aufgrund dessen muss ein Friedensvertrag geschlossen werden, um Frieden herzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1.1 HINFÜHRUNG ZUM THEMA

1.2 FRAGESTELLUNG UND THESE DER ARBEIT

1.3 VORGEHENSWEISE

2. DER LEVIATHAN UND DER CONTRAT SOCIAL

2.1 DER GESELLSCHAFTSVERTRAG VON THOMAS HOBBES

2.2 DER GESELLSCHAFTSVERTRAG VON JEAN-JACQUES ROUSSEAU

3. SCHLUSSBETRACHTUNG

3.1 UNTERSCHIEDE DER GESELLSCHAFTSVERTRÄGE / EVALUIERUNG DER THESE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die Naturzustandstheorien von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, um herauszuarbeiten, wie diese beiden Philosophen die Notwendigkeit und Rechtfertigung eines Staates sowie die damit einhergehende Transformation der menschlichen Freiheit begründen.

  • Vergleichende Analyse der Konzepte von Naturzustand bei Hobbes und Rousseau
  • Untersuchung der Rolle des Selbsterhaltungstriebs in frühen Gesellschaftstheorien
  • Gegenüberstellung von autoritärer Souveränität (Hobbes) und Volkssouveränität (Rousseau)
  • Reflektion über das Verhältnis von Individuum, Eigentum und staatlicher Ordnung
  • Bewertung der Konzepte vor dem Hintergrund moderner demokratischer Staatsvorstellungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Gesellschaftsvertrag von Thomas Hobbes

Thomas Hobbes gründete mit dem Werk Leviathan den reinen Staatsbeweis. Die Idee des philosophischen Kontraktualismus ist die „Autoritäts- und Herrschaftslegitimation durch freiwillige Selbstbeschränkung aus eigenem Interesse“.

Mit seiner Naturzustandstheorie beschreibt Hobbes den Menschen als ein Lebewesen, das erst anfängt über eine politische Ordnung nachzudenken, wenn es sich in einem kriegerischen Zustand befindet. In dieser gewaltvollen Lage merkt es, dass ein System etabliert werden muss, um diesen Zustand zu beenden. Damit widerspricht Hobbes dem Anthropos zoon politikon physei estin-Argument von Aristoteles. Übersetzt bedeutet das Der Mensch ist von Natur aus ein politisches Lebewesen.

Vielmehr sieht Hobbes den Staat als eine menschliche Erfindung, die erst empirisch aus der Situation heraus entwickelt wurde. Somit versteht er „seine politische Philosophie als methodische Friedenswissenschaft, die die Bedingungen dauerhaften gewaltfreien Zusammenlebens freilegt“.

Um dies zu ermöglichen ist die individuelle Freiheitseinschränkung nötig. Die natürliche Freiheit, die die Menschen im Naturzustand besaßen, müssen sie aufgeben und in den politischen Gehorsam einwilligen. Natürliche Freiheit bedeutet, dass jeder seine Fähigkeiten für den Erhalt des eigenen Lebens auch mit Gewalt einsetzen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung steckt den thematischen Rahmen ab, stellt die beiden Philosophen Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau vor und definiert die leitende Fragestellung sowie die strukturierte Vorgehensweise der Arbeit.

2. DER LEVIATHAN UND DER CONTRAT SOCIAL: Dieses Kapitel analysiert detailliert die jeweiligen Theorien des Naturzustands und die daraus abgeleiteten Staatsmodelle von Hobbes und Rousseau im direkten Vergleich.

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung evaluiert die zuvor aufgestellte These und kontrastiert die verschiedenen Vorstellungen von Souveränität und staatlicher Ordnung zwischen den beiden Denkern.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsvertrag, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Naturzustand, Leviathan, Contrat social, Volkssouveränität, Allgemeinwille, Staatstheorie, Politische Philosophie, Absolutismus, Selbsterhaltung, Friedenswissenschaft, Kontraktualismus, Gewaltmonopol

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit vergleicht die staatstheoretischen Ansätze von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, insbesondere wie ihre unterschiedlichen Naturzustandstheorien einen Staat begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Naturzustands, der Selbsterhaltungstrieb, die Legitimation staatlicher Herrschaft und der Übergang vom Individuum zum Staatsbürger.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Philosophien von Hobbes und Rousseau durch ihre unterschiedlichen Ausgangslagen im Naturzustand voneinander abgrenzen und welche Folgen dies für das Staatsverständnis hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der primäre philosophische Texte von Hobbes und Rousseau sowie relevante Sekundärliteratur herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Werks „Leviathan“ von Hobbes und dem „Contrat social“ von Rousseau, wobei der Fokus auf den Naturzuständen liegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gesellschaftsvertrag, Volkssouveränität, Allgemeinwille, Naturzustand und Politische Philosophie.

Wie unterscheidet Hobbes den Naturzustand von Rousseaus Vorstellung?

Hobbes sieht den Naturzustand als einen gewaltvollen „Krieg eines jeden gegen jeden“, während Rousseau ihn als einen weitgehend friedlichen, vorsozialen Zustand beschreibt, der erst durch aufkommendes Eigentum gestört wird.

Warum wird Rousseau als „demokratischer Vordenker“ bezeichnet?

Rousseau wird so genannt, weil er im Gegensatz zu Hobbes die Volkssouveränität und den Gesamtwillen an die erste Stelle setzt, was moderne demokratische Prinzipien antizipiert.

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Details

Title
Die zwei Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich
Subtitle
Wie unterscheiden sich die Naturzustände und die damit verbundenen Rechtfertigungen eines Staates?
College
Free University of Berlin
Grade
2,3
Author
Jonas Poburski (Author)
Publication Year
2022
Pages
9
Catalog Number
V1326238
ISBN (PDF)
9783346811660
Language
German
Tags
Rousseau Hobbes Naturzustand Gesellschaftsverträge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Poburski (Author), 2022, Die zwei Gesellschaftsverträge von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326238
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