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Korrelation zwischen Berufsstatus und gesunder Ernährung. Analyse einer selbst erstellten Studie

Titel: Korrelation zwischen Berufsstatus und gesunder Ernährung. Analyse einer selbst erstellten Studie

Studienarbeit , 2022 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Torsten Wunder (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema gesundes, ausgewogenes und nachhaltiges Essen findet immer mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft. Nicht nur im eigenen Haushalt wird vermehrt auf eine gute und ausgewogene Ernährung geachtet. Auch im Familien- und Freundeskreis ist man sehr darauf bedacht sich gut und ausgewogen zu ernähren. Doch gutes nachhaltiges Essen ist nicht für jeden selbstverständlich. Inzwischen leiden immer mehr Menschen an Adipositas. Weltweit forschen Wissenschaftler zu den Ursachen für Übergewicht. Diese scheinen weitaus vielschichtiger zu sein als bislang angenommen. Übergewicht kann also nicht einfach mit Vielesserei abgetan werden.

Das Klassenmodel von Erikson und Goldthorbe beschreibt die soziale Stellung der Menschen im Gefüge in Abhängigkeit von familiärer Herkunft, Bildungsabschlüssen, Einkommen, belastenden Arbeitsbedingungen, gesunde Umweltbedingungen oder (un)günstigen Wohnbedingungen. Die berufliche Position, der Bildungsgrad und das Einkommen bilden dabei drei wichtige Dimensionen des sozioökonomischen Status. Der Beruf und das Einkommen wirken sich auf die Ernährung und die damit zusammenhängende ungesunde Ernährung aus, weshalb ich mich in dieser Arbeit darauf konzentrieren werde da dies in verschiedenen Studien dargestellt wurde. Wichtig an sozioökonomischen Status ist, dass jede positive Veränderung auch einen positiven Zuwachs im Gesundheitsstatus nach sich zieht. Dies nennt man auch "sozialer Gradient" in der Gesundheit. Ein sozioökonomischer Gradient im Gesundheitszustand gehört somit zu den reliabelsten Ergebnissen in der Public-Health Forschung.

Nachfolgend soll die Hypothese belegt werden, dass Menschen mit einem höheren Berufsstatus vergleichsweise eine gesündere und ausgewogenere Ernährung haben als Menschen mit einem geringeren Berufsstatus. Die Nullhypothese besagt somit, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Merkmalen gibt und kann wie folgt formuliert werden: Menschen mit einem höheren Berufsstatus haben keine gesündere Ernährung als Menschen mit einem geringeren Berufsstatus. Es gilt somit zu überprüfen ob eine Korrelation zwischen Berufsstatus und gesunder Ernährung vorhanden ist.

Ernährung kann zusammengefasst wie folgt definiert werden: Ernährung stellt zunächst die kurzfristige Zufuhr von Glukose für das Gehirn als auch die langfristige Energiebilanz sicher. Darüber hinaus dient sie u.a. der Zufuhr essenzieller Nährstoffe zur Aufrechterhaltung von Stoffwechselwegen und biologisch aktiven Substanzen zur Optimierung des Stoffwechsels. Die Auswahl an Lebensmitteln kann dabei zu Fehlernährung und sogar Mangelernährung führen. Fehlernährung kann zum Verlust von Lebensjahren bei Krankheiten wie z.B. koronare Herzkrankheiten, Schlaganfall, kolorektales Karzinom, Typ-2-Diabetes führen. Mangelernährung wird in der Regel in Krankenhäusern diagnostiziert und steht häufig in Verbindung mit einer schweren und konsumierenden Erkrankung.

Der Begriff Berufsstatus beschreibt den Beruf den ein Mensch ausübt und kann auch als Erwerbsarbeit definiert werden und ist diejenige Form der Arbeit, mit der Geld verdient werden soll und wird definiert durch eine dauerhaft angelegte, i.d.R. eine Ausbildung voraussetzende Betätigung, die Arbeitskraft sowie Arbeitszeit überwiegend in Anspruch nimmt. Nach Art. 12 GG besteht das Recht, den Beruf frei wählen zu können, allerdings ohne Gewährleistung der Möglichkeit zum tatsächlichen Tätigwerden. Eine berufliche Tätigkeit kann in einem Angestelltenverhältnis oder als selbstständige Tätigkeit ausgeübt werden. Angestellt arbeiten kann man in Vollzeit oder in Teilzeit, es ist auch möglich, neben einem Hauptberuf zusätzliche Nebentätigkeiten auszuüben. Die statistische Einordnung erfolgt mithilfe der Klassifizierung der Berufe. Eine Berufsklassifikation schafft für die Vermittlung die Möglichkeit, über sinnvolle und praxisgerechte Zusammenfassungen von ähnlichen beruflichen Tätigkeiten zu verfügen.

Die Variable der "Beruflichen Stellung" wird dabei lediglich in Gruppen von Arbeiter, Selbstständige, Angestellte und Beamte unterteilt weshalb ich hier auf die Adjustierung des Sozialen-Schicht-Index aus dem Jahr 2009 von Prof. Dr. Joachim Winkler und Dr. Heribert Stolzenberg zurückgreife. Hier werden die Berufsgruppen nicht nur in triviale Unterscheidungen der beruflichen Tätigkeit, die den sozialrechtlichen Status widerspiegelt, sondern auch die Variable „Einkommen“ unterteilt, welches großen Einfluss auf das Sozialprestige in unserer Gesellschaft hat. Folglich ist ein "hoher Berufsstatus" eine berufliche Stellung mit hohem Einkommen und hohem Sozialprestige. Im Umkehrschluss ist ein "niedriger Berufsstatus" gekoppelt an ein geringeres Einkommen mit niedrigem Sozialprestige.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hypothese

2. Methodik

2.1 Grundgesamtheit, Stichprobe und Auswahlverfahren

2.2 Indikatoren und Messinstrumente

3. Fragebogen

4. Auswertung

4.1. Kreuztabelle

4.2 Subgruppenanalyse

4.3 Weitere Analysen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status – operationalisiert durch die berufliche Stellung und das Einkommen – und der Ernährungsqualität in Deutschland, um zu prüfen, ob ein höherer Berufsstatus mit einer gesünderen Ernährung korreliert.

  • Analyse des sozioökonomischen Status (SES) und dessen Einfluss auf den Gesundheitsstatus.
  • Erfassung des Ernährungsverhaltens mittels NOVA-Lebensmitteleinteilung.
  • Durchführung einer quantitativen Untersuchung mit 985 erwerbstätigen Teilnehmern.
  • Auswertung von Korrelationen zwischen Berufsstellung und Verarbeitungsgrad der konsumierten Lebensmittel.
  • Vergleichende Betrachtung mit externen Studien zur Ernährungskompetenz.

Auszug aus dem Buch

2. Methodik

Um die Hypothese zu überprüfen wurde Rahmen einer quantitativen Forschung eine repräsentative Umfrage anhand eines Fragebogens durchgeführt. Die Grundgesamtheit beträgt hier 45,38 Millionen Erwerbstätige in der Bundesrepublik Deutschland (vgl. Statista). Um in der Stichprobe eine gleichmäßig präzise Abbildung der Gesamtheit der erwachsenen arbeitenden Gesamtbevölkerung in Deutschland darzustellen, wurde der Stichprobenumfang auf 1000 stellvertretende Personen im Alter von 18 – 67 Jahren gewählt. Wobei sich mathematisch bei einer Populationsgröße von 45 Millionen, einem Konfidenzniveau von 99% und einer Fehlermarge von 4% ein Stichprobenumfang von 1040 Personen ergibt. Aus Gründen der Vereinfachung wurde der Umfang auf 1000 Personen abgerundet, da dies ein häufig verwendeter Wert in der Statistik der Bundesrepublik Deutschland ist. Befragt wurden somit 1000 erwachsenen, erwerbstätige Bürger der Bundesrepublik Deutschland zwischen 18 und 67 Jahren. Die Auswertung der gezeigten Aufstellung erfolgt in Kapitel 4.1 in einer Excel Tabelle. Weitere Auswertungen könnten dann mit den Statistikprogrammen PSPP oder SPSS erfolgen.

Da die mit telefonischer Befragung erreichbare Bevölkerung in keinem amtlichen Telefonverzeichnis zu finden ist, wurde eine Zufallsstichprobe aus dem Stichprobensystem des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungs-institute e.V.) gezogen. Der Auswahlrahmen, das sogenannte ADM-Telefonstichproben-System, basiert auf den im Internet veröffentlichten Eckdaten des Nummernraums, den die Bundesnetzagentur den Telefonanbietern zur Verfügung stellt und verwaltet. Dieser Nummernraum umfasst prinzipiell alle in der Bundesrepublik Deutschland nutzbaren Telefonnummern. Da rund 99% der Bevölkerung mit mindestens einem Telefonanschluss erreichbar sind und davon rund 12% ausschließlich über Mobilfunk (Stand 2011), sind repräsentative Abbildungen der Bevölkerung auf Basis beider Dateien jederzeit möglich. Da nicht nur die Ziehung der Nummernstichproben (und damit der Zielpersonen bei den Mobilfunknummern) sondern auch die Auswahl der Zielperson im jeweils kontaktierten Privathaushalt bei den Festnetzstichproben als Zufallsauswahl realisiert werden, sind die ADM-Telefonstichproben als repräsentative Zufallsstichproben zu bewerten, die den in der mathematischen Statistik entwickelten Zufallsmodellen gehorchen (ADM - Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschung e.V., 2022).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hypothese: Einführung in das Themenfeld Ernährung im Kontext sozioökonomischer Ungleichheit und Formulierung des Korrelationszusammenhangs zwischen Berufsstatus und Ernährungsqualität.

2. Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenziehung über das ADM-System sowie der Operationalisierung der Variablen mittels NOVA-Klassifizierung.

3. Fragebogen: Präsentation des Erhebungsinstruments, bestehend aus 5 Multiple-Choice-Fragen zu Berufsstatus, Alter, Geschlecht und Ernährungspräferenzen.

4. Auswertung: Darstellung und Analyse der gewonnenen Daten mittels Kreuztabellen und Subgruppenvergleichen zur Identifikation von Ernährungstrends in verschiedenen Berufsgruppen.

Schlüsselwörter

Ernährungsqualität, Berufsstatus, Sozioökonomischer Status, NOVA-Klassifizierung, Quantitative Forschung, Stichprobe, Erwerbstätige, Gesundheitsstatus, Ernährungsgewohnheiten, Sozialer Gradient, Adipositas, Bevölkerungsstudie, Ernährungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Ziel der Arbeit ist es, empirisch zu prüfen, ob Personen mit einem höheren Berufsstatus ein gesünderes Ernährungsverhalten zeigen als Personen mit einem geringeren Berufsstatus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Public-Health-Forschung, insbesondere zur gesundheitlichen Ungleichheit, mit Ansätzen der modernen Ernährungslehre.

Wie lautet die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob eine statistisch messbare Korrelation zwischen dem sozioökonomischen Status einer Person und der Qualität ihrer täglichen Lebensmittelauswahl besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung genutzt?

Es wurde eine quantitative Querschnittstudie in Form einer telefonischen Umfrage mit einem Stichprobenumfang von 985 Teilnehmern durchgeführt.

Was sind die wesentlichen Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption (inklusive Stichprobenauswahl über ADM-System), die Vorstellung des Fragebogens sowie die statistische Kreuztabellenauswertung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die zentralen Begriffe umfassen den sozioökonomischen Status, die NOVA-Lebensmitteleinteilung, soziale Gradienten in der Gesundheit sowie empirische Forschungsmethoden.

Welche Rolle spielt die NOVA-Klassifizierung in der Untersuchung?

Die NOVA-Klassifizierung dient als Messinstrument, um Lebensmittel anhand ihres Verarbeitungsgrades zu kategorisieren und so die Ernährungsqualität vergleichbar zu machen.

Welches Ergebnis wird im Rahmen der Subgruppenanalyse erzielt?

Die Analyse zeigt einen tendenziellen Einfluss des Berufsstatus auf die Ernährungsqualität, wobei besonders Gruppen mit sehr niedrigem Einkommen ein ungesünderes Konsumverhalten aufweisen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Korrelation zwischen Berufsstatus und gesunder Ernährung. Analyse einer selbst erstellten Studie
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,3
Autor
Torsten Wunder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
11
Katalognummer
V1326697
ISBN (PDF)
9783346822451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufsstatus Ernährung gesund sozioökonomischer status nachhaltiges essen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Torsten Wunder (Autor:in), 2022, Korrelation zwischen Berufsstatus und gesunder Ernährung. Analyse einer selbst erstellten Studie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1326697
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Leseprobe aus  11  Seiten
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