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Go to shop › Didáctica de la asignatura Francés - Literatura, trabajos

Le fou qui vend la sagesse

Eine Abhandlung über den Erwerb der Weisheit in der Fabel La Fontaines

Título: Le fou qui vend la sagesse

Trabajo Escrito , 2008 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Madlen Albrecht (Autor)

Didáctica de la asignatura Francés - Literatura, trabajos
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Die Fabel „Le fou qui vend la sagesse“ von Jean de La Fontaine ist ein gelungenes Beispiel für die weit reichenden Folgen, die eine erfolgreiche Manipulation haben kann. So führt uns La Fontaine in seiner Fabel geschickt an der Nase herum, um uns Leser am Ende doch noch in den Genuss der Weisheit kommen zu lassen. Den Weg, welchen er uns Leser gehen lässt, soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden.
Als Einstieg wird der Begriff der Weisheit näher erläutert um daran zu erinnern, welche Vielfalt an Hintergründen der Weisheitsbegriff mit sich bringt, der wir uns jedoch kaum bewusst sind. Im Anschluss daran wird auf die Fabel eingegangen. Der Verkauf der Weisheit deckt auf, was die offensichtliche, vordergründige Weisheit und die versteckte Weisheit beinhalten.
Wie La Fontaine es geschafft hat uns eine Ohrfeige zu verpassen, ohne dass wir uns dessen im Geringsten bewusst sind, wird im Kapitel 2.2 gezeigt. Hier werden die Mittel aufgedeckt mit denen La Fontaine den Leser in seine vorgefertigte Rolle zwingt. Außerdem soll beantwortet werden, welches Ziel La Fontaine mit dem Verfassen dieser Fabel verfolgte und warum es ihm nicht mehr genügte, Anekdote und Moral auf einfache Art und Weise zusammenzuführen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 WAS IST WEISHEIT?

1.1 DEFINITION DER WEISHEIT

1.2 SYMBOLE DER WEISHEIT

1.3 DIE WEISHEIT BEI KANT

2 „LE FOU QUI VEND LA SAGESSE“

2.1 DER VERKAUF DER WEISHEIT

2.1.1 Die vordergründige Weisheit

2.1.2 Die tatsächliche Weisheit

2.2 DIE PERFORMATIVITÄT IN DER FABEL

2.2.1 Was geschieht mit dem Leser?

2.2.2 Das Ziel der Fabel

3 FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb der Weisheit in Jean de La Fontaines Fabel „Le fou qui vend la sagesse“ und analysiert, wie der Autor den Leser durch performative Mechanismen in den Lernprozess einbindet und zur kritischen Reflexion bewegt.

  • Multidisziplinäre Definition und Symbolik des Weisheitsbegriffs.
  • Philosophische Einordnung der Weisheit nach Immanuel Kant.
  • Untersuchung der doppelten Verkaufsebenen von Weisheit in der Fabel.
  • Analyse der Performativität als Werkzeug der Leserlenkung.
  • Die pädagogische und kritische Zielsetzung der Fabel (plaire et instruire).

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Verkauf der Weisheit

Schon vor dem Handel hätten die Käufer misstrauisch sein können. Die Weisheit ist schließlich ein abstrakter Begriff, wie Liebe oder dergleichen, den man nicht kaufen kann (vgl. Fröhlicher 2004). Wie bereits erwähnt, muss man die Weisheit allein aus sich selbst herausbringen (vgl. Kant 2000), wenn man sie erlangen möchte. Jedoch handelt es sich in den Augen der Käufer „um einen Gegenstand, den man gegen Geld erwerben kann“ (Fröhlicher 2004, 205). Ein weiterer Hinweis auf einen unsinnigen Handel stellt der Fakt dar, dass gerade ein Narr die Weisheit verkauft, denn die Käufer halten den Narren von vornherein für verrückt bzw. ernsthaft krank („tête éventée“ Vers 4, „cerveau blessée“ Vers 22). Die Weisheit besteht für die beobachtende Menge genau genommen bereits in der gedanklichen und praktischen Distanzierung von dem Narren (vgl. Jasinski 1966). Aber sie lassen sich trotzdem von der Faszination der Verrücktheit des Narren anziehen, gehen auf sein verlockendes Angebot ein und sind am Ende enttäuscht und peinlich berührt (vgl. Fröhlicher 2004).

„Aus ihrer Sicht ist die Substitution des Abstraktums Weisheit durch eine Ohrfeige und ein Stück Faden nicht interpretationswürdig (Verse 18-19)“ (Fröhlicher 2004, 201). Für die Getäuschten ergibt sich daraus gewissermaßen eine Bestätigung ihrer „Moral“ „(Verse 20-22), wonach das Verhalten des Narren nicht durch die Vernunft, sondern durch den Zufall bestimmt sei“ (Fröhlicher 2004, 201). Sie fallen somit der Verrücktheit des Narren zum Opfer und versuchen diesem Zustand durch Lachen zu entkommen (vgl. Jasinski 1966).

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die manipulative Struktur der Fabel von La Fontaine ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die den Leser als aktiven Akteur versteht.

1 WAS IST WEISHEIT?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen und philosophischen Weisheitsbegriff, inklusive der Perspektive Kants und verschiedener kultureller Symbole.

2 „LE FOU QUI VEND LA SAGESSE“: Der Hauptteil analysiert die beiden Ebenen des Weisheitsverkaufs und den performativen Charakter des Textes, der den Leser zur kritischen Reflexion zwingt.

3 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass La Fontaine den Leser geschickt als Marionette führt, um ihn durch das Erleben der Fabel zu einer tieferen Erkenntnis und kritischen Haltung gegenüber Medienbotschaften zu bewegen.

Schlüsselwörter

Weisheit, La Fontaine, Fabel, Performativität, Marionettenspiel, Narr, Erkenntnis, Manipulation, Interpretation, Philosophie, Kant, Leserrolle, kritische Haltung, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische und literarische Tiefe der Fabel „Le fou qui vend la sagesse“ von Jean de La Fontaine hinsichtlich des Erwerbs von Weisheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Definitionen der Weisheit mit der spezifischen Analyse der Fabel, insbesondere der Ironie und der performativen Wirkung auf den Leser.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie La Fontaine den Leser von einer passiven Rolle in eine aktive, kritische Reflexion führt, indem er ihn selbst zum „Käufer“ der Weisheit macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf verschiedenen diskursiven Ebenen (figurativ und abstrakt) untersucht und philosophische Konzepte zur Interpretation heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Verkauf der Weisheit, die Rolle des Lesers sowie die Performativität des Textes detailliert analysiert, um die versteckte Botschaft der Fabel zu entschlüsseln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Weisheit, Performativität, Fabel, Narr, kritische Haltung und der gezielte Einsatz von Leserlenkung durch den Autor.

Inwiefern spielt Immanuel Kant eine Rolle?

Kant wird herangezogen, um den Begriff der Weisheit zu definieren, insbesondere seine Maximen zum Selbstdenken und die Ansicht, dass Weisheit aus dem Individuum selbst erwachsen muss.

Warum ist die Analyse der „Performativität“ in dieser Fabel entscheidend?

Die Performativität ist der Schlüssel zum Verständnis, wie La Fontaine den Leser in das Geschehen einbindet; der Leser wird durch das Lesen selbst Teil des Experiments und der Täuschung.

Wie ist die „vordergründige“ von der „tatsächlichen“ Weisheit in der Fabel zu unterscheiden?

Die vordergründige Weisheit ist der simple Rat aus der Moral, während die tatsächliche Weisheit in der kritischen Distanzierung vom Narren und dem eigenständigen Denken über den Text besteht.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Le fou qui vend la sagesse
Subtítulo
Eine Abhandlung über den Erwerb der Weisheit in der Fabel La Fontaines
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1,3
Autor
Madlen Albrecht (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
13
No. de catálogo
V132727
ISBN (Ebook)
9783640391172
ISBN (Libro)
9783640390953
Idioma
Alemán
Etiqueta
Eine Abhandlung Erwerb Weisheit Fabel Fontaines
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Madlen Albrecht (Autor), 2008, Le fou qui vend la sagesse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132727
Leer eBook
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