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Was läuft queer? Spezifische Probleme trans*identer Jugendlicher im Kontext Sozialer Arbeit

Titel: Was läuft queer? Spezifische Probleme trans*identer Jugendlicher im Kontext Sozialer Arbeit

Bachelorarbeit , 2022 , 87 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Emma Schäfer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die zunehmende, oft tabuisierte oder unerwünschte Präsenz der Thematik geriet die Betrachtung von Trans*identität auch im wissenschaftlichen Kontext in den Fokus. Da das Jugendalter, mit der der Entwicklungsaufgabe der Entwicklung einer (geschlechtlichen) Identität einhergeht, hat die folgende Arbeit trans*idente Jugendliche als Gegenstand. Das Ziel der literaturanalytischen Arbeit ist zunächst die Beantwortung der Frage, mit welchen spezifischen Problemen trans*idente Jugendliche in Deutschland konfrontiert sind. Dabei werden unter dem Begriff der spezifischen Probleme, all jene Probleme verstanden, welche sich auf Grund der geschlechtlichen Orientierung der jugendlichen Trans* ergeben. Nachdem diese dargestellt wurden, wird die Frage beantwortet, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Verbesserung der Lage der Jugendlichen leisten kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Begriffsdefinitionen

3.1 LSBTI*Q

3.2 Sexuelle und geschlechtliche Orientierung

3.3 Trans*identität

3.4 Passing

4. Das „System“ der Heteronormativität

4.1 Rechtliche Bedingungen

4.2 Medizinischer Kontext

4.3 Forderungen zur Selbstbestimmung und Entpathologisierung

5. Trans*idente Jugendliche

5.1 Coming-Out

5.1.1 Chancen, Risiken und Bedingungen

5.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

5.3 Entwicklung der Identität

5.4 Lebenswelt trans*identer Jugendlicher

5.4.1 Familie

5.4.2 Freund*innen/Peergroup

5.4.3 Ausbildungsstätte

5.4.4 Community/Internet

6. Bezug zur Sozialen Arbeit

6.1 Relevanz für die Soziale Arbeit

6.2 Der heteronormative Einfluss auf die Soziale Arbeit

6.3 Zugänge der Sozialen Arbeit

6.4 Anforderungen an Fachkräfte

6.5 Einflussnahme queerer Jugendarbeit

6.6 Kritik an LSBTI*Q spezifischen Angeboten in der Sozialen Arbeit

7. Entwicklung Workshop

7.1 Bedarfsanalyse

7.2 Zielgruppenanalyse

7.3 Organisationsform

7.4 Lernzielformulierung

7.5 Planung

7.5.1 Tag 1

7.5.2 Tag 2

7.6 Chancen und Grenzen

8. Zusammenfassung und Ausblick

9. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Probleme, mit denen trans*idente Jugendliche in Deutschland konfrontiert sind, und analysiert, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Verbesserung ihrer Lebenssituation leisten kann. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Entwicklung eines Workshops, der ehrenamtlich tätige Erwachsene für die Thematik sensibilisieren soll.

  • Heteronormativität als systemisches Hindernis
  • Herausforderungen im Coming-Out-Prozess und in der Identitätsentwicklung
  • Lebensweltliche Erfahrungen im Kontext von Familie, Schule und Freizeit
  • Sozialarbeiterische Handlungsstrategien und Regenbogenkompetenz

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Des sin‘ doch Ferz!“1, ist eine der beliebtesten abwertenden Einwürfe, wenn das Thema um Trans*identität eröffnet wird. Einwürfe dieser Art kommen meist von cisgeschlechtlichen, privilegierten Personen, welche sich bisher nur unzureichend mit der Thematik befasst haben.

Durch die zunehmende, oft tabuisierte oder unerwünschte Präsenz der Thematik geriet die Betrachtung von Trans*identität auch im wissenschaftlichen Kontext in den Fokus. Da das Jugendalter, mit der der Entwicklungsaufgabe der Entwicklung einer (geschlechtlichen) Identität (vgl. 5.2 & 5.3) einhergeht, hat die folgende Arbeit trans*idente Jugendliche als Gegenstand.

Mein erstes Interesse an der Thematik ergab sich aus dem sozialarbeiterischen Einfluss der Jugendhilfe, welche Jugendliche in den verschiedensten Problemlagen unterstützen kann. So durfte ich im Rahmen meiner studentischen Honorartätigkeit einen Jungen in einer Wohngruppe kennenlernen, welcher sich unter anderem auf Grund seiner Trans*identität dort befand. Leider verließ er die Wohngruppe nach kurzer Zeit, was eine intensivere Beschäftigung mit auftretenden Problematiken im Zusammenhang mit Trans*identitäten verhinderte. Kurze Zeit später wurde ich jedoch im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gruppenleiterin in einem Mädchenzeltlager, mit einem Jugendlichen konfrontiert, der sich mir mit einem männlichen Namen vorstellte, obwohl ich ihn die Jahre zuvor als Mädchen kennengelernt hatte. Daraus ergaben sich für mich viele Fragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin, definiert das Untersuchungsziel und stellt den Aufbau der Arbeit vor.

2. Forschungsstand: Hier werden relevante Studien zur Lebenswelt trans*identer Jugendlicher in Deutschland aufgeführt und kritisch in den historischen Kontext der Transgender Studies eingeordnet.

3. Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie LSBTI*Q, sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität, Trans*identität und Passing als Basis für die weitere Analyse.

4. Das „System“ der Heteronormativität: Es erfolgt eine machtkritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der medizinischen Pathologisierung sowie aus diesen resultierende Forderungen.

5. Trans*idente Jugendliche: Dieses Hauptkapitel analysiert den Coming-Out-Prozess, altersbedingte Entwicklungsaufgaben und die spezifischen lebensweltlichen Erfahrungen in unterschiedlichen sozialen Kontexten.

6. Bezug zur Sozialen Arbeit: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem professionellen Handeln, diskutiert Zugänge, Anforderungen an Fachkräfte und Handlungsmöglichkeiten queerer Jugendarbeit.

7. Entwicklung Workshop: Hier wird ein didaktisches Konzept zur Sensibilisierung ehrenamtlicher Gruppenleiter*innen strukturiert entwickelt, inklusive Bedarfs- und Zielgruppenanalyse.

8. Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Ergebnisse werden zusammengetragen, Forschungsfragen beantwortet und zukünftige Forschungsnotwendigkeiten aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Trans*identität, Soziale Arbeit, Heteronormativität, Jugendalter, Coming-Out, Geschlechtsidentität, Regenbogenkompetenz, Identitätsentwicklung, Lebenswelt, Diskriminierung, queere Jugendarbeit, Transition, Empowerment, Workshop, Sensibilisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis widmet sich der Lebenssituation trans*identer Jugendlicher in Deutschland und untersucht, wie die Soziale Arbeit ihnen besser begegnen und sie unterstützen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Auswirkungen von Heteronormativität, der Prozess des Coming-Outs, die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben im Jugendalter sowie die Gestaltung trans*freundlicher Angebote in der Sozialen Arbeit.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, spezifische Probleme der Jugendlichen zu identifizieren, ein theoretisches Verständnis für ihre Lebenswelt zu schaffen und einen praktisch orientierten Workshop zur Sensibilisierung von Ehrenamtlichen zu entwickeln.

Welche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine literaturanalytische Arbeit, die bestehende Studien und theoretische Konzepte (z. B. Identitätsentwicklung nach Marcia, Lebensweltorientierung nach Thiersch) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche und medizinische Herausforderungen (Pathologisierung), der Coming-Out-Prozess und die Bedeutung sozialer Systeme wie Familie, Peergroup und Schule sowie die daraus resultierenden Anforderungen an Fachkräfte besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Trans*identität, Soziale Arbeit, Heteronormativität, Identitätsentwicklung, Coming-Out und Regenbogenkompetenz beschreiben.

Wie beeinflusst das heteronormative „System“ die Arbeit trans*identer Jugendlicher?

Das System erzwingt häufig Anpassungsleistungen an binäre Geschlechtervorstellungen und führt zu Diskriminierung sowie erheblichem psychischem Leidensdruck, da viele Jugendliche in ihrem Identitätsgeschlecht nicht ohne Weiteres anerkannt werden.

Worin liegen die Chancen und Grenzen des entwickelten Workshops?

Der Workshop bietet eine wichtige Sensibilisierung und fachliche Grundlegung für Ehrenamtliche. Er ist jedoch auf Freiwilligkeit angewiesen und konnte aufgrund des Umfangs der Thesis noch nicht in der Praxis evaluiert werden.

Ende der Leseprobe aus 87 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was läuft queer? Spezifische Probleme trans*identer Jugendlicher im Kontext Sozialer Arbeit
Hochschule
Katholische Fachhochschule Mainz  (Katholische Hochschule Mainz)
Note
1,7
Autor
Emma Schäfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
87
Katalognummer
V1327780
ISBN (PDF)
9783346814494
ISBN (Buch)
9783346814500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
spezifische probleme jugendlicher kontext sozialer arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Emma Schäfer (Autor:in), 2022, Was läuft queer? Spezifische Probleme trans*identer Jugendlicher im Kontext Sozialer Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1327780
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Leseprobe aus  87  Seiten
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