Das Thema der Arbeit ist die Persönlichkeitspsychologie. Die Einsendeaufgabe bearbeitet drei Teilaufgaben. Im ersten Teil werden Gütekriterien für Testverfahren, Persönlichkeitstests und die Borderline-Persönlichkeitsstörung näher betrachtet. Die zweite Teilaufgabe beleuchtet den Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit sowie den Kohärenzsinn. Die Arbeit schließt mit dem dritten Teil zu den fünf Faktoren der Persönlichkeit und dem Big-Five-Modell in der Personalwahlauswahl beziehungsweise bei der Auswahl von Juristen.
Inhaltsverzeichnis
1. Teilaufgabe B1
1.1 Gütekriterien für Testverfahren
1.1.1 Objektivität
1.1.2 Reliabilität
1.1.3 Validität
1.2 Persönlichkeitstests
1.2.1 Objektivität bei Persönlichkeitstests
1.2.2 Reliabilität bei Persönlichkeitstests
1.2.3 Validität bei Persönlichkeitstests
1.3 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung
1.3.1 Krankheitsbild
1.3.2 Entstehung
1.3.3 Diagnostik
1.3.4 Behandlung
2. Teilaufgabe B2
2.1 Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit
2.2 Der Kohärenzsinn
2.2.1 Rolle des Kohärenzsinnes in der Gesundheitsförderung
2.2.2 Kohärenzsinn in der Personalführung
3. Teilaufgabe B3
3.1 Fünf Faktoren der Persönlichkeit
3.2 Das Big Five Modell in der Personalauswahl
3.3 Das Big Five Modell bei der Auswahl von Juristinnen und Juristen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den methodischen Grundlagen psychologischer Testverfahren, der klinischen Betrachtung der Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie dem Einfluss der Persönlichkeitsstruktur auf Gesundheit und berufliche Leistung auseinander, mit dem Ziel, psychologische Konzepte für die praktische Anwendung in der Wirtschaftspsychologie zu operationalisieren.
- Wissenschaftliche Gütekriterien und deren Anwendung in Persönlichkeitstests
- Klinische Einordnung, Entstehung und Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Modelle zur Interaktion zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und gesundheitlichen Auswirkungen
- Konzept des Kohärenzgefühls und seine Relevanz im betrieblichen Gesundheitsmanagement
- Das Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) in der Personalauswahl für spezifische Berufsgruppen
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Objektivität bei Persönlichkeitstests
Eine Möglichkeit, um das Gütekriterium der Objektivität bei Persönlichkeitstests sicherzustellen ist der Einsatz Objektiver Persönlichkeitstests.
Die Reduktion von Verfälschungstendenzen wird hierbei durch zwei Maßnahmen angestrebt. Die Objektivität wird zum einen dadurch erreicht, dass keine Selbstbeurteilungen der Testpersonen erfasst werden, sondern (Stich-)Proben von konkretem Verhalten in experimentell erzeugten Anforderungssituationen. Somit wird eine bewusste subjektive Verfälschung, z.B. aufgrund von sozialer Erwünschtheit drastisch reduziert (Vgl. Moosbrugger & Kelava, 2000). Zum anderen werden die Aufgabenstellungen häufig so gewählt, dass die Testpersonen den Zusammenhang zwischen Messintention und Messprinzip aus den Testaufgaben nicht oder nur schwer erkennen können. Durch die Verschleierung des Messprinzips wird den Testpersonen ebenfalls die Möglichkeit einer bewussten Verfälschung des Testergebnisses genommen. Das Gütekriterium der Objektivität wird demnach insofern gefördert, als dass die Standardisierung der Durchführung, Auswertung und Interpretation auch den Testpersonen keinen Spielraum für individuelle Verhaltensverfälschungen einräumen (Vgl. Moosbrugger & Kelava, 2000). Darüber hinaus muss zudem auch die Objektivität der testdurchführenden Person im Bezug auf die Durchführung, Auswertung und Interpretation gewährleistet sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Teilaufgabe B1: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität und untersucht deren spezielle Anwendung sowie Herausforderungen bei der Durchführung von Persönlichkeitstests und im Kontext der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
2. Teilaufgabe B2: Hier werden Modelle zur Korrelation zwischen Persönlichkeit und Gesundheit diskutiert sowie das Konzept des Kohärenzgefühls nach Antonovsky als Ressource für Gesundheit und Führung in Unternehmen vorgestellt.
3. Teilaufgabe B3: Dieser Abschnitt beschreibt das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit und analysiert dessen prognostische Relevanz für die berufliche Leistungsfähigkeit, insbesondere mit Fokus auf die Personalauswahl für juristische Berufsfelder.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Gütekriterien, Objektivität, Validität, Reliabilität, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Salutogenese, Kohärenzsinn, Big Five, Personalauswahl, Arbeitsleistung, Gesundheitspsychologie, Wirtschaftspsychologie, Selbstregulation, Persönlichkeitsmerkmale.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das übergeordnete Thema der Arbeit?
Die Arbeit behandelt grundlegende Konzepte der Persönlichkeitspsychologie und deren Anwendung auf klinische Diagnosen, gesundheitspsychologische Zusammenhänge und die berufliche Praxis.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind psychologische Testtheorie, die Borderline-Persönlichkeitsstörung, das Salutogenese-Modell sowie das Big-Five-Modell der Persönlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die theoretische Erarbeitung und methodische Reflexion psychologischer Konstrukte, um deren Eignung für Diagnose- und Auswahlprozesse aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse etablierter psychologischer Theorien und der Auswertung von Metaanalysen zu Persönlichkeitsmodellen.
Was wird im Hauptteil detailliert beleuchtet?
Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Analyse von Testverfahren, eine Darstellung klinischer Störungsbilder sowie eine Bewertung von Persönlichkeitsfaktoren für die Personalauswahl.
Wie lässt sich die Arbeit durch Schlüsselbegriffe charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Persönlichkeitsdiagnostik, Gütekriterien, Arbeitsleistung, Kohärenzsinn und Personalauswahl zusammenfassen.
Welche Bedeutung hat der Kohärenzsinn in der Personalführung?
Der Kohärenzsinn ist entscheidend, da Mitarbeitende ihre Arbeit nur dann als motivierend und sinnvoll empfinden, wenn Anforderungen für sie verstehbar, bewältigbar und sinnhaft gestaltet sind.
Warum ist Gewissenhaftigkeit für die Berufsgruppe der Juristen besonders wichtig?
Die Gewissenhaftigkeit ist aufgrund der hohen Anforderungen an Selbstdisziplin, Zielstrebigkeit und Pflichtbewusstsein während der juristischen Ausbildung und in der täglichen Rechtspraxis eine essenzielle Persönlichkeitseigenschaft.
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- Alina Obersteg (Author), 2021, Persönlichkeit in der Psychologie. Persönlichkeitstests und der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328029