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Frauenrolle und Emanzipation in Lessings Drama "Emilia Galotti"

Titel: Frauenrolle und Emanzipation in Lessings Drama "Emilia Galotti"

Hausarbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der entfachten Diskussionen vor allem in Bezug auf das vorherrschende Frauenbild werde ich in meiner Arbeit die Thematik der Frauenrolle und der Emanzipation in Lessings Drama „Emilia Galotti“ untersuchen sowie überprüfen. Als Gegenstand meiner Arbeit dient die Frage, was Lessing anhand der Figuren der Emilia Galotti und der Gräfin Orsina in seinem Drama „Emilia Galotti“ in Bezug auf die eigene Selbstbestimmung und das Frauenbild vermitteln will. Es existieren bereits einige Forschungsbeiträge, vor allem in Bezug auf die Inszenierung der Weiblichkeit in Lessings Dramen. Dafür ist es in meiner Arbeit von Vorteil, vorab das allgemeine Frauenbild und die Bedeutung der Tugend im 18. Jahrhundert einfließen zu lassen, da auch vor allem der Tugendrigorismus Lessings Dramen enorm geprägt hat.

Außerdem stelle ich innerhalb des geschichtlichen Hintergrundes den Emanzipationsbegriff dar, bevor mit der eigentlichen inhaltlichen Analyse gestartet wird. Anschließend folgt die Figurenbeschreibung der Emilia Galotti aus Sicht des Prinzen, woraufhin ich ebenso auf dienErziehung zur Tugend, das Symbol der verwelkten Rose sowie die Todestragik Emilias genauer eingehe. Der nächste Abschnitt meiner Arbeit beschäftigt sich mit der Figur der Gräfin Orsina, indem belegt wird, dass Orsina als ein Musterbild der intellektuellen und scharfsinnigen Frau gilt und schließe den inhaltlichen Bezug zu Lessings Drama mit Orsinas Rachemotiv ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschichtlicher Hintergrund

2.1 Das Frauenbild und die Bedeutung der Tugend im 18. Jahrhundert

2.2 Emanzipationsbegriff

3 Inhaltlicher Bezug zu Lessings Drama Emilia Galotti

3.1 Emilia Galotti

3.1.1 Emilia als Idealvorstellung des Prinzen

3.1.2 Erziehung zur Tugend

3.1.3 Das Symbol der verwelkten Rose und die Todestragik

3.2 Gräfin Orsina

3.2.1 Orsina in den Augen des Prinzen

3.2.2 Musterbild der intellektuellen und scharfsinnigen Frau

3.2.3 Rachemotiv

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Thematik der Frauenrolle und Emanzipation in Lessings Drama „Emilia Galotti“. Dabei wird analysiert, wie Lessing anhand der Figuren der Emilia Galotti und der Gräfin Orsina Fragen der Selbstbestimmung innerhalb der gesellschaftlichen Werteordnung des 18. Jahrhunderts thematisiert und welche Rückschlüsse dies auf das zeitgenössische Frauenbild zulässt.

  • Historischer Kontext: Frauenbild und Tugendbegriff im 18. Jahrhundert
  • Weibliche Emanzipationsbestrebungen und Autonomie
  • Emilia Galotti: Tugendideal und Objektivierung durch den Prinzen
  • Gräfin Orsina: Intellektualität als Gegenentwurf zur passiven Frauenrolle
  • Konflikt zwischen individuellem Begehren und gesellschaftlichen Zwängen

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Das Symbol der verwelkten Rose und die Todestragik

Emilia bittet ihren Vater Odoardo um jenen Dolch, den Orsina ihm zuvor gegeben hatte, womit ursprünglich der Prinz umgebracht werden sollte (102). Letztendlich veranlasst Emilia nach einem gescheiterten Selbstmordversuch ihren Vater dazu, sie zu töten (102). Emilia reißt sich währenddessen eine Rose aus ihrem geschmückten Haar heraus, die sie aufgrund der noch folgenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani in Sabionetta trug (102). Diese Rose steht symbolisch für Emilias jungfräuliche Keuschheit.41

Emilia: Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert. (103)

Anhand dieser Metapher wird deutlich, dass Emilia keinerlei Willenskraft zugeschrieben bekommt, weder vom Prinzen, noch von Marinelli.42 „Sie hat es von vornherein als aussichtslos betrachtet, sich der sexuellen Verführung durch den Prinzen verschließen zu wollen.“43 Es war bloß eine Frage der Zeit, wann Emilia wie eine Rose vom Sturm entblättert wäre.44 Durch das abrupte Herausreißen der Rose aus ihrem Haar verdeutlicht sie, wie hilflos sie der Verführung ausgeliefert war und dass sie dieser nicht hätte entkommen können. Emilia ist am Ende bildlich gesprochen die Rose, die gebrochen wird. Sie fühlt sich als die Scheiternde, da sie das Tugendgesetz des Vaters nicht einhalten konnte und entscheidet sich lieber zu sterben, als ihre Unschuld zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Trauerspiel „Emilia Galotti“ ein und stellt das Untersuchungsziel dar: die Analyse der Frauenrolle und Emanzipation im Kontext der aufklärerischen Werteordnung.

2 Geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet das Frauenbild und das Tugendverständnis im 18. Jahrhundert sowie den zeitgenössischen Emanzipationsbegriff.

3 Inhaltlicher Bezug zu Lessings Drama Emilia Galotti: Das Hauptkapitel fokussiert auf die Figuren Emilia und Orsina und untersucht deren jeweilige Rolle, Selbstinszenierung und Interaktion mit dem gesellschaftlichen Umfeld.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass Lessing durch die konträren Figuren Emilia und Orsina den Tugendrigorismus seiner Zeit kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Emilia Galotti, Lessing, Frauenbild, Emanzipation, Tugend, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Geschlechterrollen, Selbstbestimmung, Gräfin Orsina, Tugendrigorismus, Subjektivierung, Rachemotiv, Literaturanalyse, Trauerspiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Frauenrolle und Emanzipationsaspekte in Gotthold Ephraim Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“ unter Berücksichtigung des historischen Kontextes des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Tugendvorstellungen des 18. Jahrhunderts, dem Einfluss der väterlichen Erziehung sowie der Darstellung von Weiblichkeit und intellektueller Emanzipation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, was Lessing durch die Figuren der Emilia Galotti und der Gräfin Orsina in Bezug auf Selbstbestimmung und das Frauenbild seiner Zeit vermitteln möchte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Dramentextes sowie der Einbeziehung von Sekundärliteratur zur historischen Einordnung und interpretatorischen Untermauerung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenanalyse: Emilia wird als tugendhaftes, aber objektifiziertes Wesen betrachtet, während Orsina als intellektuelle, emanzipierte Gegenspielerin analysiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Emanzipation, Tugend, Unschuld, Aufklärung, Geschlechterrollen und autokratische Strukturen innerhalb des Dramas.

Warum ist das Symbol der Rose für Emilia wichtig?

Die Rose im Haar dient als Metapher für Emilias jungfräuliche Keuschheit, deren Bruch durch den Tod die einzige Möglichkeit bleibt, die väterliche Moralvorstellung zu wahren.

Inwiefern stellt Gräfin Orsina ein Musterbild dar?

Sie gilt als Musterbild der intellektuellen und scharfsinnigen Frau, die sich ihres Verstandes bedient, gesellschaftliche Intrigen durchschaut und sich aktiv gegen die ihr zugedachte passive Rolle auflehnt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauenrolle und Emanzipation in Lessings Drama "Emilia Galotti"
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1328546
ISBN (eBook)
9783346818713
ISBN (Buch)
9783346818720
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emilia Galotti Emanzipation Frauenrolle Lessing Drama
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Frauenrolle und Emanzipation in Lessings Drama "Emilia Galotti", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1328546
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Leseprobe aus  17  Seiten
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