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Renaissance der Atomkraft durch europäischen Wasserstoffbedarf?

Titel: Renaissance der Atomkraft durch europäischen Wasserstoffbedarf?

Bachelorarbeit , 2023 , 38 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Energiewissenschaften
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es geht um Wasserstoff, das häufigste Element in unserem Universum. Es ist leicht, verfügt über einen hohen Heizwert und findet als Energieträger in der Industrie bereits seit über 90 Jahren Anwendung. Manche sprechen schon lange vom „Kraftstoff der Zukunft“ (Geitmann 2011), der nun in der Realität angekommen zu sein scheint.

Während der Russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Anfälligkeit der europäischen Energie- und Ressourcenversorgung aufzeigt, haben die steigenden, hohen Energiepreise erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, zusätzlich zu der außerordentlichen wirtschaftlichen Lage aufgrund der Corona-Pandemie. Mit Blick auf den Klimawandel und dessen globaler Folgen einigten sich die EU27 auf ein gemeinsames Klimagesetz, welches das Emissionsreduktionsziel von Treibhausgasen bis 2030 auf mindestens 55 % gegenüber den Werten von 1990 festsetzte. Außerdem soll die EU bis 2050 klimaneutral werden.

Bei der Erreichung von Klimaneutralität und energetischer Unabhängigkeit ist der Ausbau der erneuerbaren Energiequellen und sektorübergreifende Dekarbonisierung zentral. Die möglichen Einsatzszenarien von Wasserstoff sind weit gefächert. Neben einer industriellen Verwendung von Wasserstoff ist der Einsatz von Brennstoffzellen in stationären- und mobilen Systemen vorgesehen, z.B. in der Hausenergieversorgung oder Straßenfahrzeugen. Langfristig soll die Industrie zu einem wichtigen Verbraucher von Wasserstoff werden, in dem dieser als Energieträger bei der Bereitstellung von Prozesswärme oder der Substitution fossiler Rohstoffe genutzt wird. Wasserstoff kann als alternativer Brennstoff Öfen anfeuern, Kohle in der Stahlindustrie ersetzen oder bestimmte Prozesse der Chemieindustrie klimafreundlicher gestalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Wasserstoff

1.2 Erzeugungsarten

1.3 Renaissance der Atomkraft?

2. Strategien für Wasserstoff

2.1 Nationale Wasserstoffstrategie (Deutschland)

2.2 Stratégie nationale (Frankreich)

2.3 EU-Wasserstoffstrategie

3. Nuklearer Weg zum Wasserstoff

3.1 Ansätze zur Kernenergie

3.1.1 Deutschland

3.1.2 Frankreich

3.1.3 Deutsch-französische „Energiefreundschaft“

3.2 Technische Machbarkeit

3.3 EU-Taxonomie

3.3.1 Kontroverse um die Aufnahme

3.3.2 Akteure

3.3.2.1 Pro Atomkraft: Frankreich

3.3.2.2 Staatliche Gegenwehr

3.3.2.3 Private Gegenwehr

3.3.2.4 Private Unterstützung

3.3.2.5 Ost-West Trennung

3.3.2.6 Gasrichtlinie

3.4 Kohlenstofffreier oder kohlenstoffarmer Energieträger?

3.5 Wirtschaftliche Erwägungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Atomenergie in Europa durch den steigenden Bedarf an Wasserstoff eine Renaissance erlebt. Dabei wird analysiert, wie politische Akteure den Energieträger Wasserstoff in ihre Agenda integrieren und welchen Einfluss die EU-Taxonomie sowie sozioökonomische Faktoren auf diese Entwicklung ausüben.

  • Energiepolitische Strategien in Deutschland und Frankreich
  • Die Rolle der Kernenergie bei der Wasserstofferzeugung
  • Einfluss der EU-Taxonomie auf die Wahrnehmung von Atomkraft
  • Technische und ökonomische Machbarkeit von rotem Wasserstoff

Auszug aus dem Buch

3.1 Ansätze zur Kernenergie

Der Einsatz von Kernenergie unterscheidet sich in Deutschland und Frankreich deutlich. Die Nutzung des in Atomkraftwerken erzeugten Stroms für Elektrolysekapazitäten zur Wasserstoffherstellung erscheint somit in Deutschland somit schon von vornherein ausgeschlossen. Entsprechend unterscheidet sich, wie gezeigt, auch die generelle Erwägung der Erzeugungsart in Machbarkeitsstudien und die politische Kommunikation. Im Folgenden werden für eine bessere Vergleichbarkeit die Werte der Stromerzeugung für 2021 herangezogen. Die entsprechenden Zahlen für das gesamte Jahr 2022 werden voraussichtlich im März 2023 veröffentlicht und lagen zur Drucklegung der Arbeit noch nicht vor. Unberücksichtigt bleiben ebenso durch die Energiekrise beeinflusste Schwankungen im Energiemix.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Wasserstoff als zentraler Energieträger und die Fragestellung nach einer Renaissance der Atomkraft.

2. Strategien für Wasserstoff: Analyse nationaler und europäischer Wasserstoffstrategien sowie deren Zielsetzungen und Herstellungsverfahren.

3. Nuklearer Weg zum Wasserstoff: Untersuchung der Rolle der Kernenergie, der technischen Umsetzbarkeit sowie der regulatorischen und gesellschaftlichen Kontroversen um die EU-Taxonomie.

4. Fazit: Synthese der Ergebnisse zur Frage einer Renaissance der Kernenergie unter Berücksichtigung nationaler Interessen und der europäischen Klimaziele.

Schlüsselwörter

Wasserstoff, Atomkraft, Kernenergie, EU-Taxonomie, Energiewende, roter Wasserstoff, Klimaneutralität, Energiepolitik, Dekarbonisierung, Elektrolyse, Nachhaltigkeit, Europäische Union, Energiesolidarität, Stromerzeugung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die steigende Nachfrage nach Wasserstoff in Europa zu einer Wiedergeburt (Renaissance) der Atomkraft führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind nationale Energiestrategien, die Rolle der Kernenergie bei der Wasserstoffproduktion und der politische Prozess um die EU-Taxonomie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser Orientierung im Spannungsfeld zwischen traditioneller Atomkraft und dem zukunftsträchtigen Energieträger Wasserstoff zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine Vielzahl branchenspezifischer Studien, offizieller Berichte, Stellungnahmen sowie Fachliteratur ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Ansätze zur Kernenergie, die technische Machbarkeit, die Einflüsse der EU-Regulierung und die Akteurslandschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „roter Wasserstoff“, „EU-Taxonomie“ und „Energiesolidarität“ geprägt.

Warum spielt Frankreich eine so besondere Rolle in der Arbeit?

Frankreich wird als größter Kernkraftwerksbetreiber Europas untersucht, da das Land eine konträre Haltung zu Deutschland einnimmt und die Änderung der Taxonomie maßgeblich mit vorantrieb.

Ist roter Wasserstoff eine technisch ausgereifte Lösung?

Die Arbeit stellt fest, dass es sich aktuell teilweise um Zukunftskonzepte handelt, die ökonomisch und technisch noch vor Herausforderungen stehen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Renaissance der Atomkraft durch europäischen Wasserstoffbedarf?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
38
Katalognummer
V1329166
ISBN (PDF)
9783346818829
ISBN (Buch)
9783346818836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
renaissance atomkraft wasserstoffbedarf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Renaissance der Atomkraft durch europäischen Wasserstoffbedarf?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329166
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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