Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Fachwissen, das Lehrkräfte benötigen, um erfolgreich inklusiven Unterricht halten zu können.
An Lehrkräfte in Ausbildung wird durch den inklusiven Anspruch eine Erwartung herangetragen, dass sie im Spannungsfeld von pädagogischer Förderung und gesellschaftlicher Auslese professionell agieren und handeln. Im Bereich der pädagogischen Diagnostik wird zwischen Verbesserung von Lernarrangements sowie der Erteilung von Qualifikationen unterschieden. Ersteres fokussiert den individuellen Freiraum für die Kinder und Jugendlichen im schulischen Kontext, um ihnen unterstützende sowie (lern-) prozessbegleitende Rückmeldung für die persönliche Entwicklung und Entfaltung geben zu können. Letzteres kontrastiert den gesellschaftlichen Auftrag der Schule: Entscheidung über unterschiedliche Leistungen sowie Bildungsabschlüsse. Somit ist dies als eine Funktion der Auslese zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundsätzliches zur Professionalisierung im Lehrberuf
- Professionen des Lehramts
- Primarstufe
- Sekundarstufe I
- Sekundarstufe II
- Förderschullehramt
- Zur Inklusion im Schulsystem
- Zu einer inklusivorientierten Lehrinnen- und Lehrerausbildung
- Diskussion
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Thema der erfolgreichen Lehrkraftprofessionalisierung für den inklusiven Unterricht. Sie untersucht die Herausforderungen der Inklusion im deutschen Schulsystem und analysiert die Professionalisierung von Lehrkräften im Hinblick auf die Anforderungen eines inklusiven Unterrichts.
- Professionalisierung von Lehrkräften im Spannungsfeld von Inklusion und Heterogenität
- Anforderungen an Lehrkräfte im inklusiven Unterricht
- Diskussion verschiedener Professionalisierungsmodelle im Kontext der Inklusion
- Analyse von Bildungswissenschaftlichen und praktischen Studienanteilen in der Lehramtsausbildung
- Herausforderungen und Chancen der inklusiven Lehrkraftprofessionalisierung
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation des deutschen Schulsystems im Spannungsfeld von Inklusion und mehrgliedrigem Schulsystem. Sie stellt die Notwendigkeit einer durchgängigen inklusiven Gestaltung des Schulsystems und die Bedeutung der Lehrkraftprofessionalisierung in diesem Kontext heraus. Die Einleitung betont die Bedeutung der Anerkennung von Heterogenität und Individualität im Unterricht.
Grundsätzliches zur Professionalisierung im Lehrberuf
Dieses Kapitel analysiert den Begriff der Professionalisierung im Lehrberuf und untersucht verschiedene Definitionsansätze. Es diskutiert die Bedeutung von wissenschaftlich fundierter Ausbildung, ethischer Verantwortung, Funktions- und Angebotsmonopol und der Autonomie der Berufsausübung.
Professionen des Lehramts
Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Professionen des Lehramts, darunter Primarstufe, Sekundarstufe I und II sowie das Förderschullehramt. Es beleuchtet die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen der einzelnen Berufsfelder.
Zur Inklusion im Schulsystem
Dieses Kapitel befasst sich mit der Umsetzung der Inklusion im deutschen Schulsystem. Es beleuchtet die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Bildungslandschaft.
Zu einer inklusivorientierten Lehrinnen- und Lehrerausbildung
Das Kapitel analysiert die notwendigen Anpassungen der Lehrerausbildung, um zukünftige Lehrkräfte für den inklusiven Unterricht zu qualifizieren. Es diskutiert die Einbindung sonderpädagogischer Inhalte und die Bedeutung von Praxisphasen in der Ausbildung.
Diskussion
In diesem Kapitel werden verschiedene Aspekte der inklusiven Lehrkraftprofessionalisierung diskutiert. Es werden die Herausforderungen und Chancen der Professionalisierung im Kontext der Inklusion beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Inklusion, Lehrkraftprofessionalisierung, Heterogenität, Inklusion in der Praxis, sonderpädagogische Inhalte, inklusive Unterrichtsgestaltung, Professionalisierungsmodelle, Lehrerausbildung, Heterogenität im Unterricht, Förderung von Schülerinnen und Schülern.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Professionalisierung im Lehrberuf für Inklusion?
Es bedeutet, dass Lehrkräfte lernen, professionell im Spannungsfeld zwischen individueller pädagogischer Förderung und dem gesellschaftlichen Auftrag der Leistungsbewertung (Auslese) zu agieren.
Welche Rolle spielt die pädagogische Diagnostik?
Sie dient einerseits der Verbesserung von Lernarrangements (individuelle Förderung) und andererseits der Erteilung von Qualifikationen und Bildungsabschlüssen.
Wie verändert Inklusion die Anforderungen an das Lehramt?
Lehrkräfte müssen Heterogenität als Normalität anerkennen und sonderpädagogische Inhalte stärker in ihren regulären Unterricht integrieren.
Welche Herausforderungen gibt es in der inklusiven Lehrerausbildung?
Eine zentrale Herausforderung ist die Verzahnung von wissenschaftlicher Theorie und Praxisphasen sowie die Vermittlung von Kompetenzen für den Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft.
Was ist das Ziel einer inklusivorientierten Ausbildung?
Ziel ist es, Lehrkräfte zu befähigen, jedem Kind – unabhängig von seinen Voraussetzungen – einen individuellen Weg zur persönlichen Entfaltung im Schulsystem zu ermöglichen.
- Quote paper
- Denise Lenders (Author), 2022, Erfolgreiche Lehrkraftprofessionalisierung für den inklusiven Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1329713