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Der Ritter in der Gesellschaft des Spätmittelalters. Die Vorstellungen von Johannes Rothe

Titel: Der Ritter in der Gesellschaft des Spätmittelalters. Die Vorstellungen von Johannes Rothe

Essay , 2004 , 9 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maida Kreimendahl (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit thematisiert das Ideal und den tatsächlichen Ist-Zustand des Rittertums im 14. Jahrhundert, basierend auf dem „Ritterspiegel“ von Johannes Rothe. Die Arbeit wird sich zuerst mit dem Autor befassen und dann übergehen zu einer kurzen Darstellung des historischen Kontextes um 1415. Im Hauptteil wird dann die Rekonstruktion der damaligen Gesellschaftsstruktur im Vordergrund stehen. Dies wird unter der Fragestellung nach dem besonderen Stand der Ritter in dieser Gesellschaft geschehen, und gleichzeitig soll die Intention des Autors verdeutlicht und mit in die Analyse einbezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Autor / Historischer Kontext

Hauptteil

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht das Idealbild des Rittertums im 14. Jahrhundert im Vergleich zum tatsächlichen Zustand der zeitgenössischen Ritter, basierend auf Johannes Rothes Werk „Der Ritterspiegel“, um die gesellschaftliche Rolle und den moralischen Verfall des Standes zu analysieren.

  • Analyse des Werks „Der Ritterspiegel“ von Johannes Rothe als normativer Text.
  • Gegenüberstellung von ritterlichem Wunschideal und gelebter Realität im Spätmittelalter.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Position des Ritters zwischen Adel, Klerus und Beamtentum.
  • Bewertung des Einflusses geistlicher Moralvorstellungen auf die Definition des „miles christianus“.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Geburtsadel versus Tugendadel.

Auszug aus dem Buch

Die Typologie der Ritter nach Johannes Rothe

Durch den sittlichen Verfall des Ritterstandes haben sich laut Rothe nun drei verschiedene Arten von Rittern entwickelt.

Der erste Typ Ritter sind die besitzlosen Raubritter. Sie morden und rauben und haben sich jeder Ehre entledigt.

Der zweite Typ des Ritters unterscheidet sich von dem ersten nur durch die Tatsache, daß ein Ritter ein Lehen besitzt. Ansonsten sind auch diese keine guten Christen und ziehen plündernd und raubend durch die Lande. Sie richten ihre Waffen gegen Schwache und Wehrlose und greifen ehrliche Christen an, nur um sich so ihre Mannhaftigkeit zu beweisen. Dabei lassen sie ihre eigentlichen Pflichten in Vergessenheit geraten. Diese Ritter schmücken und bereichern sich auf Kosten anderer und sind trotz ihres Reichtums und ihres Besitzes nichts als Räuber, da sie werde im Kampf noch in sonst einer Tugend geübt seien.

Diese beiden Gruppen von Rittern sind keine wahren Ritter, dies ist nur die folgende dritte Art.

Allein diese dürfen sich Ritter nennen, die für gerechte Angelegenheiten Krieg führen, für das Christentum und für Gott kämpfen und sich sittlich und edel verhalten. Die anderen sind in Rothes Augen Feiglinge, die listig und hinterhältig sind und den Namen des Ritters nicht zu tragen verdienen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des spätmittelalterlichen Ritterideals und die Analyse der Quelle „Ritterspiegel“ ein, wobei die Fragestellung nach dem besonderen Stand des Ritters und der Intention des Autors im Zentrum steht.

Der Autor / Historischer Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet das Leben von Johannes Rothe als Priester und Stadtschreiber sowie den sozio-historischen Kontext um 1415, in dem sich der Ritterstand infolge administrativer Veränderungen und der Herausbildung eines Beamtentums in der Krise befand.

Hauptteil: Hier erfolgt eine detaillierte Ausdeutung der Quelle, wobei Rothe mittels der Gattung des „Spiegels“ den Verfall der ritterlichen Tugenden kritisiert, den „miles christianus“ als Ideal formuliert und den Tugendadel dem bloßen Geburtsadel gegenüberstellt.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Rothes Hauptanliegen die Wiederherstellung religiös-sittlicher Werte ist und er das Rittertum angesichts des beobachteten moralischen Verfalls als christliche Berufung verteidigt.

Schlüsselwörter

Johannes Rothe, Ritterspiegel, Rittertum, Spätmittelalter, miles christianus, Ritterideal, Geburtsadel, Tugendadel, Ständegesellschaft, Verhaltenscodex, Christentum, Mittelalterliche Gesellschaft, Adelskritik, Raubritter, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das spätmittelalterliche Idealbild des Ritters im Vergleich zur gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit, basierend auf dem Werk „Der Ritterspiegel“ von Johannes Rothe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen der moralische Verfall des Rittertums, die Unterscheidung zwischen dem ritterlichen Ideal und dem Geburtsadel sowie die religiöse Prägung der ritterlichen Pflichten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, das Verständnis von Johannes Rothe bezüglich des Rittertums als sittlich-kämpferische Institution aufzuzeigen und die Transformation des Ritterstandes im 15. Jahrhundert kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse des „Ritterspiegels“, eingebettet in den historischen Kontext des frühen 15. Jahrhunderts sowie unter Berücksichtigung der biographischen Hintergründe des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Interpretation des „Spiegels“ als didaktische und normative Richtlinie, der Differenzierung von RITTER-Typen sowie der Forderung nach einer ritterlichen Lebensführung gemäß christlicher Werte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ritterideal, miles christianus, der Ritterspiegel, Johannes Rothe, Tugendadel und die Ständekritik des Spätmittelalters.

Wie unterscheidet Rothe in der Quelle zwischen verschiedenen Arten von Rittern?

Rothe unterteilt Ritter in drei Gruppen: besitzlose Raubritter, wohlhabende Ritter ohne Tugend sowie die – als einzig wahre Ritter bezeichneten – Kämpfer für das Christentum und Gott.

Warum bevorzugt Rothe nach Ansicht der Autorin den Tugendadel gegenüber dem Geburtsadel?

Rothe kritisiert den Geburtsadel als formlos und unkontrolliert; er ist der Überzeugung, dass ein Ritter seine Stellung erst durch Bildung, Tugendhaftigkeit und Gottgefälligkeit rechtfertigen kann, anstatt sich nur auf seine Herkunft zu stützen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Ritter in der Gesellschaft des Spätmittelalters. Die Vorstellungen von Johannes Rothe
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
Maida Kreimendahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V1330172
ISBN (PDF)
9783346820129
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ritter gesellschaft spätmittelalters vorstellungen johannes rothe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maida Kreimendahl (Autor:in), 2004, Der Ritter in der Gesellschaft des Spätmittelalters. Die Vorstellungen von Johannes Rothe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330172
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Leseprobe aus  9  Seiten
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