„Schreib mal wieder“, mit diesem Werbespruch alarmierte die Deutsche Post in den achtziger Jahren schon die Menschen wieder mehr Briefe zu schreiben. Seitdem haben sich viele neue Möglichkeiten der Kommunikationsformen entwickelt. Sogar die Zusage des Studienplatzes
erfolgt per E-Mail. So stellt sich die Frage: Kann die E-Mail den Brief ersetzen? Um dies genauer zu analysieren, ist zunächst einmal wichtig, welche Bedeutung der Brief und die E-Mail in der
Vergangenheit und der heutigen Zeit haben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition der Vermittlungsformen Brief und E-Mail
2.1 Brief – eine Definition
2.2 E-Mail – eine Definition
3 Einblick in die Geschichte der Kommunikationsformen
3.1 Grafik zur Entstehung der Kommunikationsmittel
4 Die Relevanz und Vorteile von E-Mail und Brief in der heutigen Zeit
4.1 Der Brief in der heutigen Zeit
4.2 Die E-Mail in der heutigen Zeit
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die E-Mail den klassischen Brief als Kommunikationsmedium im digitalen Zeitalter ersetzen kann, indem sie die historische Entwicklung sowie die aktuellen Vor- und Nachteile beider Medien gegenüberstellt.
- Historische Entwicklung der schriftlichen Kommunikation
- Begriffsbestimmung von Brief und E-Mail
- Gegenüberstellung von Aufwand, Nutzen und Anwendungsbereichen
- Die Rolle der Haptik und Wertschätzung beim Brief
- Synergieeffekte zwischen digitalen und physischen Dokumenten
Auszug aus dem Buch
4.1 Der Brief in der heutigen Zeit
Trotz der immer größer werdenden Nutzung von E-Mails spielt der Brief auch heute noch eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Pro Tag werden in Deutschland an die 72 Millionen Briefe per Post verschickt, noch vor zehn Jahren betrug die Anzahl nur 70 Millionen (vgl. Höflich, 2003, S. 40). Das Wachstum des Briefverkehrs lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Vor allem im öffentlichen Leben zählt der Brief zu den meist genutzten Kommunikationsmitteln (vgl. Meier, 2002, S. 65). Zwar werden dort auch zusätzlich viele E-Mails geschrieben, sie dienen aber zu einem großen Teil der Kommunikation innerhalb eines Betriebes(vgl. Meier, 2002, S. 69). Auch wenn im Gegensatz zu dem geschäftlichen der private Briefgebrauch mit etwa zehn Prozent nur einen geringeren Anteil der Gesamtnutzung darstellt, ist er dennoch entscheidend (vgl. Höflich, 2003, S. 40). Im privaten Gebrauch gilt der handgeschriebene Brief als Zeichen der Verbundenheit. Er bietet im Gegensatz zu neuen Medien die Möglichkeit durch verschiedene Faktoren, wie Sorgfalt und persönlichste Äußerungen dem Empfänger nahe zu sein (vgl. Meier, 2002, S.68). Desweiteren kann ein Brief äußerlich betrachtet, geöffnet, gelesen, zur Seite gelegt und auch wieder hervorgeholt werden. Zwar können auch E-Mails archiviert und ein weiteres Mal gelesen werden, aber der Brief ist etwas zum Anfassen, zum „Rascheln“ (vgl. Meier, 2002, S.67). Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang das Briefgeheimnis zu erwähnen, dass von der Gesellschaft sehr hoch eingeschätzt wird. Ein weiterer Aspekt ist die Wertschätzung des Briefes; durch die Jahrhunderte lange Geschichte. Laut einer finnischen Studie gilt er sogar, nach dem persönlichen Gespräch, als glaubwürdigstes Medium (vgl. Höflich, 2003, S. 46).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der schriftlichen Kommunikation ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob die E-Mail den Brief langfristig verdrängen kann.
2 Definition der Vermittlungsformen Brief und E-Mail: Dieses Kapitel liefert die terminologischen Grundlagen und definiert sowohl den klassischen Brief als auch die elektronische Post.
3 Einblick in die Geschichte der Kommunikationsformen: Hier wird die zeitliche Entwicklung der schriftlichen Mitteilungsformen von der Antike bis zur digitalen Moderne skizziert.
4 Die Relevanz und Vorteile von E-Mail und Brief in der heutigen Zeit: Der Hauptteil analysiert die aktuellen Anwendungsgebiete, Vorzüge und die gesellschaftliche Bedeutung beider Medien im direkten Vergleich.
5 Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee aus den Ergebnissen und stellt fest, dass beide Medien trotz technologischen Wandels koexistieren.
Schlüsselwörter
Brief, E-Mail, elektronische Post, Kommunikation, Briefverkehr, Kommunikationsmittel, digitale Medien, Geschichte der Kommunikation, Post, elektronischer Schriftverkehr, Verbundenheit, Informationsaustausch, technischer Fortschritt, Medienwandel, Briefgeheimnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konkurrenzverhältnis zwischen dem klassischen Brief und der E-Mail als moderne Kommunikationsform.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die historische Einordnung von Schriftverkehr, die Begriffsdefinitionen beider Medien sowie deren jeweilige Vorteile und die gesellschaftliche Akzeptanz.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet, ob die E-Mail den klassischen Brief als Mittel der schriftlichen Kommunikation ersetzen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene wissenschaftliche Quellen und Studien zum Kommunikationsverhalten nutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der heutigen Relevanz beider Medien, wobei spezifisch die psychologische und praktische Bedeutung des Briefes sowie die Effizienz der E-Mail beleuchtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kommunikation, Medienwandel, technischer Fortschritt und der Vergleich zwischen physischem Brief und E-Mail.
Welche Rolle spielt die Haptik beim Brief im Vergleich zur E-Mail?
Der Autor betont, dass ein Brief im Gegensatz zur E-Mail "zum Anfassen" ist und durch Aspekte wie das "Rascheln" eine höhere sinnliche und emotionale Wertschätzung erfährt.
Gibt es ein Szenario, in dem beide Medien kooperieren?
Ja, in der Geschäftswelt werden Verträge oft per E-Mail ausgehandelt, aber für die finale Rechtsverbindlichkeit dennoch ausgedruckt, unterschrieben und per Post versandt.
- Quote paper
- Laura Pfeiffer (Author), 2008, Kann die E-Mail den Brief ersetzen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133087