Das Groblernziel der Unterweisung ist das Fallmanagement im Bereich des SGB II. Das Feinlernziel ist gem. § 3 Abs. 2 Nr. 3.1 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Verwaltungsfachangestellten die Vermittlung der fallbezogenen Rechtsanwendung. Konkret soll dem Auszubildenden vermittelt werden, welche Bedarfe für Bildung und Teilhabe gem. § 28 SGB II existieren und welche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein Bedarf entsteht.
Das Werk enthält ein Konzeptpapier inklusive vier Fallbeispielen. Es diente als Grundlage für die Prüfung der Ausbildereignung.
Inhaltsverzeichnis des Konzeptpapiers
1. Beteiligte Personen
2. Ausbildungssituation
3. Thema und Lernziel
4. Gegenstand und Methodik
Zielsetzung und Themenfelder
Das Konzeptpapier dient als Vorbereitung für eine praktische AdA-Prüfung und zielt darauf ab, dem Auszubildenden die theoretischen und praktischen Grundlagen der Leistungen für Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die fallbezogene Rechtsanwendung im Rahmen des Fallmanagements des kommunalen Jobcenters.
- Vermittlung gesetzlicher Anspruchsvoraussetzungen nach § 28 SGB II
- Anwendung der Vier-Stufen-Methode in der praktischen Unterweisung
- Integration fallorientierter Lernmethoden für Auszubildende
- Analyse und Lösung praxisnaher Fallbeispiele zur Rechtsanwendung
- Strukturierung einer pädagogisch fundierten Ausbildungssituation
Auszug aus dem Konzeptpapier
4. Gegenstand und Methodik
Die Inhalte sollen mithilfe einer Kombination aus der Vier-Stufen-Methode und der Fallmethode vermittelt werden.
In der ersten Stufe (Vorbereitungsphase) soll, neben der Kontaktaufnahme und einer freundlichen Begrüßung des Auszubildenden, das Thema der Unterweisung bekanntgegeben werden. Das Ziel dieser Phase ist es, Interesse zu wecken, um eine produktive Lernatmosphäre zu etablieren. Hierzu wird des Weiteren Bezug auf vorangegangene Unterweisungen genommen.
Die zweite Stufe (Erklärungs- und Erarbeitungsphase) dient dazu, den Gesetzestext gemeinsam zu lesen und die verschiedenen Formen der Bedarfe für Bildung und Teilhabe sowie die dazugehörigen Anspruchsvoraussetzungen zu erarbeiten und zu verstehen. Anschließend wird durch den Ausbilder erklärt, wie ein konkreter Praxisfall mit dem gewonnenen Wissen gelöst werden kann.
In der dritten Stufe (Kontrollphase) erhält der Auszubildende einen weiteren Praxisfall, den er versuchen soll zu lösen. Dabei wird er gebeten, seine Handlungsschritte zu erläutern. Der Ausbilder steht bei Bedarf für Erklärungen und Nachfragen zur Verfügung.
Die vierte Stufe (Übungsphase) dient der Vertiefung des gelernten Wissens. Ziel davon ist die fehlerfreie Anwendung der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten. Hierzu erhält der Auszubildende weitere Übungsfälle aus der Praxis, die es ihm ermöglichen sein Wissen weiter zu festigen. Der Ausbilder steht dabei weiterhin zur Verfügung, um Fragen zu beantworten oder Lösungshinweise zu unterbreiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beteiligte Personen: Dieses Kapitel stellt den Ausbilder und den Auszubildenden vor, einschließlich ihrer beruflichen Hintergründe und Wissensvoraussetzungen für die geplante Unterweisung.
2. Ausbildungssituation: Hier werden die Rahmenbedingungen der Unterweisung beschrieben, insbesondere der Arbeitsplatz, die Zeitplanung und die kollegiale Interaktion im Fachdienst.
3. Thema und Lernziel: Dieser Abschnitt definiert das Grob- und Feinlernziel der Unterweisung, das sich auf die fallbezogene Rechtsanwendung im Bereich des SGB II konzentriert.
4. Gegenstand und Methodik: Hier werden die eingesetzten Ausbildungsmethoden sowie die vier Stufen der Unterweisung erläutert und die benötigten Hilfsmittel aufgelistet.
Schlüsselwörter
SGB II, Bildung und Teilhabe, Ausbilder, Auszubildende, Vier-Stufen-Methode, Fallmethode, Rechtsanwendung, Fallmanagement, Bedarfe, Gesetzestext, Unterweisung, Ausbildung, Anspruchsvoraussetzungen, Leistungen, Praxisfall.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Es handelt sich um ein Konzeptpapier für eine praktische Prüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AdA), das eine konkrete Unterweisung zur Rechtsanwendung im Bereich Bildung und Teilhabe skizziert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Das Dokument deckt die Vermittlung von rechtlichen Grundlagen, die pädagogische Gestaltung von Ausbildungsprozessen und die praktische Anwendung von Gesetzen auf Fallbeispiele ab.
Welches ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterweisung?
Das Ziel ist die Vermittlung der Kenntnisse über Bedarfe für Bildung und Teilhabe gem. § 28 SGB II sowie der entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen an den Auszubildenden.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Die Unterweisung stützt sich auf eine Kombination aus der klassischen Vier-Stufen-Methode und der Fallmethode, um Theorie und Praxis zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil des Entwurfs behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Personen, die Definition der Lernziele, die Beschreibung der Lernsituation und die detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens in vier Schritten.
Welche Wörter beschreiben die Arbeit am besten?
AdA-Prüfung, SGB II, Ausbildung, Unterweisungsmethode, Bildung und Teilhabe, Fallmanagement.
Warum findet die Unterweisung im Büro des Ausbilders statt?
Dies soll einen störungsfreien Ablauf garantieren und sicherstellen, dass sich der Auszubildende zu einem optimalen Zeitpunkt seiner Tagesleistungskurve befindet.
Wie trägt die Fallmethode zum Lernerfolg bei?
Durch die Arbeit an praxisnahen Fällen lernen die Auszubildenden, das abstrakte Gesetz auf konkrete Lebenssituationen der Bürger des Landkreises anzuwenden und Lösungsstrategien zu entwickeln.
- Citar trabajo
- Manuel Teichmöller (Autor), 2017, Fallprüfung im Bereich des Bildungs- und Teilhabepakets nach SGB II (Unterweisung Verwaltungsfachangestellte/r), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1330958