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Stigmatisierung durch Diagnose und Medikation von ADHS

Título: Stigmatisierung durch Diagnose und Medikation von ADHS

Trabajo Escrito , 2020 , 17 Páginas , Calificación: 1,6

Autor:in: Anonym (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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Mit der vorliegenden Arbeit werde ich das Konstrukt von ADHS kritisch untersuchen. Fokussieren möchte ich mich dabei auf die Diagnose und die damit verbundene Medikation. Der Schwerpunkt der Ausarbeitung liegt auf der Frage, inwieweit Betroffene sich aufgrund von der Diagnose oder der Medikation stigmatisiert fühlen können.

Zunächst wird auf die Begrifflichkeiten von ADHS und Stigmatisierung eingegangen. Daraufhin wird die Diagnose von ADHS betrachtet und kritisch hinterfragt. Infolgedessen untersuche ich die Medikation bei ADHS. Dabei wird auf die Wirkungsweise der Medikamente und auf die damit verbundene Kritik eingegangen. Basierend auf der Herausarbeitung der Diagnose und Medikation wird diskutiert, inwieweit betroffene Personen aufgrund einer Diagnose von ADHS und der damit zusammenfallenden Medikation in ihrem Verhalten stigmatisiert werden können. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten im Umgang mit der Diagnose und Medikation bei ADHS genannt, um eine mögliche Stigmatisierung vorbeugen zu können. Abschließend werden in einem Fazit die Diskussionsaspekte noch einmal kurz zusammengefasst und auf die Fragestellung eingegangen.

Extracto


Kapitelübersicht

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1. ADHS

2.2. Stigmatisierung

3. Diagnose

3.1 Definition

3.2 Diagnose bei ADHS

3.3 Kritik

4. Medikation

4.1. Wirkung

4.2. Kritik

5. Stigmatisierung in Bezug auf Diagnose und Medikation

6. Umgangsmöglichkeiten

7. Fazit

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt ADHS kritisch, wobei der Fokus auf den Prozessen der Diagnose und Medikation liegt. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwieweit betroffene Personen durch diese medizinischen Maßnahmen Stigmatisierungserfahrungen machen und wie diesen entgegengewirkt werden kann.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Diagnosestellung bei ADHS
  • Analyse der Wirkungsweise und Kritik an der medikamentösen Therapie (Methylphenidat)
  • Untersuchung des Stigmatisierungsprozesses bei Betroffenen
  • Bedeutung der sozialen Identität und Fremdzuschreibungen
  • Erörterung multimodaler Umgangsmöglichkeiten zur Stigmatisierungsvorbeugung

Auszug aus dem Buch

3.3 Kritik

Aufgrund der erläuterten uneindeutigen existierenden Diagnoseverfahren, werde zunehmend Kritik an der Diagnose von ADHS geäußert. Das Fehlen eines eindeutigen Testverfahrens werde hauptsächlich kritisiert. Es werde folglich meist nach subjektiven Empfindungen diagnostiziert, da auf keine objektiven Handhabungen zurückgegriffen werden können (Mackowiak, 2016). Das Ausfallen der Diagnosen sei somit abhängig von der Umwelt, in welcher sich die oder der Betroffene bewege. Kultureller, schulischer und familiärer Kontext werden bei der Diagnostik jedoch meist nicht berücksichtigt. Es handele sich immer um Wahrscheinlichkeitsdiagnosen, da sich die Ausprägung und Entwicklung der Verhaltensweise kontinuierlich ändere. Dies könne ein Grund dafür sein, warum es häufig zu Überdiagnostizierungen oder auch übersehende Diagnosen von ADHS komme (Mackowiak, 2016). Diagnosen werden zudem nicht selten schon nach wenigen Beobachtungen aufgestellt.

Die drei Kernsymptome der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität würden zudem bei nahezu jedem Kind in der einen oder anderen Weise auftreten. Dies erschwere eine eindeutige und korrekte Abgrenzung zwischen Kindern mit und ohne ADHS (Mackowiak, 2016). Diagnosen werden zudem in vielen Fällen oberflächlicher als empfohlen gehandhabt (Haubl, 2010), wodurch Beurteilungen über die Verhaltensweisen zu schnell ausfallen könnten. Die Diagnose komme durch das Aufsummieren von Verhaltensbeobachtungen zustande. Die komplexen Verhaltensmuster der betroffenen Personen gehen jedoch häufig über die einfach gestrickten Testverfahren hinaus (Mackowiak, 2016). Nicht selten trete ADHS in Kombination mit anderen Störungen oder Krankheitsbildern auf, was die Diagnostik zusätzlich behindere (ebd.). Raschendorfer (2002) bemerkt, dass häufig nicht das tatsächliche Verhalten des Kindes diagnostiziert werde, sondern vielmehr der Belastungsgrad des Kindes. Es müsse einem stets bewusst sein, dass es sich bei den existierenden Diagnoseverfahren nicht um einen vollwertigen oder eindeutigen Test handele, welcher fehlerfreie Diagnosen liefere. Lediglich werden Beobachtungen aus dem Alltag der betroffenen Person gebündelt und einzelnen Verhaltensweisen lückenhaft resümiert (Mackowiak, 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas ADHS sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Stigmatisierung durch Diagnose und Medikation.

2. Begriffserklärung: Definition von ADHS als Störungsbild und Erläuterung des soziologischen Begriffs der Stigmatisierung.

3. Diagnose: Darstellung der klinischen Kriterien und der diagnostischen Praxis sowie eine kritische Reflexion des aktuellen Diagnoseprozesses.

4. Medikation: Untersuchung der pharmakologischen Behandlung von ADHS, deren Wirkungsweise sowie die damit verbundene medizinische und ethische Kritik.

5. Stigmatisierung in Bezug auf Diagnose und Medikation: Analyse, wie die klinische Etikettierung und die Einnahme von Medikamenten zur Ausgrenzung und Rollenzuweisung führen können.

6. Umgangsmöglichkeiten: Aufzeigen von multimodalen Behandlungsansätzen, die den Patientenwunsch und psychosoziale Faktoren berücksichtigen.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur stigmatisierenden Wirkung der ADHS-Diagnostik und -Therapie.

Schlüsselwörter

ADHS, Stigmatisierung, Medikation, Ritalin, Methylphenidat, Diagnosekritik, Kinderpsychiatrie, Identität, Soziale Ausgrenzung, Multimodale Therapie, Verhaltensauffälligkeit, Psychopharmaka, Fremdzuschreibung, Symptomatik, Krankheitsmodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit ADHS und der zentralen Frage, ob und wie die psychiatrische Diagnose sowie die begleitende medikamentöse Therapie zu einer Stigmatisierung der betroffenen Kinder und Jugendlichen führen können.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Neben der medizinischen Definition und dem Diagnosevorgehen stehen die Kritik an der Pharmakotherapie, insbesondere Ritalin, sowie die soziologischen Aspekte der Stigmatisierung durch Etikettierung im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, inwieweit Betroffene sich aufgrund ihrer ADHS-Diagnose oder der Einnahme von Medikamenten moralisch oder sozial stigmatisiert fühlen und wie dieses Konstrukt Identität beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze aus der Pädagogik, Psychologie und Soziologie kritisch gegenüberstellt und anhand aktueller Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostischen Verfahren und deren Defizite, die Analyse der Wirkung und Kritik an Medikamenten sowie die Diskussion über die soziale Rolle stigmatisierter Personen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind ADHS, Stigmatisierung, Methylphenidat, Multimodale Therapie, soziale Identität, Diagnosefehler und psychosoziale Intervention.

Warum wird die Diagnose von ADHS in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Kritik entzündet sich vor allem am Fehlen objektiver biologischer Tests; die Diagnose beruht auf subjektiven Beobachtungen, was eine Fehl- oder Überdiagnostizierung begünstigen kann.

Welche Rolle spielt die „Soziale Akzeptanz“ laut den Ergebnissen?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine reine medizinische Behandlung nicht ausreicht. Es bedarf einer gesellschaftlichen Akzeptanz von Andersartigkeit, um eine echte Integration zu ermöglichen und Stigmatisierung zu vermeiden.

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Detalles

Título
Stigmatisierung durch Diagnose und Medikation von ADHS
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,6
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
17
No. de catálogo
V1331148
ISBN (PDF)
9783346824417
ISBN (Libro)
9783346824424
Idioma
Alemán
Etiqueta
ADHS
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Stigmatisierung durch Diagnose und Medikation von ADHS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331148
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