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Schulsysteme um 1900. Reformpädagogik nach Ellen Kay 1902

Title: Schulsysteme um 1900. Reformpädagogik nach Ellen Kay 1902

Essay , 2014 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maida Kreimendahl (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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In dem 1902 erschienenen Buch „Das Jahrhundert des Kindes“ kritisiert die schwedische Reformpädagogin Ellen Key in dem Kapitel „Die Schule der Zukunft“ massiv das bestehende Schulsystem und zeichnet einen pädagogischen Gegenentwurf, in dem die Funktion der Schule nicht als „Belehrung des Schülers“ sondern als ganzheitlichen Bildung des Menschen versteht. Dabei verfolgt die Autorin den Grundgedanken, den Kindergarten und die Kleinkinderschule, sprich Schule für Kinder im Alter bis 12 Jahre, durch häuslichen Unterricht, gewährleistet durch die Familie, zu ersetzen. Dieses Modell der Erziehung soll die Kinder vor institutioneller Gleichschaltung und Unterdrückung ihres individuellen, natürlichen Wesens schützen und gleichzeitig Bildung an die Persönlichkeit und Neigungen des Kindes anpassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kritik am bestehenden Schulsystem

3. Das Modell der häuslichen Erziehung

4. Die Zukunft der Schule

4.1 Harmonische Ausbildung durch Zwanglosigkeit

4.2 Selbsttätigkeit und individuelle Lehrpläne

5. Die Rolle des Lehrers in der Reformpädagogik

6. Kritische Würdigung des Konzepts

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das reformpädagogische Modell der Ellen Key, wie es in ihrem Kapitel „Die Schule der Zukunft“ aus dem Jahr 1902 dargelegt wird, unter besonderer Berücksichtigung der Umgestaltung pädagogischer Konzepte sowie der Kritik an staatlicher Konformisierung.

  • Analyse des Alternativmodells zum bestehenden Schul- und Kindergartensystem
  • Bewertung der Rolle des häuslichen Unterrichts für die kindliche Entwicklung
  • Diskussion der Konzepte von Individualität, Selbsttätigkeit und Zwanglosigkeit
  • Untersuchung der pädagogischen Rolle des Lehrers im Vergleich zur staatlichen Norm
  • Kritische Reflexion der Praktikabilität und der gesellschaftlichen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

Die Schule der Zukunft – Reformpädagogik

In dem 1902 erschienenen Buch „Das Jahrhundert des Kindes“ kritisiert die schwedische Reformpädagogin Ellen Key in dem Kapitel „Die Schule der Zukunft“ massiv das bestehende Schulsystem und zeichnet einen pädagogischen Gegenentwurf, in dem die Funktion der Schule nicht als „Belehrung des Schülers“ sondern als ganzheitlichen Bildung des Menschen versteht. Dabei verfolgt die Autorin den Grundgedanken, den Kindergarten und die Kleinkinderschule, sprich Schule für Kinder im Alter bis 12 Jahre, durch häuslichen Unterricht, gewährleistet durch die Familie, zu ersetzen. Dieses Modell der Erziehung soll die Kinder vor institutioneller Gleichschaltung und Unterdrückung ihres individuellen, natürlichen Wesens schützen und gleichzeitig Bildung an die Persönlichkeit und Neigungen des Kindes anpassen.

Auf der Grundlage des Erwerbs einiger basaler Kenntnisse in Lesen, Schreiben, Mathematik, Geographie und Naturwissenschaften besuchen die Kinder vom 12. bis 15. Lebensjahr eine gemeinsame Schule, in der sie ihr Wissen unter behutsamer Anleitung des Lehrers in Kleinstgruppen weiter vertiefen. Das aber ohne festen Lehrplan und orientiert an den Interessen und Fähigkeiten des Schülers. Ab dem 15. Lebensjahr besuchen die Schüler sogenannte „Anwendungsschulen“, in denen sie in einzelnen Fachbereichen, seien sie wissenschaftlicher oder handwerklicher Natur, exakter und spezifizierter ausgebildet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Ellen Keys Werk „Das Jahrhundert des Kindes“ und die thematische Hinführung zur Reformpädagogik.

2. Die Kritik am bestehenden Schulsystem: Analyse der von Key geäußerten Bedenken gegenüber staatlichen Bildungszielen wie „Herdenbildung“ und Konformisierung.

3. Das Modell der häuslichen Erziehung: Untersuchung der Forderung, Kinder bis zum 12. Lebensjahr im familiären Umfeld statt in institutionellen Kindergärten zu bilden.

4. Die Zukunft der Schule: Darstellung des geplanten Schulmodells, das auf freiwilliger Basis, individuellen Lernzielen und ganzheitlicher Entwicklung beruht.

4.1 Harmonische Ausbildung durch Zwanglosigkeit: Erläuterung des Kernkonzepts der Freiwilligkeit und der Fokussierung auf die Bereitschaft des Kindes.

4.2 Selbsttätigkeit und individuelle Lehrpläne: Betrachtung der Abkehr von starren Zeitstrukturen hin zu forschendem und selbstbestimmtem Lernen.

5. Die Rolle des Lehrers in der Reformpädagogik: Beschreibung des neuen Lehrertyps als Betreuer und subjektive Identifikationsfigur anstelle eines objektiven Wissensvermittlers.

6. Kritische Würdigung des Konzepts: Abschließende Einschätzung der Umsetzungsmöglichkeiten, der sozialen Konsequenzen und der Praktikabilität einer solch radikalen Bildungsreform.

Schlüsselwörter

Ellen Key, Reformpädagogik, Bildung, Schule der Zukunft, Erziehung, Kindesentwicklung, Individualität, häuslicher Unterricht, Konformismus, Sozialisation, Pädagogik, Kleingruppen, Selbsttätigkeit, Lehrere Rolle, Schulsystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das reformpädagogische Modell von Ellen Key, welches eine radikale Abkehr vom starren, staatlichen Schulsystem hin zu einer individuellen und zwanglosen Bildung fordert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kritik an frühzeitiger institutioneller Erziehung, der Stellenwert häuslicher Bildung, das Konzept der „harmonischen Ausbildung“ und die notwendige Neubestimmung der Lehrerrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll aufgezeigt werden, wie Key Bildung jenseits der „Belehrung“ definiert und welche Chancen und Risiken ihr Modell der „Schule der Zukunft“ in der Praxis bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine inhaltlich-analytische Methode, um die Argumentationen aus dem Quelltext kritisch zu reflektieren und mit gesellschaftlichen Anforderungen zu kontrastieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der schulspezifischen Kritik, die Prüfung des Modells der häuslichen Erziehung sowie die Untersuchung von Lehrplangestaltung und der Rolle der Lehrkraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen Begriffe wie Reformpädagogik, Individualität, Zwanglosigkeit, Selbsttätigkeit sowie die soziokulturelle Kritik am Schulsystem.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Eltern im Konzept von Key?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Eltern im häuslichen Umfeld tatsächlich die fachliche und didaktische Qualität bieten können, um als Ersatz für ein öffentliches Bildungssystem zu fungieren.

Welches Hauptproblem identifiziert die Autorin hinsichtlich der Leistungskontrolle?

Das Hauptproblem liegt im Zielkonflikt zwischen der von Key geforderten Freiheit von staatlichen Noten oder Prüfungen und der notwendigen Gewährleistung eines gesellschaftlichen Bildungsstandards.

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Details

Title
Schulsysteme um 1900. Reformpädagogik nach Ellen Kay 1902
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,7
Author
Maida Kreimendahl (Author)
Publication Year
2014
Pages
7
Catalog Number
V1331156
ISBN (PDF)
9783346825131
Language
German
Tags
schulsysteme reformpädagogik ellen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maida Kreimendahl (Author), 2014, Schulsysteme um 1900. Reformpädagogik nach Ellen Kay 1902, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331156
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