Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Psychologie pédagogique

Selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz. Welche pädagogischen Interventionsmöglichkeiten gibt es?

Titre: Selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz. Welche pädagogischen Interventionsmöglichkeiten gibt es?

Thèse de Bachelor , 64 Pages

Autor:in: Vanessa Schneider (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Jugendliche zeigen insbesondere in der Zeit der Adoleszenz eine hohe Vulnerabilität für Risikoverhalten. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Fokus auf das selbstverletzende Verhalten als eine Form von Risikoverhalten gelegt. Da selbstverletzendes Verhalten besonders in der Adoleszenz eine hohe Prävalenz zeigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Pädagog*innen im Rahmen ihres Berufes mindestens einmal mit selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen konfrontiert werden. Damit sie in solchen Situationen nicht überfordert sind und unangemessen reagieren, sind diverse Kenntnisse zu Handlungsanweisungen und Interventionsmöglichkeiten nötig. Solche sollen im Rahmen dieser Arbeit formuliert werden. Dafür wird zunächst eine Definition der Begriffe Jugend, Pubertät und Adoleszenz vorangehen. Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, die Differenzierung und Abgrenzung untereinander ist allerdings wichtig, um die Entwicklung von Jugendlichen zu verstehen und die daraus folgenden Ursachen für selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz nachvollziehen zu können.

Im Anschluss daran werden die biologischen und kognitiven Veränderungen aufgegriffen. Diese erläutern wiederum, wie es zu den Entwicklungsaufgaben kommt, die im darauffolgenden Kapitel erläutert werden. Risikoverhalten in Form von Alkohol- und Drogenmissbrauch, Mutproben, aber eben auch selbstverletzendem Verhalten, können Verhaltensweisen darstellen, die eine Adoleszenzkrise bemerkbar machen. Im Anschluss wird ein Einblick in die Definition des selbstverletzenden Verhaltens gegeben, wobei es keine einheitliche Definition gibt. Demnach werden eine Einteilung und Differenzierung von synonym verwendeten Begriffen wie Automutilation, Autoaggression und selbstverletzendes Verhalten vorgenommen und eine Definition für selbstverletzendes Verhalten erarbeitet, die im weiteren Verlauf dieser Arbeit verwendet wird. Im achten Kapitel folgt eine Angabe der möglichen Klassifikationen und der Erscheinungsformen von selbstverletzendem Verhalten. Es wird dabei zwischen Häufigkeit, Verletzungsgras, Dauer, Automatisierung und Stereotypisierung differenziert. Auch häufig genutzte Instrumente und betroffene Körperstellen werden aufgegriffen. Die Prävalenz von selbstverletzendem Verhalten wird im neunten Kapitel ausgearbeitet, wobei sich die Angaben dazu je nach Literatur stark voneinander unterscheiden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition Jugend – Pubertät – Adoleszenz

3. Biologische und kognitive Entwicklung

3.1 Biologische Veränderungen

3.2 Kognitive Veränderungen

4. Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz

5. Adoleszenzkrise

6. Risikoverhalten

7. Definition Selbstverletzendes Verhalten

8. Klassifikation und Erscheinungsformen selbstverletzender Verhaltensweisen

9. Prävalenz

10. Funktionen von selbstverletzendem Verhalten

11. Erklärungsansätze

11.1 Biologische Ansätze

11.2 Lerntheoretischer Ansatz

11.3 Psychoanalytischer Ansatz

11.4 Entwicklungspsychopathologischer Ansatz

12. Risikofaktoren

12.1 Biologische Faktoren

12.2 Kognitive Faktoren

12.3 Emotionale Faktoren

12.4 Soziale Faktoren

12.5 Trauma und Missbrauch

13. Komorbidität

13.1 Persönlichkeitsstörungen

13.2 Impulskontrollstörungen

13.3 Substanzmissbrauch

13.4 Essstörungen

13.5 Affektive Störungen

13.6 Dissoziative Störungen

14. Das integrative Modell

15. Prävention

16. Pädagogische Intervention

17. Grenzen der pädagogischen Arbeit

18. Fazit

Zielsetzung und Thematik

Die Arbeit untersucht das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens in der Adoleszenz mit dem Ziel, pädagogischem Personal konkrete Handlungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten an die Hand zu geben, um in schwierigen Situationen professionell zu reagieren und die Jugendlichen adäquat zu unterstützen.

  • Theoretische Abgrenzung der Begriffe Jugend, Pubertät und Adoleszenz.
  • Analyse der entwicklungspsychologischen Hintergründe und Risikofaktoren.
  • Untersuchung der Funktionen selbstverletzenden Verhaltens (Selbstregulation, soziale Kommunikation, Traumabewältigung).
  • Darstellung komorbider Störungsbilder und deren Relevanz.
  • Präventionsansätze und praktische Interventionsleitfäden für pädagogische Fachkräfte.
  • Reflektion der professionsbezogenen Grenzen pädagogischer Arbeit.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Es gehört einfach irgendwie zu meinem Leben. Meine Arme sind von Narben übersät. Für mich kommt sowieso jede Hilfe zu spät, weil ich in dieser Situation nicht denken kann, weil ich mein Handeln dann nicht lenken kann. Ich spüre, morgen fang ich wieder an, auch wenn ich es eigentlich gar nicht will. Erst nach diesem Ritzen, da werde ich still. Dann kehrt plötzlich Ruhe in mir ein. Dann bin ich stark und nicht mehr so klein.“ (Chrsita Wieckhorst 2008, S.3)

Jugendliche zeigen insbesondere in der Zeit der Adoleszenz eine hohe Vulnerabilität für Risikoverhalten. Dieses Risikoverhalten kann bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben für einen kurzen Zeitraum auftreten, es kann sich allerdings auch pathologisch entwickeln und in eine dauerhafte Form übergehen (vgl. In-Albon; Plener; Brunner; Kaess 2015, S. 9). Im Rahmen dieser Arbeit wird der Fokus auf das selbstverletzende Verhalten als eine Form von Risikoverhalten gelegt. „Erleben und begreifen zu müssen, daß sich das eigene Kind absichtlich und dauerhaft leichte oder schwere Verletzungen zufügt […], schockiert Eltern und Pädagog*innen in denkbar heftigster Form“ (Klosinski 1999, S. 2). Da selbstverletzendes Verhalten besonders in der Adoleszenz eine hohe Prävalenz zeigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass Pädagog*innen im Rahmen ihres Berufes mindestens einmal mit selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen konfrontiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des selbstverletzenden Verhaltens bei Jugendlichen, Verdeutlichung der hohen Relevanz für pädagogische Fachkräfte und Zielsetzung der Arbeit.

2. Begriffsdefinition Jugend – Pubertät – Adoleszenz: Differenzierung der drei Begriffe aus rechtlicher, psychologischer und soziologischer Perspektive zur Einordnung der Entwicklungsphase.

3. Biologische und kognitive Entwicklung: Erläuterung der hormonellen Umstellungen und der Hirnentwicklung während der Pubertät sowie deren Einfluss auf kognitive Leistungen.

4. Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz: Beschreibung des Konzepts der Entwicklungsaufgaben nach Havighurst und deren Bedeutung für die Identitätsbildung.

5. Adoleszenzkrise: Definition und Abgrenzung von Adoleszenzkrisen als vorübergehende, entwicklungstypische Phänomene im Gegensatz zu dauerhaften psychischen Störungen.

6. Risikoverhalten: Definition des Begriffs und Kategorisierung verschiedener Ausprägungen von Risikoverhalten als Bewältigungsversuch oder Symptom.

7. Definition Selbstverletzendes Verhalten: Erarbeitung eines Arbeitsbegriffs und Abgrenzung zu anderen autoaggressiven Verhaltensweisen und artifiziellen Störungen.

8. Klassifikation und Erscheinungsformen selbstverletzender Verhaltensweisen: Systematisierung des Verhaltens nach Häufigkeit, Schweregrad, Automatisierung und Instrumentalisierung.

9. Prävalenz: Auswertung von Studienlagen zur Verbreitung des Phänomens unter Berücksichtigung von Geschlechter- und Altersunterschieden.

10. Funktionen von selbstverletzendem Verhalten: Untersuchung der subjektiven Motive wie Selbstregulation, Spannungsabbau und sozialer Kommunikation.

11. Erklärungsansätze: Überblick über biologische, lerntheoretische, psychoanalytische und entwicklungspsychopathologische Erklärungsmodelle.

12. Risikofaktoren: Detaillierte Betrachtung von Faktoren (biologisch, kognitiv, emotional, sozial, traumatisch), die die Entstehung begünstigen.

13. Komorbidität: Betrachtung begleitender psychischer Erkrankungen wie Persönlichkeits-, Impulskontroll- und Essstörungen.

14. Das integrative Modell: Zusammenführung der Einflussfaktoren in einem ganzheitlichen Bedingungsmodell nach Petermann und Nitkowski.

15. Prävention: Vorstellung von Programmen zur Primär- und Sekundärprävention sowie deren Wirksamkeit im schulischen Kontext.

16. Pädagogische Intervention: Handlungsleitfaden für professionelles pädagogisches Verhalten und Krisenmanagement in Akutsituationen.

17. Grenzen der pädagogischen Arbeit: Reflektion der professionsspezifischen Kapazitäten und Notwendigkeit therapeutischer Zusammenarbeit.

18. Fazit: Zusammenfassende Rückschau auf die Ergebnisse und Forderung nach mehr Weiterbildungsangeboten für pädagogisches Personal.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Selbstverletzendes Verhalten, Risikoverhalten, Pädagogische Intervention, Entwicklungsaufgaben, Emotionsregulation, Komorbidität, Krisenintervention, Prävention, Pubertät, Psychische Entwicklung, Sozialpädagogik, Stressbewältigung, Identitätsbildung, Copingstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen während der Adoleszenz. Sie analysiert Ursachen, Funktionen und Präventionsmöglichkeiten für Fachkräfte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die entwicklungspsychologischen Grundlagen (Pubertät, Entwicklungsaufgaben), die Funktionen des Verhaltens (z.B. Spannungsabbau) und die pädagogischen Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Kenntnissen und Handlungsanweisungen, damit pädagogische Fachkräfte angemessen und professionell auf selbstverletzendes Verhalten reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und theoretischer Modelle aus der Psychologie und Erziehungswissenschaft.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Erklärungsansätze für selbstverletzendes Verhalten, eine Übersicht zu Komorbiditäten sowie konkrete Konzepte zur Prävention und pädagogischen Arbeit.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adoleszenz, Selbstverletzendes Verhalten, Risikoverhalten, Pädagogische Intervention und Emotionsregulation geprägt.

Wie unterscheidet sich die pädagogische Arbeit von einer therapeutischen Behandlung?

Pädagogik dient der Alltagsbegleitung, der Krisenprävention und dem Aufbau von Vertrauensressourcen, während therapeutische Arbeit pathologische Strukturen behandelt und die Ursachen ergründet.

Welche Rolle spielt die Emotionsregulation für dieses Verhalten?

Viele der untersuchten Fälle nutzen Selbstverletzung als dysfunktionale Strategie, um überwältigende Gefühle zu regulieren oder in eine physisch spürbare Form zu überführen.

Fin de l'extrait de 64 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz. Welche pädagogischen Interventionsmöglichkeiten gibt es?
Auteur
Vanessa Schneider (Auteur)
Pages
64
N° de catalogue
V1331409
ISBN (PDF)
9783346842022
ISBN (Livre)
9783346842039
Langue
allemand
mots-clé
Jugendliche Adoleszenz selbstverletzendes Verhalten Pädagogik Psychologie Risiko Risikoverhalten Teenager Jugend Pubertät Intervention
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vanessa Schneider (Auteur), Selbstverletzendes Verhalten in der Adoleszenz. Welche pädagogischen Interventionsmöglichkeiten gibt es?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331409
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  64  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint