Anhand von Adelbert von Chamissos Kunstmärchen "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" wird exemplarisch erarbeitet, ob sich der Weg des verirrten Protagonisten Peter Schlemihl, der "[d]urch frühe Schuld von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen […] [und] zum Ersatz an die Natur, die [er] stets geliebt, gewiesen[ward][…]", als ein Weg der Buße erweist und wodurch sich dieser letztlich auszeichnet.
Was hat Schlemihl sich zuschulden kommen lassen beziehungsweise was für eine Art von früher Schuld, insbesondere vor Gott, lastet auf ihm? Und ist es ihm schließlich möglich, die Gnade Gottes, Vergebung zu erlangen
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- Peter Schlemihls wundersame Geschichte: Ausgangslage
- Problematik: der Pakt mit dem Teufel
- Frage der Schuld
- Aufhebung des Paktes
- Pfad der Reue
- Schlemihl ein Büßer?
- Der Pfad zurück zu Gott?
- Pfad des Heiligen: Der heilige Schlemihl?
- Fazit
- Nachwort
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Weg eines Menschen, der durch einen Pakt mit dem Teufel von der Gesellschaft ausgeschlossen wird, anhand von Adelbert von Chamissos Kunstmärchen „Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Die Arbeit erörtert, ob sich Schlemihls Reise als ein Weg der Buße erweist und welche Elemente ihn als Büßer auszeichnen.
- Der Pakt mit dem Teufel als Ausgangspunkt und Grundproblematik.
- Schlemihls Suche nach Vergebung und die Frage seiner Schuld.
- Die Rolle der Reue und des Pfades zurück zu Gott.
- Die Möglichkeit der Heiligkeit und die Transformation Schlemihls.
- Die Bedeutung der Natur und der Abkehr von der menschlichen Gesellschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort beschäftigt sich mit dem Psalm 23 und stellt den Begriff der Gotteszugehörigkeit in den Kontext der Arbeit. Die Einleitung führt die Problematik ein, indem sie Fragen nach Gotteszorn, Abtrünnigkeit und dem Pfad zurück zu Gott aufwirft. Kapitel 2 beschreibt die Ausgangslage von Peter Schlemihl und seinen Handel mit dem Teufel, der ihm kurzzeitigen Reichtum und letztlich soziale Ausgrenzung beschert. Kapitel 3 betrachtet die Schuldfrage und die Möglichkeit, den Pakt mit dem Teufel aufzuheben. Das Kapitel 4 untersucht Schlemihls Reue und die Frage, ob er auf den Pfad zurück zu Gott gelangt. Schließlich erörtert Kapitel 5 die Frage, ob Schlemihl letztendlich ein Heiliger wird.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Pakt mit dem Teufel, Schuld, Buße, Vergebung, Gottesgnade, Heiligkeit, Abtrünnigkeit, Natur, Gesellschaft und Peter Schlemihls wundersame Geschichte von Adelbert von Chamisso.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Schuld von Peter Schlemihl?
Seine Schuld besteht darin, seinen Schatten – ein Symbol für seine bürgerliche Identität und Seele – gegen materiellen Reichtum (den Glückssäckel) an den Teufel verkauft zu haben.
Kann Peter Schlemihl seinen Pakt mit dem Teufel aufheben?
Er weigert sich, seine Seele endgültig zu verkaufen, um den Schatten zurückzubekommen, und entscheidet sich stattdessen für ein Leben außerhalb der menschlichen Gesellschaft.
Wird Peter Schlemihl als ein „Büßer“ dargestellt?
Ja, sein Weg führt ihn weg von weltlichen Gütern hin zur Natur und zur Wissenschaft, was als ein Pfad der Reue und der Suche nach Gottesgnade interpretiert werden kann.
Welche Rolle spielt die Natur in Chamissos Kunstmärchen?
Die Natur wird zum Ersatz für die menschliche Gesellschaft. Als Naturforscher findet Schlemihl Trost und eine neue Bestimmung, die ihn Gott wieder näher bringt.
Was bedeutet das Ende der Geschichte für den Protagonisten?
Schlemihl findet zwar keinen Platz mehr in der Gesellschaft, erlangt aber durch Verzicht und Erkenntnis eine Form von innerem Frieden und geistiger Freiheit.
- Citar trabajo
- Kilian Kannmacher (Autor), 2022, Adelbert von Chamissos Kunstmärchen "Peter Schlemihls wundersame Geschichte". Der Weg eines Büßers zurück zu Gott?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1331470