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Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht

Title: Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht

Seminar Paper , 2000 , 19 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Thomas Zimmerling (Author)

Politics - Region: Middle and South America
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Die Geschichte Panamas wurde über viele Jahre von den USA geprägt. Die USA waren die bestimmende Macht bei der Gründung des Staates, beim Bau des Panama-Kanals und bei der Festlegung der Leitlinien von Innen- und Außenpolitik Panamas. Der Höhepunkt amerikanischer Einflussnahme war die Invasion Panamas 1989. Diese Invasion stieß auf Kritik vor allem der Völkerrechtler weltweit und der Politiker vor allem in Lateinamerika. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll untersucht werden, welche Rolle die USA bis zur Invasion Panamas in Panama und der Region gespielt haben, welche Motive hinter der Invasion gestanden haben, ob diese völkerrechtswidrig war und welche Konsequenzen die USA nach dem Ende des Ost-West-Konflikts aus ihrer bisherigen Politik gegenüber Panama und der Region gezogen haben. Am Schluss der Arbeit steht eine Betrachtung des Ablaufes der Rückgabe des Panama-Kanals als Testfall für die aktuelle Politik der USA gegenüber Panama.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht

1. Die Beziehungen zwischen den USA und Panama bis zur Invasion

2. Die Invasion

3. Völkerrechtliche Rechtfertigung der Invasion

4. Politische Rechtfertigung der Invasion

5. Die Invasion Panamas - ein PR-Krieg ?

6. Die Politik nach der Invasion

7. Neue Entwicklungen und die Rückgabe des Panama-Kanals

III. Schlussbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das historisch gewachsene, prägende Abhängigkeitsverhältnis Panamas von den USA sowie die Rolle dieses Einflusses bis zur US-Invasion von 1989. Dabei wird analysiert, inwieweit völkerrechtliche und politische Begründungen für den militärischen Eingriff haltbar sind und welche langfristigen Konsequenzen diese Politik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts nach sich zog.

  • Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und Panama.
  • Völkerrechtliche Bewertung der US-Invasion von 1989.
  • Die mediale Darstellung der Invasion als PR-Krieg.
  • Politischer Einfluss und Konsequenzen der US-Politik nach der Invasion.
  • Ablauf und Bedeutung der Rückgabe des Panama-Kanals.

Auszug aus dem Buch

3. Völkerrechtliche Rechtfertigung der Invasion

George Bush nannte in einem Brief an den Kongress vom 21.12.1989 vier Gründe für die Invasion: Die Rettung von amerikanischen Menschenleben, die Verteidigung der panamaischen Demokratie, die Verhaftung und Verurteilung Noriegas und die Sicherung des Panama-Kanals. Das Bestehen eines Kriegszustandes mit Panama wurde anfangs verneint und die Behauptung aufgestellt, man sei auf Einladung der Regierung Endara in Panama einmarschiert. Präsident Endara äußerte später, dass man ihn zwar von der Invasion in Kenntnis gesetzt, aber nicht sein Einverständnis eingeholt habe.

Von den vier genannten Gründen sind zwei völkerrechtlich zu untersuchen, weitere zwei sind politische Gründe. Bei ihrer Behauptung, sich selbst und ihre Bürger verteidigen zu müssen, bezogen sich die USA auf eine Resolution des panamaischen Parlaments, das erklärte, dass die amerikanischen Manöver, Putschversuche und Wirtschaftssanktionen einen „state of war“ in Panama verursacht hätten. Es handelt sich allerdings nicht um eine Kriegserklärung Panamas an die USA und ihre Bürger am Kanal, wie US-Präsident Bush später behauptete. Selbstverteidigung nach einem bewaffneten Angriff im Sinne von Art. 51 der UN-Charta ist nur nach einem hier nicht vorliegenden bewaffneten Angriff auf einen Staat möglich. Die Erschießung eines US-Soldaten ist per definitionem kein bewaffter Angriff, der die Selbstverteidigung im Sinne von Artikel 51 rechtfertigen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die historisch enge Verbindung zwischen den USA und Panama sowie Darlegung der Forschungsfragen und Zielsetzungen der Untersuchung.

II. Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht: Analyse des Einflusses der USA auf die panamaische Innen- und Außenpolitik sowie der Motive und Rechtfertigungen hinter der militärischen Invasion.

III. Schlussbemerkungen: Synthese der Ergebnisse, die eine systematische Missachtung völkerrechtlicher Normen durch die USA im Rahmen ihrer Lateinamerikapolitik konstatiert.

Schlüsselwörter

USA, Panama, Panama-Kanal, Invasion 1989, Manuel Antonio Noriega, Völkerrecht, UN-Charta, Intervention, Außenpolitik, Lateinamerika, Souveränität, politische Rechtfertigung, George Bush, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das tiefgreifende Abhängigkeitsverhältnis Panamas von den Vereinigten Staaten und beleuchtet kritisch die US-Invasion von 1989 vor dem Hintergrund völkerrechtlicher und politischer Argumente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Beeinflussung Panamas durch die USA, die rechtliche Einordnung des militärischen Eingriffs, die mediale Darstellung des Konflikts sowie die geopolitischen Entwicklungen nach der Invasion bis zur Rückgabe des Kanals.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Rolle der USA in Panama zu untersuchen, die Motive für die Invasion zu prüfen, deren Völkerrechtskonformität zu bewerten und die politischen Konsequenzen dieser Intervention aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Fakten, rechtlicher Verträge sowie der Auswertung medialer Berichterstattung, um die Diskrepanz zwischen offizieller Regierungsdarstellung und internationaler Rechtslage aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Beziehungen bis zur Invasion, die völkerrechtliche und politische Rechtfertigung des Angriffs, die Rolle der Medien bei der Inszenierung als „PR-Krieg“ sowie die politische Situation nach der Invasion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Panama-Kanal, Intervention, Völkerrecht, Souveränität und die spezifische US-Lateinamerikapolitik während der Ära von Bush und Reagan.

Warum wird die Invasion als „PR-Krieg“ bezeichnet?

Der Autor führt aus, dass die US-Medien die Invasion primär in Einklang mit der offiziellen Regierungsposition darstellten und kritische Stimmen oder negative Auswirkungen auf die panamaische Zivilbevölkerung systematisch ausblendeten.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Souveränität Panamas?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass den USA durch die Invasion völkerrechtlich nicht gedecktes Handeln vorzuwerfen ist und Panama auch nach der Kanalübergabe durch völkerrechtliche Neutralitätsabkommen weiterhin nur eingeschränkt souverän agieren kann.

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Details

Title
Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Internationale Beziehungen
Grade
2,4
Author
Thomas Zimmerling (Author)
Publication Year
2000
Pages
19
Catalog Number
V13315
ISBN (eBook)
9783638190039
Language
German
Tags
Panama Kanal Invasion Völkerrecht Seminar Internationale Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Zimmerling (Author), 2000, Die USA und Panama - der Kanal, die Invasion und das Völkerrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13315
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