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Der Gottesbegriff des Grundgesetzes

Titre: Der Gottesbegriff des Grundgesetzes

Dossier / Travail , 2007 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alexandra Kloß (Auteur)

Droit - Droit public / Droit constitutionnel / Droits fondamentaux
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„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ so heißt es in der Präambel der deutschen Verfassung. Doch es stellt sich die Frage, um welchen Gott es sich handelt, den jüdischen, christlichen, oder buddhistischen. Oder handelt es um einen offenen Begriff, den jeder für sich selbst ausfüllen kann? An welchen Stellen ist dieser Gott überhaupt zu finden und lässt sich dieser Gottesbegriff mit dem Prinzip der staatlichen Neutralität vereinen? Kurz: wer ist der Gott des Grundgesetzes und der Verfassungen der Länder und gehört er überhaupt an diese Stellen? Wird der Staat so an eine bestimmte Religionsvorstellung gebunden? Soll der Staat ein christlicher sein? Immerhin darf nicht übersehen werden, dass bei der Gründung der Bundesrepublik die stärkste politische Partei sich als christlich bezeichnete.
So steht der Gott des Grundgesetzes auf der Tagesordnung der politischen Diskurse. Die vielfältigen religiös-weltanschaulichen Überzeugungen, die in Deutschland zu finden sind, insbesondere die unterschiedlichen Vorstellungen des Verhältnisses von Kirche zu Staat, lassen den Gottesbegriff zum Reizwort werden. „Die Bezugnahme auf Gott ist zu streichen“ so besagt es der Antrag vom 21.04.1993 der Bündnis90/Die Grünen innerhalb der staatsrechtlichen Debatte im Zuge des Einigungsvertrages. Brisant wurde die Diskussion um den Gottesbegriff des Grundgesetzes bei der Diskussion um die Präambel der europäischen Verfassung. So meinte Wolfgang Ullmann (Bündnis 90/Die Grünen), die Berufung auf Gott sei aus der Verfassung zu streichen. Die Widerreden waren heftig, Schlagzeilen in der Presse aufgeregt: „ Ein Pfarrer will „Gott“ aus dem Grundgesetz streichen lassen.“ So hat das Thema „Gott“ im Grundgesetz eine größere Öffentlichkeit erreicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Eine Bestandsaufnahme – Wo ist der Begriff Gottes zu finden?

I. Das Grundgesetz

1. Präambel

2. Eidesformeln

3.Erziehungsziele und Feiertagsregelungen

II. Verfassungen der Länder

C. Die Bedeutung der Präambel

D. Von welchem Gott sprachen die Väter des Grundgesetzes?

E. Welches ist der heutige Gott des Grundgesetzes?

F. Ist dieser Gottesbegriff im Grundgesetz mit den Strukturprinzipien vereinbar?

G. Wie geht man in anderen Ländern mit dem Gottesbegriff um?

H. Wie könnte eine Alternative aussehen?

I. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Herkunft und rechtliche Vereinbarkeit des Gottesbezugs im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie in verschiedenen Landesverfassungen. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die explizite Nennung Gottes mit dem Verfassungsprinzip der staatlichen Bekenntnisneutralität in einer pluralistischen Gesellschaft vereinbar ist und welche Alternativen für eine moderne Verfassungspräambel existieren.

  • Historische Entstehung und Intention des Gottesbezugs im Grundgesetz.
  • Vergleich der religiösen Bezüge in verschiedenen deutschen Landesverfassungen.
  • Rechtliche und ethische Bedeutung der Verfassungspräambel.
  • Diskurs um die staatliche Neutralität gegenüber Religionen und Weltanschauungen.
  • Internationaler Vergleich der Handhabung von Gottesbezügen in europäischen Verfassungen.

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ so heißt es in der Präambel der deutschen Verfassung. Doch es stellt sich die Frage, um welchen Gott es sich handelt, den jüdischen, christlichen, oder buddhistischen. Oder handelt es um einen offenen Begriff, den jeder für sich selbst ausfüllen kann? An welchen Stellen ist dieser Gott überhaupt zu finden und lässt sich dieser Gottesbegriff mit dem Prinzip der staatlichen Neutralität vereinen? Kurz: wer ist der Gott des Grundgesetzes und der Verfassungen der Länder und gehört er überhaupt an diese Stellen? Wird der Staat so an eine bestimmte Religionsvorstellung gebunden? Soll der Staat ein christlicher sein? Immerhin darf nicht übersehen werden, dass bei der Gründung der Bundesrepublik die stärkste politische Partei sich als christlich bezeichnete.¹

So steht der Gott des Grundgesetzes auf der Tagesordnung der politischen Diskurse. Die vielfältigen religiös-weltanschaulichen Überzeugungen, die in Deutschland zu finden sind, insbesondere die unterschiedlichen Vorstellungen des Verhältnisses von Kirche zu Staat, lassen den Gottesbegriff zum Reizwort werden. „Die Bezugnahme auf Gott ist zu streichen“ so besagt es der Antrag vom 21.04.1993 der Bündnis90/Die Grünen innerhalb der staatsrechtlichen Debatte im Zuge des Einigungsvertrages. Brisant wurde die Diskussion um den Gottesbegriff des Grundgesetzes bei der Diskussion um die Präambel der europäischen Verfassung. So meinte Wolfgang Ullmann (Bündnis 90/Die Grünen), die Berufung auf Gott sei aus der Verfassung zu streichen. Die Widerreden waren heftig, Schlagzeilen in der Presse aufgeregt: „ Ein Pfarrer will „Gott“ aus dem Grundgesetz streichen lassen.“ So hat das Thema „Gott“ im Grundgesetz eine größere Öffentlichkeit erreicht.²

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Gottesbegriffs im Grundgesetz und führt in die gesellschaftliche sowie politische Debatte um die Präambel ein.

B. Eine Bestandsaufnahme – Wo ist der Begriff Gottes zu finden?: Dieses Kapitel identifiziert die vier signifikanten Stellen des Gottesbezugs im Grundgesetz und in den Länderverfassungen.

C. Die Bedeutung der Präambel: Es wird die rechtliche und politische Funktion einer Verfassungspräambel analysiert sowie deren Auslegungspotenzial bewertet.

D. Von welchem Gott sprachen die Väter des Grundgesetzes?: Hier wird der historische Entstehungskontext des Grundgesetzes und die Intention der Verfassungsväter beleuchtet.

E. Welches ist der heutige Gott des Grundgesetzes?: Das Kapitel diskutiert, inwiefern eine heutige Interpretation des Gottesbezugs mit den ursprünglichen Vorstellungen und der gesellschaftlichen Entwicklung korreliert.

F. Ist dieser Gottesbegriff im Grundgesetz mit den Strukturprinzipien vereinbar?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Vereinbarkeit des Gottesbezugs und dem Prinzip der staatlichen Bekenntnisneutralität.

G. Wie geht man in anderen Ländern mit dem Gottesbegriff um?: Es erfolgt ein rechtsvergleichender Blick auf die Verfassungen anderer europäischer Länder.

H. Wie könnte eine Alternative aussehen?: Dieser Abschnitt erörtert mögliche Formulierungen für eine moderne und inklusive Verfassungspräambel.

I. Fazit: Das Fazit fasst die Debatte zusammen und plädiert für einen toleranten Umgang mit dem Begriff Gottes in der Verfassung.

Schlüsselwörter

Grundgesetz, Gottesbegriff, Präambel, Bekenntnisneutralität, Religionsfreiheit, Verfassungsgeschichte, Staatskirchenrecht, Toleranz, Religion, Staat, Recht, Weltanschauung, pluralistische Gesellschaft, Menschenwürde, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verfassungsrechtliche Rolle und Bedeutung des Gottesbezugs in der Präambel des deutschen Grundgesetzes im Kontext eines säkularen und neutralen Staates.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Staat und Kirche, die historische Entstehung des Grundgesetzes, die Bedeutung der Präambel sowie ein rechtsvergleichender Blick auf andere europäische Länder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob der Gottesbezug im Grundgesetz eine unzulässige religiöse Bindung darstellt oder ob er mit dem Prinzip der staatlichen Bekenntnisneutralität vereinbar bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer juristischen und historischen Analyse, indem sie den Wortlaut des Grundgesetzes, seine Entstehungsgeschichte sowie einschlägige Kommentierungen und andere Verfassungsmodelle in Europa untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Fundstellen, eine Untersuchung der historischen Intention, eine Abwägung der Verfassungskonformität und einen internationalen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Grundgesetz, Gottesbegriff, Bekenntnisneutralität, Präambel, Religionsfreiheit und staatliche Neutralität bilden den Kern des wissenschaftlichen Diskurses in diesem Werk.

Wie interpretieren die Verfasser der Arbeit die "Verantwortung vor Gott"?

Die Arbeit legt dar, dass der Gottesbezug als historische Absage an totalitäre, "gottlose" Systeme und als Mahnung zur Bescheidenheit und Fehlbarkeit menschlicher Gesetzgebung verstanden wird, nicht als Bekenntniszwang.

Wird im Dokument ein Lösungsvorschlag für eine "Alternative" Präambel präsentiert?

Ja, die Arbeit schlägt vor, den Begriff durch eine Formulierung zu ersetzen, die sich auf die Verantwortung vor der Geschichte oder höheren universalen Werten bezieht, um alle gesellschaftlichen Gruppen einzuschließen.

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Résumé des informations

Titre
Der Gottesbegriff des Grundgesetzes
Université
University of Erfurt
Note
1,3
Auteur
Alexandra Kloß (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V133245
ISBN (ebook)
9783640399161
ISBN (Livre)
9783640398669
Langue
allemand
mots-clé
Gottesbegriff Grundgesetzes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexandra Kloß (Auteur), 2007, Der Gottesbegriff des Grundgesetzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133245
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Extrait de  24  pages
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