Die Arbeit setzt sich mit den Imageproblemen des DFB auseinander und schlägt Lösungsansätze vor. Am 13. Juli 2014 gewann die deutsche Nationalmannschaft ihre vierte Weltmeisterschaft. Es war die Krönung von Joachim Löws Amtszeit und für viele das Highlight ihrer Karriere. Den 7:1 Erfolg gegen den Gastgeber Brasilien werden wohl nur die wenigsten deutschen Fans jemals vergessen und das Turnier 2014 gehört für viele zu eine der schönsten Zeiten, die sie je erlebt haben.
Die Euphorie war bereits vor der Weltmeisterschaft riesig, man zählte sich zu den Titelanwärtern und konnte sich mit der Mannschaft und dem DFB identifizieren. Man spielte schon seit Jahren attraktiven Fußball und hatte ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung, es fehlte nur noch der Gewinn eines großen Turniers und dies geschah in Brasilien mehr als verdient.
Sieben Jahre später sieht dies komplett anders aus. Die Vorfreude auf die Europameisterschaft 2021 war so gering wie selten. Dazu leisten natürlich die schlechten sportlichen Leistungen einen wesentlichen Beitrag, mit dem absoluten Tiefpunkt 2018, als die deutsche Nationalmannschaft bereits in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft als Titelverteidiger ausschied.
Doch hinter dem Imageproblem des Deutschen Fußball-Bundes steckt mehr als nur das. Die Führung, zu der mehrere Präsidenten bereits zählen, hat viele Fehler gemacht und kann man als Hauptverantwortliche für die Talfahrt ansehen. Doch wie genau kam es dazu? Diese Frage habe ich mir gestellt und wird im Laufe der Arbeit von mir beantwortet. Welche Rolle haben zudem die Medien gespielt?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kommunikation
2.1 Relevanz verschiedener Medien im Fußball
2.2 Unternehmenskommunikation
2.3 Krisenkommunikation
3 Image des DFB
3.1 Entstandene Probleme in den letzten Jahren
4 Verbesserung des Image
4.1 Krisenkommunikationskonzept
4.2 Medientraining für Nationalspieler
4.3 Pressemitteilung
4.4 Kurzbriefing für den Nationaltrainer als Vorbereitung auf einen Pressetermin
5 Fazit
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit analysiert die Ursachen für die Imageverschlechterung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in den letzten Jahren und entwickelt strategische Lösungsansätze auf Basis theoretischer Kommunikationsmodelle. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie der Verband durch gezielte Krisenkommunikation und eine optimierte Medienstrategie sein Ansehen in der Öffentlichkeit sowie das Vertrauensverhältnis zu den Fans wiederherstellen kann.
- Analyse der massiven Imageeintrübung des DFB nach 2014.
- Grundlagen der Unternehmens- und Krisenkommunikation.
- Entwicklung eines Krisenkommunikationskonzepts für Sportverbände.
- Konzeption eines Medientrainings für Nationalspieler zur Stärkung der Authentizität.
- Strategien für die öffentliche Kommunikation bei Management-Wechseln und Skandalen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstandene Probleme in den letzten Jahren
Der Deutsche-Fußball-Bund fällt seit der Weltmeisterschaft 2014 und deren Gewinn immer wieder negativ auf. Er ist in mehreren Skandalen verwickelt gewesen, doch das sind nicht alle Gründe für die deutliche Verschlechterung des Image der Nationalmannschaft. Die sportlichen Leistungen und der unattraktive Fußball trugen eine Menge dazu bei. Es herrscht zumindest Selbstkritik beim DFB-Direktor Oliver Bierhoff, der selbst bei einer Pressekonferenz zugab, dass sie nicht mehr der Deutschen liebstes Kind sind. (vgl. t-online.de) Dies bestätigt auch eine Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, laut der das Image des DFB von Juni 2015 bis November 2020 von einem Wert von 1,78 auf 3,84 sank. (vgl. dzonline.de)
Doch wie kam es überhaupt dazu, dass die Fans das Interesse an der Nationalmannschaft verloren haben? Ich werde die verschiedenen Gründe dafür im Folgenden aufzeigen.
Laut einer Umfrage die auf t-online.de stattfand, ist der Hauptgrund für das Desinteresse die immer stärker werdende Kommerzialisierung der Nationalelf. Bierhoff ist dafür das Aushängeschild. Er versucht seit Jahren eine Marke aus der Mannschaft machen, doch das ohne Erfolg. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 wurde der Slogan „Die Mannschaft“ eingeführt und obwohl dieser zu Beginn erfolgsversprechend klang, ist er heutzutage sehr unbeliebt. Die Schuld daran trägt vor allem die schlechte sportliche Leistung bei der Weltmeisterschaft 2018, durch die bei den Fans das Gefühl aufkam, dass die Nationalelf keine richtige Mannschaft ist, die zusammenhält und leidenschaftlich für ihr Land spielt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den Abstieg des DFB vom Idol der Fans hin zum imagegeschädigten Verband und definiert die Zielsetzung der Arbeit unter Anwendung von Kommunikationsstrategien.
2 Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Unternehmens- und Krisenkommunikation und beleuchtet die veränderte Medienlandschaft im modernen Fußball.
3 Image des DFB: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Skandale und sportlichen Misserfolge, die das Ansehen des DFB seit 2014 nachhaltig beschädigt haben.
4 Verbesserung des Image: Das Hauptkapitel präsentiert konkrete Handlungsempfehlungen, darunter ein Krisenkommunikationskonzept, Medientrainings für Spieler sowie Leitfäden für Pressemitteilungen und Kurzbriefings.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Imageverbesserung ein langwieriger Prozess ist, der sowohl Kommunikation als auch eine Neuausrichtung in Führung und sportlicher Leistung erfordert.
6 Ausblick: Der Ausblick bewertet zukünftige Erfolgschancen und unterstreicht die Notwendigkeit konstanter, glaubwürdiger Leistungen unter neuem Management.
Schlüsselwörter
DFB, Imageproblem, Krisenkommunikation, Sportmarketing, Medientraining, Öffentlichkeitsarbeit, Nationalmannschaft, Unternehmenskommunikation, Krisenbewältigung, Fanbindung, Kommerzialisierung, Reputationsmanagement, Authentizität, Fußballmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Ursachen für das stark gesunkene Ansehen des DFB und erarbeitet praxisnahe Strategien, um dieses Image durch bessere Kommunikation und professionelle Krisenbewältigung zu verbessern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Ursachen für die Entfremdung der Fans, den Grundlagen der Krisenkommunikation im Sport sowie der professionellen Außendarstellung von Spielern und Verbandsführung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den DFB bei der Rückgewinnung des Vertrauens der Öffentlichkeit zu unterstützen, indem Lösungsansätze für eine authentischere und transparentere Verbandskommunikation aufgezeigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der Kommunikationspolitik, kombiniert mit einer praxisorientierten Anwendung auf reale Fallbeispiele des DFB zur Entwicklung eines Krisen- und PR-Konzepts.
Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Wirksamkeit von Unternehmenskommunikation, der Notwendigkeit von präventiven Krisenplänen und der Bedeutung von authentischem Medienverhalten für Profisportler.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Kritische Begriffe sind unter anderem Krisenkommunikation, DFB-Imagekrise, Sportkommunikation und professionelle Öffentlichkeitsarbeit im Fußball.
Wie bewertet die Arbeit den Slogan „Die Mannschaft“?
Der Slogan wird als gescheitertes Marketinginstrument identifiziert, das durch die zunehmende Entfremdung der Fans und mangelnde Authentizität seine Glaubwürdigkeit verloren hat und zur Verbesserung des Images abgeschafft werden sollte.
Welche Rolle spielt die Führungskrise des DFB?
Die Führungskrise, geprägt durch Skandale der ehemaligen Präsidenten, wird als maßgeblicher Faktor für den Glaubwürdigkeitsverlust des Verbandes eingestuft, weshalb ein kompletter Neuanfang im Management als Voraussetzung für eine Imagebesserung angesehen wird.
- Arbeit zitieren
- Manuel Graf (Autor:in), 2021, Imageprobleme des Deutschen Fußball-Bundes und wie sie zu lösen sind. Kommunikation und Marketing, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333662