Diese Arbeit erörtert die Unterschiede in der Schreibkompetenz von Grundschulkindern und fokussiert sich dabei auf die Textsorte Beschreibung. Für ein grundlegendes Verständnis der Thematik wird zu Beginn der Begriff der Schreibkompetenz erklärt. Hierzu kommt es zu einer Definition, was genau die Schreibkompetenz umfasst und welche Fähigkeiten erworben werden müssen. Zudem werden die Schreibkompetenzmodelle von Martin Fix, Baurmann und Pohl erläutert. Hierbei geht es vor allem darum, den Aufbau der Schreibkompetenz zu erörtern, um diesen dann in der Analyse der Schülertexte mit einfließen zu lassen.
Ab der dritten Klasse werden Grundschulkinder an die Thematik des Texte schreiben herangeführt. Dabei erfahren Schüler:innen, welche Möglichkeiten sich ihnen durch das Schreiben eröffnen. Sie lernen Gefühle, Gedanken, Informationen oder Erlebnisse festzuhalten und schriftlich zu Papier zu bringen. Dabei ist es das Ziel, dass die Schüler:innen am Ende der vierten Klasse Texte verschiedener Textsorten funktionsangemessen verfassen, Texte nach Anregungen schreiben und ihre Texte mit verschiedenen Methoden planen und überarbeiten können. Dazu kommt, dass sie in diesen Texte am Ende ihrer Grundschulzeit die grundlegenden Rechtschreibregeln und -strategien anwenden können sollen. Grundschulkinder entwickeln sich auf ihrem Weg zu einem guten Verfasser von Texten individuell und in seinem eigenen Tempo. Wo liegen jedoch die Unterschiede in der Schreibkompetenz und wie zeigen sie sich in einem geschriebenen Text?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Schreibkompetenz?
2.1 Schreibkompetenzmodelle
2.1.1 Schreibkompetenzmodell nach Fix
2.1.2 Schreibkompetenzmodell nach Baurmann und Pohl
2.2 Schreibkompetenzentwicklung im Grundschulalter
3 Begriffsbestimmung und Textfunktion „Beschreibung“
4 Vergleichende Analyse zweier Grundschulschülertexte
4.1 Schülertext A: Analyse der Schreibkompetenz und Einordnung in die Phasen nach Augst
4.2 Schülertext B: Analyse der Schreibkompetenz und Einordnung in die Phasen nach Augst
5 Fazit
6 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die individuellen Unterschiede in der Schreibkompetenz von Grundschulkindern am Beispiel der Textsorte „Beschreibung“. Ziel ist es, den Kompetenzstand zweier Schüler anhand fachwissenschaftlicher Modelle zu analysieren und in die Entwicklungsphasen nach Augst einzuordnen.
- Theoretische Grundlagen der Schreibkompetenz nach Fix sowie Baurmann und Pohl
- Entwicklungsstufen der Schreibkompetenz im Grundschulalter
- Analyse und Vergleich der Textqualität zweier Schülerarbeiten
- Einordnung der Texte in die Entwicklungsphasen nach Augst
Auszug aus dem Buch
4.1 Schülertext A: Einordnung und Analyse der Schreibkompetenz in die Phasen nach Augst
Die Personenbeschreibung des Schülertextes A zeigt, dass dem Schreiber diverse Fehler in der Groß- und Kleinschreibung von Nomen widerfahren (*schwanz, *sau, *seite,...). Ergänzend lässt sich dazu sagen, dass bei der Großschreibung von Nomen in manchen Fällen kein Unterschied gemacht wird, ob ein Artikel vor dem Nomen steht oder nicht (*Der rest). Hier weist der Schreiber noch einige Schwächen auf. Dagegen schreibt er die Verben durchgängig in der richtigen Schreibweise. Er achtet gewissenhaft darauf, dass am Satzanfang die Wörter großgeschrieben werden. Hinsichtlich der Getrennt- und Zusammenschreibung kommt es nur an einer Stelle (*Kopf höhe) zu einem Fehler. Ansonsten zeigt der Schüler dort keine Schwächen auf, das daran liegen könnte das kaum Kompositionswörter im vorliegenden Text zu finden sind. Es ist eindeutig zu erkennen, dass die Formulierungs- und Ausdruckskompetenz (vgl. Baurmann et al. 2007: 98) im Bereich des Vokabulars bei diesem Text weiterentwickelt ist. Der Schüler benutzt zur Beschreibung der Person und ihrer Kleidung Wörter wie: *Perlenkette und *Rüschen. Zudem achtet der Schüler darauf keine subjektive Sprache zu benutzen. Der Text ist dementsprechend objektiv und sachlich verfasst worden, er enthält keine emotionale oder wertende Meinung. Durch verschiedene Verben (sein, haben, tragen) und Präpostionen (rechts, links, unten), wie auch Adjektivattribute (sein rechtes Ohr) beschreibt der Schüler die äußerliche Gestalt der abgebildeten Person präzise und nennt auch lokale Merkmale, wodurch sich der Leser das Bild gut vorstellen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Schreibkompetenz an Grundschulen ein und definiert die zentralen Zielsetzungen der Arbeit sowie die Auswahl der Textsorte Beschreibung.
2 Was ist Schreibkompetenz?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Definition von Schreibkompetenz und deren Bedeutung für den schulischen Schriftspracherwerb.
3 Begriffsbestimmung und Textfunktion „Beschreibung“: Hier werden Definitionen und strukturelle Anforderungen an die Textsorte Beschreibung dargelegt, insbesondere im Hinblick auf Wahrnehmung und fachsprachliche Präzision.
4 Vergleichende Analyse zweier Grundschulschülertexte: In diesem Kapitel werden zwei konkrete Schülertexte auf Wort- und Satzebene analysiert und anhand der Entwicklungsmodelle nach Baurmann, Pohl und Augst bewertet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und stellt individuelle Entwicklungspotenziale der Schüler sowie die Bedeutung einer gezielten Schreibförderung heraus.
6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Studien, die zur theoretischen Fundierung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Schreibkompetenz, Grundschule, Personenbeschreibung, Textsortenkompetenz, Schreibdidaktik, Schreibprozess, Produktkompetenz, Entwicklungsphasen, Sprachschulung, Schriftspracherwerb, Schreibauftrag, Textanalyse, Konnektoren, Ausdruckskompetenz, Grundschulalter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Schreibkompetenz von Grundschulkindern beim Verfassen einer Personenbeschreibung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Der Fokus liegt auf den theoretischen Modellen der Schreibkompetenz, den Entwicklungsstufen im Grundschulalter und der praktischen Anwendung bei der Textanalyse von Schülerbeiträgen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Stand der Schreibkompetenz zweier Grundschüler anhand wissenschaftlicher Kriterien zu bewerten und ihre Texte systematisch in Entwicklungsphasen einzuordnen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es wird eine vergleichende Textanalyse durchgeführt, die sich auf theoretische Modelle von Fix, Baurmann/Pohl sowie Augst stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Begriffsdefinition der Beschreibung und die detaillierte Analyse der beiden Schülertexte hinsichtlich Wortebene, Satzbau und Gesamtstruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zu den zentralen Begriffen zählen Schreibkompetenz, Textsortenkompetenz, Grundschuldidaktik und die Analyse von Schreibprozessen.
Worin liegen die Hauptunterschiede zwischen den beiden analysierten Schülern?
Während Schüler A bereits Ansätze für eine strukturierte Beschreibung durch räumliche Präpositionen zeigt, weist Schüler B eine hohe Monotonie und Schwierigkeiten bei der sinnhaften Textstrukturierung auf.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Konnektoren im Schreibprozess?
Die Studie zeigt auf, dass der repetitive Einsatz weniger Konnektoren wie „und“ oder „dann“ zu einer eindimensionalen Textstruktur führt, die den Lesefluss eher einschränkt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2021, Unterschiede in der Schreibkompetenz von Grundschulkindern. Am Beispiel der Textsorte Beschreibung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333708