Diese Arbeit beschäftigt sich mit Selbstwirksamkeitserwartungen am Beispiel des Ernährungsverhaltens. Ernährung unterteilt sich in Genuss und Kultur und sie ist neben der Bewegung und dem Stressmanagement der Hauptteil, um ein gesundes Leben führen zu können. Die vorliegende Studie zeigt, wie Deutschland mit dem Thema umgeht und sich ernährt. Zusätzlich zeigt sie, welche Faktoren ihnen dabei wichtig sind und wie es sich auf ihre Gesundheit auswirkt.
Durch psychologische, soziale und biologische Einflussfakten wird unser Ernährungsverhalten bestimmt und gesteuert. Zu den sozialen Einflussfaktoren zählt die soziale Unterstützung innerhalb des Freundes- und Familienkreises. Schon früh ist das Ernährungsverhalten des Kindes in der Familie oder der sozialen Umgebung entscheidend für das Essverhalten. Die Hunger- und Sättigungsregulation, die hormonelle Steuerung des Körpergewichts und der Nahrungsmengen, sowie die individuelle Aufnahmefähigkeit des Magens gehören zu den biologischen Einflussfaktoren. Die psychologischen Einflussfaktoren sind emotionale und kognitive Faktoren. Diese können positive und negative Auswirkung auf die Essgewohnheit nehmen. Andererseits wird bei einem gemeinsamen Essen unbewusst mehr Nahrung aufgenommen und verstärkt sich durch die sozialen Kontakte. Die eigene Wahrnehmung, die Vorstellung von Ernährung und das Denken, sowie die Risikoeinschätzung von gesunder und ungesunder Nahrungsaufnahme entspringen den kognitiven Faktoren.
Inhaltsverzeichnis
1 Selbstwirksamkeitserwartung
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“ (auch bekannt als Kompetenzerwartung)
1.2 Fragebogen zur Messung der spezifischen Selbstwirksamkeit zum Thema „gesunde Ernährung“
1.3 Wissenschaftliche Studien zum Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“
2 Literaturrecherche
3 Beratungsgespräch
Einordnung des Kunden in den Prozess der Verhaltensänderung
3.1 Wesentliche Aspekte in einem Beratungsgespräch
3.2 Darstellung des Gesprächsverlaufs
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der Selbstwirksamkeitserwartung als psychologischem Konstrukt und deren Anwendung in einem praktischen Beratungskontext zur Verhaltensänderung im Bereich der gesunden Ernährung.
- Grundlagen und Definition der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura
- Messinstrumente und Auswertung von Selbstwirksamkeit bei Ernährungsentscheidungen
- Integration psychologischer Erkenntnisse in die praktische Ernährungsberatung
- Die Bedeutung von Beratungsgesprächen im Prozess der Verhaltensänderung
Auszug aus dem Buch
3.1 Wesentliche Aspekte in einem Beratungsgespräch
Für ein erfolgreiches Beratungsgespräch müssen einige Aspekte beachtet werden. Dazu zählt zunächst eine sorgfältige Vorbereitung, bei dem es noch nicht zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit dem Kunden kommt. Ein Berater muss sich seiner Rolle bewusst sein und dementsprechend ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild abgeben. Der Berater sollte möglichst ruhig, überzeugend und selbstsicher auftreten, um den Kunden schon vor dem Gespräch zu überzeugen. Außerdem sollte genügend Zeit für den Klienten eingeplant werden um nicht zu überhastet zu wirken und dem Kunden das Gefühl geben, „wichtig“ zu sein. Diese Vorbereitungsphase macht den Großteil des Erfolgs aus. Bei der ersten persönlichen Kontaktaufnahme ist auf Blickkontakt und festen Händedruck zu achten.
Aufgrund der Besonderheit, dass Dienstleistungen immateriell sind, entschließt sich der Kunde auf Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften zu achten, die ihm ermöglichen eine Einschätzung des Beraters zu machen. Die Aufgabe des Beraters ist es hier, den Klienten durch seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten zu überzeugen, sodass der Anfang der gesundheitlichen Veränderung und die Aufrechterhaltung des Klienten zu gewährleisten. Um eine vertraute Atmosphäre aufzubauen empfiehlt sich nicht direkt über den Zweck des Zusammentreffens zu sprechen. Der Berater startet mit einem ausführlichen Beziehungsgespräch indem er folgende Fragen stellt: „Haben Sie den Weg zu uns gut gefunden?“, oder „Waren Sie schon mal in einem Fitnessstudio?“ Bei einem Smalltalk sollten Themen wie Hobby, Beruf, Auto oder Urlaub gewählt werden um Gemeinsamkeiten zu finden, denn das fördert die Sympathie (van Eckert, 2005, S. 164).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Selbstwirksamkeitserwartung: Erläutert das theoretische Modell der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura und stellt praktische Fragebögen zur Messung spezifischer Kompetenzerwartungen vor.
2 Literaturrecherche: Untersucht aktuelle Studien und statistische Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland und die Einflussfaktoren auf gesunde Ernährung.
3 Beratungsgespräch: Analysiert praxisnah die Durchführung eines Beratungsgesprächs, inklusive Vorbereitung, Gesprächsführung und der Anwendung von Modellen wie der SMART-Formel.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Kompetenzerwartung, Ernährungsverhalten, Verhaltensänderung, Beratungsgespräch, Gesundheitsmanagement, SMART-Formel, Kosten-Nutzen-Analyse, Prävention, psychologische Faktoren, Motivation, Pacing, Lebensqualität, Verhaltenspsychologie, Ernährungsberatung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie psychologische Konzepte der Selbstwirksamkeit genutzt werden können, um Kunden effektiv in Prozessen zur Umstellung des Ernährungsverhaltens zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung, der Analyse aktueller Ernährungstrends in Deutschland und den methodischen Anforderungen an eine professionelle Ernährungsberatung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen psychologischer Selbstwirksamkeit und erfolgreicher Ernährungsberatung aufzuzeigen sowie praktische Strategien für den Berateralltag abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu psychologischen Theorien und der praktischen Anwendung von Befragungsmethoden, Kosten-Nutzen-Analysen und Zielfindungstechniken (SMART-Formel).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen definiert, Studien ausgewertet und ein Fallbeispiel detailliert analysiert, um den Prozess von der ersten Kontaktaufnahme bis zur konkreten Zielformulierung darzustellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben der Selbstwirksamkeitserwartung sind Verhaltensänderung, Ernährungsberatung und psychologische Motivationsmodelle zentral.
Welches praktische Hilfsmittel wird für die Kundenbindung im Beratungsgespräch genannt?
Das "Pacing" wird als zentrale Technik genannt, um durch das Kopieren von Mimik und Körpersprache eine positive Beziehungsebene zum Kunden aufzubauen.
Wie unterstützt die Kosten-Nutzen-Analyse den Klienten konkret?
Durch die Gewichtung von Vor- und Nachteilen der Ernährungsumstellung erkennt der Kunde, dass der Nutzen die persönlichen Hindernisse überwiegt, was als zusätzliche Motivation dient.
- Citation du texte
- Kristina Stauberg (Auteur), 2017, Selbstwirksamkeitserwartungen am Beispiel des Ernährungsverhaltens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333840