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Aktivierung im Sozialstaat unter dem Gesichtspunkt der Punitivität

Título: Aktivierung im Sozialstaat unter dem Gesichtspunkt der Punitivität

Trabajo Escrito , 2022 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Robin Fischer (Autor)

Trabajo social
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Die Hausarbeit handelt inhaltlich von den Zusammenhängen zwischen der Punitivität (Straflust) und den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt der letzten Jahre. Das Thema steht im Kontext der Sozialen Arbeit und den Zusammenhängen zur Sozialpolitik. Doch was ist Punitivität und wie äußert sie sich im Kontext des Sozialwesens, insbesondere des Arbeitsmarktes? Welchen Einfluss hat sie auf die Klienten und ist sie ein wirksames und nachhaltiges Mittel, um diese zu aktivieren und zu fördern? Diesen Fragen wird in der Arbeit wissenschaftlich nachgegangen.

Wenn man sich mit dem Thema der Aktivierung im Rahmen der Sozialen Arbeit beschäftigt, so kommt man nicht umher, die Punitivität und deren Entwicklung der letzten Jahre zu beobachten und zu untersuchen. Doch was ist Punitivität und wie äußert sie sich im Kontext des Sozialwesens, insbesondere des Arbeitsmarktes? Welchen Einfluss hat sie auf die Klienten und ist sie ein wirksames und nachhaltiges Mittel, um diese zu aktivieren und zu fördern?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Punitivität – Begriffserklärung

3. Arbeitsmarkt und Aktivierung

4. Punitivität und Soziale Arbeit

5. Kritik punitiver Maßnahmen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung der Punitivität (Straflust) im Kontext des modernen aktivierenden Sozialstaates in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie punitive Tendenzen, insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktpolitik und der Sozialen Arbeit, als Steuerungsinstrumente eingesetzt werden, welches Ziel diese verfolgen und welche kritischen Aspekte sich daraus für das fachliche Selbstverständnis der Profession ergeben.

  • Definition und Dimensionen der Punitivität.
  • Mechanismen des aktivierenden Sozialstaates bei der Arbeitsvermittlung.
  • Veränderung des professionellen Selbstverständnisses in der Sozialen Arbeit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Hilfe und Kontrolle.
  • Das Spannungsfeld zwischen Resozialisierung und präventivem Opferschutz.

Auszug aus dem Buch

4. Punitivität und Soziale Arbeit

Wie bereits angesprochen, hat sich die Bereitschaft und der Umgang mit Punitivität im Rahmen der Sozialen Arbeit in den letzten Jahrzehnten verändert. Es wäre falsch zu sagen, dass die zunehmende Strafbereitschaft erst jetzt auftritt und sich die Profession Soziale Arbeit von einer helfenden, unterstützenden Aufgabe hin zu einer sanktionierenden, kontrollierenden entwickelt hat (vgl. Kessl, 2011 in: Dollinger/Schmidt-Semisch, 2011: 132). Vielmehr ist zu beobachten, wie punitive Tendenzen an bereits da gewesene Methoden aus dem 20. Jahrhundert anknüpfen.

Zu dieser Zeit waren körperliche Strafen und pädagogische Strafmaßnahmen, wie Freiheitsentzug geläufige Sanktionen in den Hilfe- und Erziehungseinrichtungen (vgl. Kuhlmann, 2008 zitiert nach Kessl in: Dollinger/Schmidt-Semisch, 2011: 134). Im Laufe der Zeit und gegen Ende der wohlfahrtstaatlichen Hochphase, etablierten sich andere Erziehungsansätze gegen Ende der 90er Jahre. Der Fokus wurde auf den Klienten und seine Bedürfnisse gelegt. Sanktionen waren weiterhin Bestandteil der Sozialen Arbeit aber im Einklang mit Hilfemaßnahmen. Heute bezeichnen wir dieses Verhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle als doppeltes Mandat (vgl. Kessl, 2011 in: Dollinger/Schmidt-Semisch, 2011: 135). Dieses doppelte Mandat sorgt dafür, dass Sozialarbeiter sowohl unterstützende Arbeit, als auch regulierende Arbeit leisten mussten, allerdings trotzdem nicht der disziplinierenden Seite des Wohlfahrtstaates zuzuordnen sind. Instanzen, wie die Polizei waren hingegen überwiegend strafend aktiv (vgl. Olk, 1994 zitiert nach Kessl in: Dollinger/Schmidt-Semisch, 2011: 137).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Punitivität innerhalb des Sozialstaates und Formulierung der leitenden Forschungsfragen zur Arbeitsmarktsituation und Sozialen Arbeit.

2. Punitivität – Begriffserklärung: Theoretische Herleitung des Begriffs Punitivität als Straflust oder Strafbedürfnis und Differenzierung der verschiedenen Dimensionen des Konzepts.

3. Arbeitsmarkt und Aktivierung: Untersuchung der aktivierenden Sozialpolitik, die auf Sanktionen und fordernde Maßnahmen setzt, um Arbeitsuchende zu disziplinieren und in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

4. Punitivität und Soziale Arbeit: Analyse des historischen Wandels der Sozialen Arbeit hin zu einer stärker kontrollierenden und präventiv-punitiven Ausrichtung unter dem Leitbild des Opferschutzes.

5. Kritik punitiver Maßnahmen: Kritische Reflexion der Ausweitung staatlicher Strafgewalt unter Berücksichtigung rechtsstaatlicher Prinzipien wie der Verhältnismäßigkeit und der Menschenwürde.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit punitiver Ansätze und Reflexion über deren Nachhaltigkeit als Instrumente der Aktivierung von Klienten.

Schlüsselwörter

Punitivität, Aktivierung, Sozialstaat, Soziale Arbeit, Arbeitsmarktpolitik, Sanktionen, Straflust, Opferschutz, Hilfe und Kontrolle, doppeltes Mandat, disziplinierende Pädagogik, Wohlfahrtsstaat, Prävention, Resozialisierung, Normabweichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Zunahme von Straf- und Kontrollmechanismen, sogenannten punitiven Tendenzen, im deutschen Sozialwesen und deren Auswirkungen auf die Klientenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Aktivierungspolitik am Arbeitsmarkt sowie dem damit einhergehenden Wandel der Sozialen Arbeit von einer rein helfenden hin zu einer zunehmend regulierenden Profession.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird analysiert, wie Punitivität definiert wird und welche Rolle sie heute spielt, um Arbeitslose oder Klienten der Sozialen Arbeit zu motivieren bzw. zu disziplinieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis vorhandener kriminologischer und sozialwissenschaftlicher Fachliteratur sowie diskursiver Analysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Instrumente der Arbeitsmarktaktivierung, die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit zwischen Hilfe und Strafe sowie die rechtliche und ethische Kritik an der Anwendung punitiver Maßnahmen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Kritische Begriffe wie Punitivität, Aktivierung, SGB II, doppeltes Mandat und Opferschutz stehen für die Analyse des Spannungsfeldes zwischen staatlichem Druck und professioneller Unterstützung.

Inwiefern hat sich die Rolle der Jugendhilfe in diesem Kontext verändert?

Die Arbeit zeigt auf, dass durch Projekte wie „Kurve kriegen“ die Grenzen zwischen Jugendhilfe und polizeilichen oder justiziellen Aufgaben verschwimmen, wodurch die Jugendhilfe teilweise in den Strafvollzug involviert wird.

Ist das Ziel der „straffreien Erziehung“ heute noch zentral?

Nein, der Fokus hat sich laut der Arbeit hin zu einer „straffenden Pädagogik“ verschoben, bei der es primär um den Schutz der Allgemeinheit vor potenziellen Tätern und um präventive Kontrolle geht.

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Detalles

Título
Aktivierung im Sozialstaat unter dem Gesichtspunkt der Punitivität
Universidad
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Calificación
1,3
Autor
Robin Fischer (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
12
No. de catálogo
V1333920
ISBN (PDF)
9783346825742
ISBN (Libro)
9783346825759
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialpolitik Punitivität Ökonomie Strafe Arebeitsmarkt Soziale Arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robin Fischer (Autor), 2022, Aktivierung im Sozialstaat unter dem Gesichtspunkt der Punitivität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333920
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