In dieser Hausarbeit wird auf das mathematische Bilderbuch Millimeter, Zentimeter, Donnerwetter! von Motschiunig und Dürr eingegangen. Dieses Buch behandelt das Thema Längenmaße und ist kindgerecht gestaltet.
Zu Beginn wird auf den Größenbereich im Allgemeinen, die Längen im Speziellen, das Messen von Längen und schließlich auf den Erwerb von Größenvorstellungen eingegangen. Darüber hinaus wird über die Vorzüge von mathematischen Bilderbüchern berichtet. Danach wird das beschriebene Bilderbuch in Hinblick auf die Frage analysiert, ob es dabei helfen kann, Größenvorstellungen zu entwickeln. Dies soll auch das zentrale Thema dieser Hausarbeit darstellen.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
2.0 Größen
2.1 Längen
3.0 Messen von Längen
3.1 Qualitative Bestimmung von Längen
3.2 Quantitative Bestimmung von Längen
4.0 Größenvorstellungen
4.1 Entwicklung von Größenvorstellungen
4.2 Stützpunktvorstellungen
5.0 Bilderbücher im Mathematikunterricht
5.1 Analyse Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter
5.2 Wie Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter! die Entwicklung von Größenvorstellungen fördert
6.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie die Entwicklung von Größenvorstellungen bei Kindern im Grundschulalter durch den Einsatz mathematischer Bilderbücher, speziell unter Betrachtung des Werkes "Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter!", gezielt gefördert werden kann.
- Grundlagen zu Größen und Maßeinheiten
- Prozesse des qualitativen und quantitativen Messens
- Entwicklung und Bedeutung von Stützpunktvorstellungen
- Didaktischer Nutzen von Bilderbüchern im Mathematikunterricht
- Analyse eines spezifischen Bilderbuches zur Längenförderung
Auszug aus dem Buch
5.1 Analyse Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter
Das mathematische Bilderbuch beginnt damit, dass zwei Tiere mit den Namen Fridoline Blattlaus und Bruno Stinkekäfer sich darüber streiten, wer von beiden größer ist. Hier wird die Längeneinheit Millimeter genannt. Da Fridoline Blattlaus überzeugt davon ist, dass sie die allergrößte ist, relativiert Bruno Stinkekäfer dies mit dem Ausdruck: „Du und die Größte? Du misst ja nur einen Millimeter!“ (vgl. Motschiunig, 2012, 1). Hier kann schon ein Gefühl dafür entwickelt werden, was ein Millimeter als Länge bedeutet. Aus dem Kontext heraus wird darauf hingewiesen, dass ein Millimeter als klein gilt. Das liegt einerseits an der Wortwahl von Bruno Stinkekäfer, andererseits daran, dass es sich bei Fridoline Blattlaus um eine Blattlaus handelt.
Wenn die Schüler*innen sich bereits im Sachkundeunterricht oder in ihrem normalen Alltag mit der Welt der Insekten auseinandersetzen konnten, bekommen sie eine Vorstellung davon, wie ein Millimeter visuell wahrgenommen werden kann, auch wenn Brunos Aussage nicht fundiert ist.
Bruno Stinkekäfer stellt den ersten Vergleich an. Er sagt: „Dumme Laus! Ich bin doch zehn Mal größer als du!“ (vgl. ebd., 1). Er tätigt eine qualitative Bestimmung einer Länge. Ohne einen vorherigen Messvorgang stellt Bruno diesen Vergleich auf. Er stellt dies lediglich aus visueller Perspektive fest, jedoch ohne genau zu schauen. Es werden keine Endpunkte bestimmt, die direkt visuell miteinander verglichen werden. Beweise für seine These gibt es noch nicht, jedoch kann man als Leser*in sehr deutlich erkennen, dass Bruno im Gegensatz zu Fridoline um einiges größer ist. Da die Aussagen der beiden subjektiv sind und beide größer sein wollen als der Andere, ohne es genau zu wissen, möchten sie es feststellen, indem sie messen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Die Arbeit beschreibt die Bedeutung von Größenvorstellungen im Mathematikunterricht und führt in die Fragestellung ein, ob mathematische Bilderbücher zur Förderung dieser Kompetenzen bei Grundschülern beitragen können.
2.0 Größen: Dieses Kapitel definiert Größen als objektiv messbare Eigenschaften und erläutert fachliche Konzepte wie Äquivalenzklassen und Repräsentanten unter Einbeziehung relevanter Literatur.
2.1 Längen: Hier wird der Größenbereich der Längen spezifisch betrachtet, wobei die Bedeutung der eindimensionalen Linearität und der visuelle Zugang für Kinder hervorgehoben werden.
3.0 Messen von Längen: Das Kapitel erläutert den Übergang von ersten kindlichen Erfahrungen zum systematischen Messvorgang bei Vorschul- und Grundschulkindern.
3.1 Qualitative Bestimmung von Längen: Es wird dargelegt, wie Längen durch Adjektive und direkte bzw. indirekte Vergleiche ohne expliziten Rückgriff auf Zahlen beschrieben werden.
3.2 Quantitative Bestimmung von Längen: Beschrieben wird der Messprozess, bei dem mit Maßzahlen und standardisierten oder nicht-standardisierten Maßeinheiten hantiert wird.
4.0 Größenvorstellungen: Die allgemeine Erarbeitung, was Größenvorstellungen sind und wie sie mental durch Abbilder von Repräsentanten gefestigt werden können, steht hier im Fokus.
4.1 Entwicklung von Größenvorstellungen: Inhalt ist der Aufbau von mathematischem Verständnis durch die Verknüpfung von Zahl- und Größenvorstellungen sowie der Einfluss von Mess- und Schätzaktivitäten.
4.2 Stützpunktvorstellungen: Es wird erklärt, warum realistische Alltagsvorstellungen zu Größen essenziell sind und wie Kinder diese durch typische Repräsentanten ausbauen können.
5.0 Bilderbücher im Mathematikunterricht: Dieses Kapitel beleuchtet den didaktischen Mehrwert von Bilderbüchern zur Steigerung der Motivation und zur Veranschaulichung abstrakter mathematischer Inhalte.
5.1 Analyse Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter: Eine detaillierte Untersuchung der Handlung des Bilderbuches sowie der darin dargestellten Messprozesse und Längeneinheiten.
5.2 Wie Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter! die Entwicklung von Größenvorstellungen fördert: Zusammenfassung, warum das analysierte Buch als geeignete Methode zur Vermittlung des Längenbereichs im Grundschulalter angesehen wird.
6.0 Fazit: Die Arbeit zieht den Schluss, dass der Einsatz des Bilderbuches sinnvoll ist, um Kindern einen zugänglichen und motivierenden Einstieg in die Welt der Maßeinheiten zu ermöglichen.
Schlüsselwörter
Größenvorstellungen, Längen, Messen, Bilderbücher, Mathematikunterricht, Grundschule, Stützpunktvorstellungen, Repräsentanten, Millimeter, Zentimeter, Dezimeter, Meter, Messprozess, Didaktik, Sachrechnen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung des Größenbereichs Längen im Mathematikunterricht der Grundschule und untersucht dabei speziell das Potenzial von mathematischen Bilderbüchern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit thematisiert Größenbegriffe, Messmethoden, die Entwicklung von Größenvorstellungen bei Kindern, Stützpunktvorstellungen sowie den didaktischen Einsatz von Bilderbüchern in der Schuleingangsphase.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu analysieren, ob und wie das mathematische Bilderbuch „Millimeter, Zentimeter – Donnerwetter!“ dazu beitragen kann, kindgerecht Verständnis für Längenmaße und Messprozesse zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachdidaktik zu Größen und Messen sowie eine inhaltliche sowie didaktische Analyse des spezifischen Bilderbuches auf Basis etablierter Kriterien.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Entwicklung von Größenvorstellungen und eine anschließende praktische Analyse des untersuchten Bilderbuches hinsichtlich der Förderung mathematischer Kompetenzen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Größenvorstellungen, Längenmaße, Mess-Systeme, Repräsentanten, Stützpunktvorstellungen und mathematische Bilderbücher als Medium des Grundschulunterrichts geprägt.
Wie hilft das Bilderbuch Kindern bei der Unterscheidung von Maßeinheiten?
Das Bilderbuch nutzt verschiedene Charaktere wie eine Blattlaus, einen Stinkekäfer oder einen Regenwurm als konkrete Repräsentanten für 1 mm, 1 cm oder 1 dm, um die Größenverhältnisse durch wiederholte Messprozesse begreifbar zu machen.
Warum ist der Bezug zur Lebenswelt laut der Arbeit so wichtig?
Da Größen für Kinder oft abstrakt erscheinen, erleichtern lebensweltnahe Bezüge, wie die Tierwelt im Garten, den Zugang und erhöhen die Motivation, sich mathematisch mit der Umgebung auseinanderzusetzen.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Die Entwicklung von Größenvorstellungen zu Längen bei Grundschulkindern. Das Bilderbuch "Millimeter, Zentimeter, Donnerwetter!", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334035